Weinstadt

Technik veraltet: Sanierung der Kläranlage in Weinstadt beginnt in diesem Jahr

Fabriz
Ulrich Fabriz, Betriebsleiter im Klärwerk (Archivfoto). Das Klärwerk soll erweitert und erneuert werden. © Sebastian Striebich

Die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage an der Bundesstraße wird insgesamt voraussichtlich rund 3,5 Millionen Euro kosten. Der Betriebsausschuss des Weinstädter Gemeinderats hat jetzt zwei Maßnahmen für insgesamt rund 700 000 Euro beschlossen und den städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung mit der Ausschreibung beauftragt.

Die Belüftung ist in die Jahre gekommen und verkalkt

Zum einen soll Ende des Jahres das „Belebungsbecken Nord“ für rund 450 000 Euro auf Vordermann gebracht werden. Es besteht laut Stadt aus zwei getrennten Beckenstraßen mit jeweils vier voneinander getrennten Kaskaden, die das Abwasser von Stickstoff befreien sollen, ehe es ins Nachklärbecken geleitet wird. Die Belüftung des Belebungsbeckens ist in die Jahre gekommen und verkalkt.

„Dadurch wird die Effizienz der Reinigung schlechter und damit der Energieverbrauch höher“, heißt es in der Begründung der Stadt. Die Anlage soll jetzt optimiert und erneuert werden. Eine entsprechende Umrüstung im Südteil der Anlage habe bereits zu Stromersparnissen von mindestens 220 000 Kilowattstunden geführt, das entspreche circa zehn Prozent des Verbrauchs der Gesamtkläranlage.

Die Technik im nördlichen Teil der Kläranlage ist veraltet

Weitere rund 260 000 Euro veranschlagt die Stadt für den Austausch der elektronischen Ausrüstung des in die Jahre gekommenen Nachklärbeckens, ebenfalls im nördlichen Teil der Kläranlage. „Der Anlagenteil Nord ist inzwischen auch über 20 Jahre in Betrieb. Die komplette elektrotechnische Ausrüstung stammt aus dieser Zeit. Die Mess- und Automatisierungstechnik (Steuerung) entspricht nicht mehr dem Stand der Technik“, heißt es in der Vorlage aus dem Betriebsausschuss.

Eine Erneuerung des Nachklärbeckens werde schon allein durch die Optimierung des Belebungsbeckens notwendig. Die Arbeiten sind für Herbst 2021 bis Frühjahr 2022 geplant.

Die Sanierung und Erweiterung der Kläranlage an der Bundesstraße wird insgesamt voraussichtlich rund 3,5 Millionen Euro kosten. Der Betriebsausschuss des Weinstädter Gemeinderats hat jetzt zwei Maßnahmen für insgesamt rund 700 000 Euro beschlossen und den städtischen Eigenbetrieb Stadtentwässerung mit der Ausschreibung beauftragt.

Die Belüftung ist in die Jahre gekommen und verkalkt

Zum einen soll Ende des Jahres das „Belebungsbecken Nord“ für rund 450 000 Euro auf Vordermann

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