Weinstadt

Urnengarten mit 84 Gräbern für den Friedhof Weinstadt-Beutelsbach

Urnengarten
Die bereits bestehenden Urnengärten auf dem Friedhof in Endersbach. © Gaby Schneider

Das Interesse an pflegeleichten Urnengräbern steigt, Urnenwände sind manchen aber dann doch zu unpersönlich. Gleichzeitig taugen manche Stellen auf dem Beutelsbacher Friedhof wegen veränderter Bodenverhältnisse nicht mehr für Erdbestattungen: Die Verwesung würde hier zu lange dauern.

Deshalb sollen nun nach und nach insgesamt 84 Urnengräber im Verbund von sogenannten Urnengärten auf dem Beutelsbacher Friedhof entstehen. Eine weitere Urnenwand ist zusätzlich geplant.

Pflegeleichter als ein normales Grab

Mit solchen Urnengärten hat die Stadt schon auf dem Friedhof in Endersbach Erfahrungen gesammelt. Das Konzept sieht vor, dass sich mehrere Nischen für Urnen auf dem Boden in einer einheitlich mit Steinen eingefassten Umrandung befinden. Für diese Urnengräber gibt es eine in der Friedhofssatzung festgelegte gärtnerische Bepflanzung und auch einen genormten Stein. Angehörige müssen sich also kaum um die Gräber kümmern – ähnlich wie bei einer Urnenwand, aber eben doch etwas persönlicher.

Wie hoch der Bedarf an Urnengräbern auch in Beutelsbach ist, zeigt das Beispiel der erst Ende 2020 gebauten neuen Urnenwand mit 40 Nischen: Diese sei jetzt schon fast bis zur Hälfte belegt, berichtete Tiefbauamtsleiter Markus Baumeister in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses. Bei den herkömmlichen Urnengräbern, die auch ähnlich wie große Gräber gepflegt werden müssen, gibt es laut Stadt Weinstadt im Moment noch 18 freie Gräber auf dem Friedhof in Beutelsbach.

Boden für Erdbestattungen ungeeignet

Im südlichen Bereich des Friedhofs habe das Tiefbauamt bereits mehrere Flächen ins Auge gefasst, die in Urnengärten umgewandelt werden könnten, so Markus Baumeister. Dafür könne nämlich nicht einfach jede beliebige freie Fläche zwischen den Wegen genutzt werden: Es müsse immer genügend Platz für die Baggergassen bleiben.

Im Süden des Friedhofs befindet sich auch das „Grabfeld C“. Hier waren ursprünglich neben Urnengräbern auch noch weitere Gräber für Erdbestattungen eingeplant, erläutert der Leiter des Tiefbauamts. Jedoch habe das Bestattungsunternehmen rückgemeldet, dass die Bodenverhältnisse hier mittlerweile teilweise schwierig und für Erdbestattungen ungünstig seien. Deshalb sollen hier bald schon 28 Urnennischen im ersten Abschnitt des neuen Urnengartens entstehen.

Gräber werden nach und nach aufgelöst

Auf einen Schlag lassen sich die Urnengärten nämlich nicht umsetzen, erklärt Markus Baumeister. Dem im Weg stehen – oder vielmehr liegen – ältere Gräber, die verstreut in diesem Bereich liegen und die von den Angehörigen auch entsprechend verlängert worden sind. Für einige dieser Gräber läuft die Nutzungsberechtigung 2024 aus: Dann werden sie aufgelöst.

Danach könnten dort dann je nach Bedarf direkt weitere 14 Urnengräber entstehen. 2025 laufen laut Stadt Weinstadt weitere Gräber aus, anschließend sollen noch einmal 28 Gräber angelegt werden. Alle 84 Urnengräber sollen dann 2030 fertig werden.

Baubeschluss ist gefasst 

Angelehnt an die tatsächlichen Kosten der Urnengärten in Endersbach und unter der Berücksichtigung von Preissteigerungen hat das Tiefbauamt Gesamtbaukosten in Höhe von 95.000 Euro errechnet – 35.000 Euro für den ersten Teilabschnitt mit seinen 28 Gräbern. Der Technische Ausschuss hat dem Vorhaben einstimmig zugestimmt und den Baubeschluss gefasst. Das Gewerk Landschaftsbauarbeiten für den ersten Teilabschnitt wird jetzt ausgeschrieben.

Das Interesse an pflegeleichten Urnengräbern steigt, Urnenwände sind manchen aber dann doch zu unpersönlich. Gleichzeitig taugen manche Stellen auf dem Beutelsbacher Friedhof wegen veränderter Bodenverhältnisse nicht mehr für Erdbestattungen: Die Verwesung würde hier zu lange dauern.

Deshalb sollen nun nach und nach insgesamt 84 Urnengräber im Verbund von sogenannten Urnengärten auf dem Beutelsbacher Friedhof entstehen. Eine weitere Urnenwand ist zusätzlich

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