Weinstadt

Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängert: Muss jetzt die Beutelsbacher Kirbe ausfallen?

Kirbe
Sie feiern die Beutelsbacher Kirbe (von links): Die Württembergische Weinprinzessin Laura Irouschek, Oberbürgermeister Michael Scharmann, die Weinstädter Weinkönigin Anja Sigle und die Weinstädter Weinprinzessin Franziska Haenelt. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Bundesländer haben sich darauf geeinigt, das Verbot von Großveranstaltungen um zwei weitere Monate bis Ende Oktober zu verlängern. Was heißt das nun für Veranstaltungen in Weinstadt – vor allem für die traditionsreiche Beutelsbacher Kirbe? Muss sie ausfallen?

Gelingt ein Plan B?

Der Weinstädter Pressesprecher Holger Niederberger hat am Donnerstagnachmittag erklärt, dass die Stadt gerade an einem Plan B arbeitet, wie die für den 8. bis 13. Oktober geplante Beutelsbacher Kirbe doch noch gefeiert werden könnte – oder wie sie zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden könnte.

Das Remsufer-Open-Air im Juli, der Leuchtende Weinberg am 1. August und der Festakt der Schnaiter Kirbe Ende August sind bereits abgesagt worden. Auch die Weinstädter Nacht der Keller findet nicht am 18. und 19. September statt, sondern erst wieder 2021. Es handelt sich hierbei jeweils um städtische Veranstaltungen. „Zwar wären hier 500 Besucher zugelassen, jedoch wären die geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften bei diesen Veranstaltungen nicht einzuhalten“, stellt Niederberger klar.

Stadt: Wirtschaftlich nicht darstellbar

Darüber hinaus wären nach seinen Angaben das Remsufer-Open-Air und der Leuchtende Weinberg mit nur 500 Besuchern wirtschaftlich und inhaltlich nicht darstellbar gewesen. Auch wurde die Verordnung, dass nun wieder bis zu 500 Besucher bei Veranstaltungen teilnehmen dürfen, erst am 26. Mai verabschiedet. „Dies war für die Organisation der Veranstaltungen zu kurzfristig.“

Leuchtender Weinberg 2016 Weinstadt
Leuchtender Weinberg. © Gabriel Habermann

Findet im Herbst wieder Kabarett und Theater statt?

Die für den Herbst geplanten städtischen Kulturveranstaltungen wie Theater und Kabarett sollen laut Niederberger wie geplant stattfinden. „Das Kulturamt ist derzeit auf der Suche nach geeigneten Ausweichräumlichkeiten, da die geplante Veranstaltungsstätte Alte Kelter Strümpfelbach zu eng ist.“ Über Veranstaltungen der Vereine kann das Kulturamt keine Auskunft geben.