Weinstadt

Verzögerter Start für neues Wohngebiet Furchgasse in Weinstadt

Furchgasse
Der Weinstädter Liegenschaftsamtsleiter und Wirtschaftsförderer Karlheinz Heinisch vor dem künftigen Schnaiter Wohngebiet Furchgasse. © ALEXANDRA PALMIZI

Wer schon dachte, sich im neuen Schnaiter Wohngebiet Furchgasse in diesem Jahr einen Bauplatz sichern zu können, muss sich weiter gedulden. Weder die Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau, bei dem 21 Einfamilienhäuser errichtet werden sollen, noch die zwei Baufelder für den Geschosswohnungsbau mit 20 Wohneinheiten werden in diesem Jahr verkauft.

Wie viel kostet der Quadratmeter?

Die ursprüngliche Planung der Stadt Weinstadt verzögert sich damit. Noch im Herbst 2019 hieß es, dass bauwillige Bürger 2020 direkt ein Grundstück erwerben können und die Fläche für den Geschosswohnungsbau durch ein Investorenauswahlverfahren vergeben wird. Nach heutigem Stand könnten laut der Pressestelle der Stadt ein Verkauf von Bauplätzen sowie eine Bebauung frühestens im Jahr 2021 erfolgen. Unsere Zeitung hat nachgefragt, wie derzeit der Verfahrensstand ist – und ob schon bekannt ist, wie viel der Quadratmeter Bauplatz kostet.

Wohnraum für bis zu 150 Menschen

Bis zu 150 Menschen sollen in der Furchgasse leben. Für die Erschließung ist die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung zuständig. 2,2 Millionen Euro kostet diese, inklusive des Honorars für die Tochtergesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg. Gezahlt werden muss erst am Schluss, was für die Stadt den Vorteil hat, dass sie ihren Haushalt nicht belasten muss. Die Erschließung will Weinstadt aus dem Verkauf der Bauplätze finanzieren.

Der Plan für die Erschließung ist noch nicht fertig

Für den Bebauungsplan des Wohngebiets Furchgasse hat die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach Angaben der Stadt bereits stattgefunden – und die grundsätzlichen Eckdaten stehen bereits fest. „Im Laufe des weiteren Verfahrens können sich noch geringfügige Änderungen ergeben“, teilt Pressesprecher Holger Niederberger mit. Der nächste Schritt sei nun die Ausarbeitung des Entwurfs durch das Büro Roosplan. „Der dafür notwendige Entwurf einer Erschließungsplanung wird derzeit von Bolz und Palmer ausgearbeitet. Eine Billigung des Entwurfs durch den Gemeinderat kann im Herbst 2020 erfolgen.“

2021 sollen nun die ersten Grundstücke veräußert werden

In der Folge kann dann nach Niederbergers Darstellung das Bebauungsplanverfahren fortgeführt werden. „Mit der Erschließung kann im Frühjahr 2021 begonnen werden. Ein Verkauf von Bauplätzen kann frühestens beginnen, wenn absehbar ist, dass der Bebauungsplan vor dem Satzungsbeschluss steht. Der Gemeinderat wird zu gegebener Zeit informiert und in der Folge alle Einzelheiten beschließen.“ Stand jetzt geht die Stadt davon aus, dass erst 2021 die Grundstücke verkauft werden können – und nicht 2020. Heißt das, dass Weinstadt im Haushalt 2020 Geld fehlt?

Veränderungen im Haushalt

In der Sitzungsvorlage des Gemeinderats vom 28. Mai ist im Haushalt 2020 bei den eingeplanten Grundstückserlösen ein Teilbetrag von 2,78 Millionen aus dem neuen Baugebiet Furchgasse enthalten, der 2020 nicht realisiert werden kann. Wir haben die Verwaltung gefragt, ob dies bedeutet, dass die Stadt neue Schulden aufnehmen muss.

Erst nach Fertigstellung der Erschließung

Niederberger verweist darauf, dass die Erschließungskosten erst nach Fertigstellung der Erschließung von der Stadt ersetzt werden. Im Haushaltsplan 2020 seien dafür einst Mittel von zwei Millionen Euro veranschlagt worden – und diese Ausgaben würden nun auf 2021 verschoben.

„Die Mindereinnahmen bei Grundstückserlösen werden durch später anfallende Erschließungskosten kompensiert“, betont Niederberger. Heißt: Da die Stadt jetzt noch nicht die Erschließung zahlen muss, kann sie die Grundstücke später verkaufen.

Gemeinderat muss entscheiden

Die Höhe der Erlöse steht laut Niederberger noch nicht fest, da der Bebauungsplan noch nicht fertig sei und noch nicht feststehe, welche Grundstücke veräußert werden. „Darüber hinaus muss der Gemeinderat noch den Bauplatzpreis festlegen.“

Wer schon dachte, sich im neuen Schnaiter Wohngebiet Furchgasse in diesem Jahr einen Bauplatz sichern zu können, muss sich weiter gedulden. Weder die Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau, bei dem 21 Einfamilienhäuser errichtet werden sollen, noch die zwei Baufelder für den Geschosswohnungsbau mit 20 Wohneinheiten werden in diesem Jahr verkauft.

Wie viel kostet der Quadratmeter?

Die ursprüngliche Planung der Stadt Weinstadt verzögert sich damit. Noch im Herbst 2019

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