Weinstadt

Viel Dreck und ein hoher Zuschuss: Bei der Großheppacher Schwesternschaft wird jetzt gebaut

MutterhausBaustelle
Viel Dreck hat die Baustelle bei der Großheppacher Schwesternschaft in ihren ersten Tagen gemacht. © Gaby Schneider

Wie geplant ist zum Jahresende 2020 der Startschuss gefallen für das Millionenprojekt der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Beutelsbach. Hier soll bis September 2022 ein neues Quartier entstehen, mit Wohnungen, Pflege und Kinderbetreuung. Mittlerweile hat auch die Stadt beschlossen, ihren Beitrag zu leisten. Die Bauarbeiten sind für Anwohner allerdings eine Belastung.

Das war so zu erwarten gewesen und hat sich dann auch bestätigt, wie Antje Helmond, die kaufmännische Vorständin der Großheppacher Schwesternschaft, kurz vor dem Jahreswechsel im Gespräch mit unserer Zeitung eingeräumt hat. Gerade zu Beginn, als die ersten Bagger angerückt waren und immer wieder Lastwagen zum Abtransport des Baustellenaushubs an- und abgefahren sind, sei die Belastung für die Anwohner in Beutelsbach besonders hoch gewesen. Deshalb habe es auch „kleinere Klagen“ von Anwohnern gegeben, berichtet Helmond. Die gute Nachricht sei: „Wir haben den ersten Dreck überstanden!“

„Wir standen ja schon in den Startlöchern“

Die Baugrube für den Erweiterungsbau entlang der Eisenbahnlinie auf dem Grundstück der Großheppacher Schwestern, in dem ein Kinder- und Familienzentrum mit ambulanter Tagespflegestation vorgesehen ist, ist fertig. In diesem Januar machen sich die Bauarbeiter an die Gründung. „Wir konnten auch schon mit der Geländegestaltung beginnen“, berichtet Helmond, das Vorhaben sei im Zeitplan: „Wir standen ja schon in den Startlöchern und haben nur noch auf die Baugenehmigung gewartet.“

Gesamtkosten: 12,5 Millionen Euro

Diese hat die Stadt Weinstadt schließlich erteilt und damit den Weg frei gemacht für das neue Quartier, dessen Entwicklung nach Angaben der Stiftung insgesamt rund 12,5 Millionen Euro kosten wird. Zuschüsse erhofft sich die Stiftung aus verschiedenen Fördertöpfen. Darüber hinaus wird die Stadt Weinstadt einen Großteil der Kosten für eine neue Kindertagesstätte mit zwei Gruppen und einem naturpädagogischen Konzept tragen, die in dem Quartier entstehen soll.

Wie der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung im alten Jahr einstimmig beschlossen hat, wird die rund 2,9 Millionen Euro teure Kita mit 70 Prozent der Kosten bezuschusst, also mit rund 2,1 Millionen Euro. Dieser Betrag könnte noch auf rund 1,9 Millionen Euro sinken, wenn der Bund den Weinstädtern einen entsprechenden Zuschuss gewährt. Bereits im Frühjahr 2020 hatte der Gemeinderat die Kita als „notwendig erachtet und befürwortet“, wie es in der Beratungsvorlage heißt. Deshalb soll auch der Betrieb der Kita durch einen freien Träger von der Stadt gefördert werden.

"Anlass zur Sorge" im Gemeinderat

Entsprechende Verträge werden jetzt geschlossen, da der Gemeinderat grünes Licht gegeben hat. Auch wenn die Gemeinderäte, wie es GOL-Sprecher Manfred Siglinger ausgedrückt hat, „Anlass zur Sorge“ sehen aufgrund der immer weiter steigenden Betreuungskosten, nicht nur in Beutelsbach. Oberbürgermeister Michael Scharmann sieht es ähnlich: „Es wird kostenintensiv.“ Man müsse die Entwicklung im Blick behalten.

Anonyme Umfrage läuft noch bis Ende Januar

Angelaufen ist derweil auch die Einbindung der Weinstädter Bürger in die Planung des neuen Familien- und Quartierszentrums der Schwesternschaft. Die Corona-Pandemie hatte den Verantwortlichen in puncto Infoveranstaltungen und Workshops einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt sollen sich interessierte Bürger online beteiligen.

Über einen anonymen Fragebogen sollen die Meinungen, Wünsche, Ideen und Anregungen der Weinstädter in das Projekt miteinfließen. Die Teilnahme ist noch bis 31. Januar über folgenden Link möglich: www.grossheppacher-schwesternschaft.de/1524. Unter anderem wird gefragt: „Für welchen Personenkreis wünschen Sie sich weitere Freizeitangebote (Bildung, Sport, Kunst, Kultur)?“

Wie geplant ist zum Jahresende 2020 der Startschuss gefallen für das Millionenprojekt der Stiftung Großheppacher Schwesternschaft in Beutelsbach. Hier soll bis September 2022 ein neues Quartier entstehen, mit Wohnungen, Pflege und Kinderbetreuung. Mittlerweile hat auch die Stadt beschlossen, ihren Beitrag zu leisten. Die Bauarbeiten sind für Anwohner allerdings eine Belastung.

Das war so zu erwarten gewesen und hat sich dann auch bestätigt, wie Antje Helmond, die kaufmännische

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