Weinstadt

Was ist der WeiBIM Weinstadt? Ehrenamtliche unterstützen beim Thema Integration

strauss  Weinstadt Remstalgymnasium Verabschiedungsfeier des Rektors Strauß am Remstalgymnasium.
Der Vorsitzende des Integrationsbeirats, Hans-Joachim Strauß (Archivfoto). © Benjamin Büttner

„Einen Vorteil haben wir: Wir kosten kein Geld“, so WeiBIM-Vorsitzender Hans-Joachim Strauß, vielen noch bekannt als ehemaliger Schulleiter des Remstal-Gymnasiums Weinstadt, in der jüngsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses.

Immer noch werde der WeiBIM fälschlicherweise mit dem Integrationsverein durcheinandergebracht und vielen Bürgerinnen und Bürgern sage die 2021 gewählte neue Bezeichnung schlicht noch gar nichts.

Die Abkürzung steht tatsächlich für Weinstädter Beirat für Fragen der Integration und Migration. Diese etwas sperrige vollständige Bezeichnung des ehemaligen Weinstädter Integrationsbeirats ließ der Vorsitzende in seinem Jahresbericht immer wieder fallen - mit voller Absicht. 

WeiBIM tauscht sich mit Vertretern aus großen Städten aus

Der Beirat, der aus gewählten Vertretern unter anderem aus verschiedenen Vereinen besteht (wie auch dem Integrationsverein), hat gerade im zurückliegenden Jahr ganze Arbeit geleistet.

Auch habe der Beirat an Schulungen des Landes teilgenommen, bei denen es um vergleichbare Gremien aus Städten wie Freiburg oder Heidelberg gegangen sei, berichtet der Vorsitzende. Auch wenn der WeiBIM in diesem Kontext eher ein „kleines Licht“ sei - die Ehrenamtlichen haben viele Anregungen mit nach Hause genommen.

Möglichst viele Menschen erreichen

Um den Weinstädtern ins Bewusstsein zu dringen, war der Weinstädter Beirat für Fragen der Integration und Migration auch beim Parkfest in der Grünen Mitte mit einem Stand vertreten. Neu ist in Weinstadt dieses Jahr außerdem der Lauftreff für Frauen, der sich ausdrücklich nicht nur an Menschen mit Migrationshintergrund richtet.

Er findet einmal pro Woche statt und werde auch gut angenommen, berichtet Hans-Joachim Strauß. Dafür hat der WeiBIM Einladungen in vielen verschiedenen Sprachen herausgegeben. Es gehe darum, möglichst vielen Menschen einen Zugang zum gesellschaftlichen Leben in Weinstadt zu verschaffen.

Broschüre für die Stadtbibliothek in vielen Sprachen 

In diesem Kontext ist erst kürzlich auch eine neue Broschüre für die Stadtbibliothek entstanden: In 16 Sprachen wird darin laut Stadt erklärt, welche Medien in der Stadtbücherei zur Verfügung stehen, wie diese ausgeliehen und verlängert werden können und welche weiteren Angebote die Stadtbücherei bietet.

Die Broschüre informiert demnach in Arabisch, Chinesisch, Englisch, Farsi, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Kurdisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Somalisch, Spanisch, Türkisch und Deutsch in einfacher Sprache. Die Broschüre liegt laut WeiBIM nicht nur in der Stadtbücherei, in den Rathäusern, im Integrationsmanagement und in den Familienzentren aus, sondern wurde auch an den weiterführenden Schulen ausgehändigt. Die Flyer sollen von den Klassenlehrern an Familien mit entsprechendem Bedarf ausgehändigt werden - entweder direkt an die Schüler oder auch bei Elternabenden.

Auch Grundschülern Zugang erleichtern

Eigentlich wäre es sinnvoll, die Flyer auch an den Grundschulen und vielleicht sogar den Kitas zu verteilen, regt GOL-Rätin Annette Rebmann an. Gerade die Kleinen seien doch besonders scharf auf die Bilderbücher, CDs, Filme und Spiele, die es in der Bücherei zum Ausleihen gebe - während ältere Schüler die Bücherei eher mit der Schule und dem Lernen verbinden würden. Er werde den Vorschlag mitnehmen, sagte Hans-Joachim Strauß zu. Beim Beirat für Fragen der Integration und Migration geht es jetzt aber vor allem schon um die Planung für das kommende Jahr.

Weitere Projekte sind in Planung. So überlegt sich der WeiBIM zum Beispiel jetzt schon, ob es im neuen Hallenbad, das beim Bildungszentrum entstehen soll, besondere Tarife geben könnte.

WeiBIM will an der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten 

Wichtiger ist es laut dem Vorsitzenden Hans-Joachim Strauß aber zunächst, die Arbeitsweise des Beirats neu zu strukturieren. 2023 soll sich ein neuer Ausschuss bilden, der sich gezielt mit der Öffentlichkeitsarbeit befasst - und hoffentlich dafür sorgen wird, dass „WeiBIM“ in Weinstadt nicht länger ein Fremdwort bleibt.

Außerdem soll die Arbeitsweise insgesamt noch effizienter und zielgerichteter werden. Dafür soll es künftig „kurze, knackige Jour-Fixes“ alle vier Wochen geben.

„Einen Vorteil haben wir: Wir kosten kein Geld“, so WeiBIM-Vorsitzender Hans-Joachim Strauß, vielen noch bekannt als ehemaliger Schulleiter des Remstal-Gymnasiums Weinstadt, in der jüngsten Sitzung des Sozial- und Kulturausschusses.

Immer noch werde der WeiBIM fälschlicherweise mit dem Integrationsverein durcheinandergebracht und vielen Bürgerinnen und Bürgern sage die 2021 gewählte neue Bezeichnung schlicht noch gar nichts.

Die Abkürzung steht tatsächlich für Weinstädter

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