Weinstadt

Weindorf lockt Genießer

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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat
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Das Weindorf in Beutelsbach lädt noch bis einschließlich 1. Mai zum Feiern ein. © www.7aktuell.de | Simon Adomat

Weinstadt-Beutelsbach. Das Weinstadt-Weindorf auf dem Beutelsbacher Marktplatz hat in fast zweieinhalb Jahrzehnten an Gestalt, an Gesicht gewonnen. Geprägt von den teilnehmenden Weingütern und Gaststätten, von Regeln und Abläufen, die dem Mega-Event mit längst Tausenden von Besuchern ein Profil verliehen. Aber es gibt auch immer wieder neue Gesichter.

Wenn man zum Beispiel auf den Steintreppen rauf zur Stiftskirche hockt und von da aus auf das Weindorf schaut, fallen einem als Erstes zwei Dinge auf: zunächst eine große Platane, deren Blätter in diesem Jahr schon abgefroren ausschauen, während sie in anderen noch in schönster, dichtester Blüte stehen; zum anderen sind da seit 2012 die weißen Pagodenzelte, seither sozusagen offizielles Weindorf-Gesicht, das so kaum ein anderes Freiluft-Feschtle hat.

Bengalische Beleuchtung - eine Premiere

Damals kam man auf die Idee, dem wachsenden Publikum die Gewährleistung zu verschaffen, sozusagen tropffrei im Trockenen zu sitzen, bei jedem Wetter. Und das blieb seither weiterhin so wechselhaft wie in den letzten Jahren davor. Nur dass nun Weindorf-Besuche garantiert bei trockenem Leibe verlaufen, mitsamt einem möglichen längeren Verweilen am Abend wegen durch die Dächer lange anhaltender Wärme. Wo es dann eine weitere Premiere gab: die bengalische Beleuchtung, gestiftet von der Stadt.

"Ausnahmesituation" in Beutelsbach

Die Pagodenzelte dürften somit eine Art Alleinstellungsmerkmal darstellen, womöglich mitverantwortlich dafür, dass heuer am Sonntag der Bär brummte in Beutelsbach. „Eine Ausnahmesituation“, so Mitveranstalter Jochen Mayer, auch weil sich älteres, weinseliges Publikum mit der „Tanz in den Mai“-Klientel mischte.

OB Scharmann hat erstmals das Weindorf eröffnet

In diesem Jahr wurde das Weindorf zudem erstmals vom neuen OB Michael Scharmann eröffnet. Am Freitagabend genoss er gemeinsam mit der Württembergischen Weinkönigin Andrea Ritz, ebenfalls zum ersten Mal dabei, sowie den Weinstädter Hoheiten Anja Sigle und Franziska Haenelt den Schluck aus dem Riesen-Römer, gefüllt mit zwei Litern Roten.

Blechbläser vom Fanfarenzug aus Tamm halfen Scharmann

Ganz allein hat es Scharmann, anders als so mancher Ex-Schultes vor ihm, nicht geschafft, die Blechbläser vom Fanfarenzug aus Tamm, gewandet in Knickerbocker, Harnisch und Federhut, mussten ihm helfen. Zumal es danach ja noch mit den Weinhoheiten rund ums Gelände ging, um bei jedem der sieben Wengerter noch ein Schlückle zu probieren.

Nächstes Jahr fünf Tage lang Weindorf 

Wie viele Tage das Fest dauert, wechselt übrigens auch von Jahr zu Jahr. Abhängig davon, an welchem Wochentag 1. Mai ist, das zentrale Datum. Im nächsten Jahr wird wieder fünf Tage lang gefeiert, 1. Mai ist an einem Dienstag.

Diesmal waren’s nur vier Tage, aber die hatten es in sich. Laut Weindorf-Organisator Jochen Mayer hatte die Extrawerbung in den Anzeigeblättern der S-Bahn-Gemeinden der ganzen Region zusätzlich dafür gesorgt, dass am Sonntag überall Kfz mit Kennzeichen aus AA, BB, LB und S parkten.

Nächstes Jahr wohl weniger Wein...

Beim Wein ließ sich diesmal noch aus dem Vollen schöpfen, jenen besonders ergiebigen Jahrgängen 15 und 16 mit Weißen, die laut Mayer „durch Leichtigkeit und Fruchtigkeit bestechen“. Was ganz Besonderes auch ein ertragsreduzierter Shyraz, mit ungewöhnlich würziger Note, die sich der längeren Reifung der Traube in unseren Gefilden verdankt. Für das nächste Jahr allerdings sieht Mayer schwarz. Frostschäden, „70 Prozent hat’s erwischt“, mal sehen, was sich mit Notprogrammen in seiner „Werkstatt unter freiem Himmel“, dem Wengert, noch retten lässt.

...aber dafür mit Folkrock-Musikern

Retten ließe sich das Weindorf im nächsten Jahr aber ganz gewiss, wenn wieder Birds of a Feather, die beiden Winnender Folkrock-Musiker, ins Programm genommen werden. Wunderschön stimmig und kraftvoll ihre Akustik-Arrangements mit Gitarren, Cajon, Mandoline und Ukulele in Fremdsongs (etwa eine sehr eigene Version des Standards „Man of constant Sorrow“) sowie von eigenen Stücken, die demnächst auf einer CD erscheinen werden. Daran freuen sich neben den Weinnasen auch kleine Kinder, die fröhlich tanzen. Ganz unabhängig vom Geist des Weines.

Mitwirkende

Die Lieferanten für Speis und Trank beim Weinstadt-Weindorf waren in diesem Jahr dieselben wie schon oft: die Weingüter Bernhard Ellwanger, Kuhnle, Klopfer, Mayer, Schwegler, Wilhelm, Zimmerle sowie die Remstal-Kellerei und, fürs Habhafte, die Weinstuben Muz und Anker, der Landgasthof Zum Löwen, der Weinkeller Schäfergässle und das Incontro.

Auch bei der Musik hielten sich bei dem Prinzip „Nicht zu laut“ dieselben Gesichter. Neben Uwe Lenz und Tonia Danese als Akustik-Duo Birds of a Feather, und dem Rock-Duo Laiser und Zaiser spielten wieder zur Eröffnung der Fanfarenzug aus Tamm und zum Abschluss „Dr Graule ond I“. Erstmals dabei: die Band Viertakt.