Weinstadt

Weinstädter Kirchengemeinden feiern Pro-Christ-Hoffnungsfest an zwei Standorten

Hoffnungsfest
Pastor Matthias Vogt (links) und Pfarrer Timotheus Rölle (rechts). © Gabriel Habermann

Von Sonntag, 7. November, bis Samstag, 13. November, findet im evangelischen Gemeindehaus Beutelsbach und in der Missionsgemeinde Weinstadt in Endersbach das Hoffnungsfest statt. Bei dieser besonderen Veranstaltung, die Vorträge, Dialogrunden und Liveübertragungen umfasst, handelt es sich nicht um ein klassisches christliches Fest: Es handelt sich um eine Veranstaltung der überkonfessionellen Evangelisationsbewegung Pro-Christ, die in ganz Europa aktiv ist und den Menschen den christlichen Glauben näherbringen möchte. Die Bewegung ist stark evangelikal geprägt und wurde 1993 von Ulrich Parzany gegründet.

Anders als viele Veranstaltungen der Kirchengemeinden sind nämlich nicht unbedingt gläubige Christen die Zielgruppe des Hoffnungsfestes, erklären Pfarrer Timotheus Rölle von der evangelischen Kirchengemeinde Beutelsbach und Pastor Matthias Vogt von der Weinstädter Missionsgemeinde. Mit den modern gestalteten Veranstaltungen unter dem Motto „Gott erleben, Jesus begegnen“ wollen die beiden Gemeinden Menschen erreichen, die vielleicht noch gar nie in der Kirche waren, viele offene Fragen zum christlichen Glauben haben – aber vielleicht gerade jetzt in der Corona-Zeit etwas suchen, was ihnen Halt, Stabilität gibt. Das könnte ihnen Jesus geben, glauben die beiden Pfarrer.

Liveübertragung aus Dortmund

Herzstück des Hoffnungsfestes ist die Liveübertragung von Pro-Christ aus Dortmund, bei der jeden Abend ab 20 Uhr verschiedene Redner zu Gast sind. Jedem Abend ist ein ganz bestimmter Bibeltext zugeordnet, der sich in irgendeiner Weise mit dem Thema Hoffnung befasst. Zu den Rednern gehören Schauspieler, Musiker, Autoren, ein ehemaliger Rechtsextremer und sogar ein Fitness-Youtuber. Zusätzlich gibt es bei der Pro-Christ-Übertragung an jedem Abend auch ein musikalisches Programm.

Zusätzlich zu dem von Pro-Christ gestellten Hauptprogramm haben sich die teilnehmenden Glaubensgemeinden ein eigenes Rahmenprogramm ausgedacht. So auch die Missionsgemeinde in Endersbach und die evangelische Kirchengemeinde in Beutelsbach. Die beiden Gemeinden haben sich zwei unterschiedliche Konzepte ausgedacht, die auch verschiedene Menschen ansprechen sollen. Denn auch wenn die beiden Weinstädter Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden, sei das kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander: „Das ist keine Konkurrenz“, stellt Pfarrer Timotheus Rölle klar. Es ist also ein Hoffnungsfest – mit zwei Standorten.

Fragerunde in Beutelsbach

In Beutelsbach wird das Hoffnungsfest im evangelischen Gemeindehaus gemeinsam von Apis, CVJM und Kirchengemeinde organisiert und durchgeführt. Seine Gemeinde habe sich für ein Dialogkonzept entschieden, erklärt Pfarrer Rölle. Dabei werden die Pro-Christ-Themenabende lediglich als Aufhänger benutzt.

Die Redner Pawel Step und Johannes Luithle werden jeweils in einer Vor-Ort-Veranstaltung kurz etwas zum jeweiligen Thema sagen und sich dann von den Anwesenden „ausquetschen“ lassen, erklärt der Pfarrer. Die Abendveranstaltungen gehen jeweils eine Stunde und richten sich vor allem an Gläubige, die noch Fragen haben, so Timotheus Rölle. Aber natürlich sei jeder herzlich willkommen. Einen Livestream wird es dieses Mal nicht geben.

Gemeindemitglieder berichten

Die Missionsgemeinde Endersbach hat eine etwas andere Herangehensweise: Sie zeigt vor Ort in der Missionsgemeinde in der Endersbacher Einkaufsstraße die Liveübertragung aus Dortmund. Als Vorprogramm gibt es Musik und Snacks, außerdem berichtet an jedem Abend ein Gemeindemitglied vom persönlichen Alltagsbezug zu Jesus. „Unser Angebot richtet sich ganz klar an Leute, die sagen: Wir sind noch nicht im Glauben tief verwurzelt“, sagt Pastor Matthias Vogt. Wer von zu Hause aus zuschauen möchte, kann unter Hoffnungsfest@Home das Pro-Christ-Hauptprogramm auch streamen.

Von der kürzlich in Kraft getretenen Warnstufe ist das Weinstädter Hoffnungsfest nur am Rande betroffen, informieren Matthias Vogt und Timotheus Rölle. Als gottesdienstähnliche Veranstaltungen können die Vorträge ohne 2G oder 3G stattfinden. Nur für das Jugendprogramm im Beutelsbacher Gemeindehaus ist ein 3G-Nachweis nötig. Es könne jedoch sein, dass sich durch die Warnstufe im Bereich der Essensausgabe etwas verändere.

Von Sonntag, 7. November, bis Samstag, 13. November, findet im evangelischen Gemeindehaus Beutelsbach und in der Missionsgemeinde Weinstadt in Endersbach das Hoffnungsfest statt. Bei dieser besonderen Veranstaltung, die Vorträge, Dialogrunden und Liveübertragungen umfasst, handelt es sich nicht um ein klassisches christliches Fest: Es handelt sich um eine Veranstaltung der überkonfessionellen Evangelisationsbewegung Pro-Christ, die in ganz Europa aktiv ist und den Menschen den christlichen

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