Weinstadt

Weinstadt: Bebauungsplan für Furchgasse Schnait endlich beschlossen

Baugebiet Furchgasse
Die Erschließung des neuen Baugebiets hat bereits vor einigen Monaten begonnen. © Alexandra Palmizi

Dreimal musste der Bebauungsplanentwurf für das Baugebiet „Furchgasse“ in Schnait offengelegt werden – jetzt soll das aufwendige baurechtliche Verfahren endlich zu einem Abschluss kommen. Am Donnerstagabend stand der Bebauungsplan „Furchgasse“ erneut auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Weinstadt: Nach nur kurzer Diskussionsrunde wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan einstimmig beschlossen.

Verfahrensschritt wurde zweimal wiederholt

Eigentlich hätte es schon im Mai 2021 so weit sein sollen: Nach der vorhergegangenen ersten Offenlegung des Konzeptes für die rund 1,7 Hektar große Fläche hatte es aber laut Verwaltung noch „Textkonkretisierungen“ gebraucht, die eine zweite Offenlegung nötig gemacht haben.

Nach der zweiten Offenlegung machten Einwendungen verschiedener Behörden und besonders das Herausfallen einer landwirtschaftlichen Fläche aus dem Bebauungsplan sogar noch eine Wiederholung dieses Verfahrensschritts nötig: Der Bebauungsplan ging im März zum dritten Mal in die Offenlegung.

Auch bei der dritten Offenlegung gab es noch Anmerkungen

Verhältnismäßig schnell ist dieser Verfahrensschritt nun abgewickelt worden. Die Ende Januar besprochenen Änderung sind übernommen worden, einige Einwände von den verschiedenen Behörden wie dem Regierungspräsidium Stuttgart hat es aber auch dieses Mal noch gegeben – allerdings keine, die das weitere Verfahren weiter ausbremsen sollen und auch keine Einwände aus der Bevölkerung, so Dennis Folk, Leiter des Stadtplanungsamtes.

Von den Behörden seien insgesamt elf Anregungen und Stellungnahmen eingegangen, diese betrafen laut der Verwaltung aber in erster Linie den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen und auch die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für die ausgleichenden Maßnahmen – die landwirtschaftlichen wie auch naturschutzrechtlichen Gesichtspunkte seien aber schon zu einem früheren Zeitpunkt in dem Verfahren abgewägt worden. Standpunkt der Stadt Weinstadt hierbei ist ganz klar: Die Schaffung von Wohnraum im Ortsteil Schnait hat in diesem Fall Priorität.

Absolutes Halteverbot in der Stichstraße

Das Polizeipräsidium Aalen merkte noch einmal an, dass in der Stichstraße aufgrund der sehr schmalen Fahrbahnbreite von nur 4,5 Metern deshalb ein absolutes Park- und Halteverbot gelten müsse. Die Stadt halte es aber für zumutbar, dass Handwerker oder Mitarbeiter von Lieferdiensten einige Meter zu den verschiedenen Häusern laufen müssen.

Außerdem sei vor jedem Carport eine Vorhaltefläche vorgeschrieben, die zum Rangieren auf dem Grundstück und als zusätzlicher Stellplatz gedacht ist. „Dieser Stich hat eine Wohnwegfunktion“, stellte Dennis Folk klar. Für etwas anderes oder gar für Lkw sei diese Straße einfach nicht gedacht. Wer aber zum Beispiel beim Umzug ausnahmsweise ein größeres Fahrzeug dort parken müsse, könne sicherlich beim Ordnungsamt eine Ausnahmegenehmigung bekommen.

Gemeinderat hat das letzte Wort

Rechtskräftig ist der Bebauungsplan übrigens auch mit diesem neusten Beschluss noch nicht endgültig: Am 28. April wird der Weinstädter Gemeinderat noch einmal darüber abstimmen.

Dreimal musste der Bebauungsplanentwurf für das Baugebiet „Furchgasse“ in Schnait offengelegt werden – jetzt soll das aufwendige baurechtliche Verfahren endlich zu einem Abschluss kommen. Am Donnerstagabend stand der Bebauungsplan „Furchgasse“ erneut auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Weinstadt: Nach nur kurzer Diskussionsrunde wurde der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan einstimmig beschlossen.

Verfahrensschritt wurde zweimal

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