Weinstadt

Weinstadt investiert Millionen: Neuer Kindergarten in Endersbach eröffnet

Weinstadt Kita Irisweg
Die neue Kita am Irisweg bietet viel Raum für Bewegung. © Stadt Weinstadt

Im Irisweg im Stadtteil Endersbach ist ein großes Gemeinschaftsprojekt der Stadt Weinstadt mit dem Rems-Murr-Kreis sowie der Kreisbaugesellschaft entstanden. Der Neubau, der am Montag offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, beherbergt nicht nur sozialen Wohnungsbau und weitere freie Wohnungen auf mehreren Geschossen, sondern auch eine Kindertagesstätte im Erdgeschoss mit 950 Quadratmetern Grundfläche.

Die Stadt Weinstadt hat in den Bau der Kita rund 3,65 Millionen Euro und noch einmal 250 000 Euro in deren Inneneinrichtung investiert. Davon berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Bei dem Bauprojekt handle es sich um ein Novum in Weinstadt: Ein komplett neu gebautes Kinderhaus mit insgesamt fünf Gruppen, bei dem die neu eingesetzte Leitung ihre pädagogischen Vorstellungen in Absprache mit den Verantwortlichen der Stadt mit einbringen und so das Konzept des neuen Kinderhauses maßgeblich habe mitgestalten können.

Schwerpunkt: Bewegung

„Das ist etwas ganz Besonderes“, wird Franziska Christ, die neue Leiterin im Irisweg, zitiert. Von Seiten der Stadtverwaltung sei ihr von Beginn an großes Vertrauen entgegengebracht worden. Franziska Christ hatte sich bereits im August 2019 auf den Posten beworben. Es sei ein gutes Gefühl, so gefordert zu werden und die Konzeption für die Betreuung von insgesamt rund 80 Kindern planen, gestalten und letztlich auch selbst mit umsetzen zu dürfen. Der Schwerpunkt liegt im neuen Kinderhaus Irisweg laut Pressemitteilung auf der Bewegung – und zwar sowohl im Innenbereich als auch draußen. Drinnen gibt es einen Bewegungsraum mit vielen Wand- und Deckenschienen, in dem die Kinder mit und ohne Geräte ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachgehen können.

Im Außenbereich gibt es neben Schaukel und Sandkasten eine Rennstrecke für diverse Fahrzeuge, auf der sich die Kinder austoben und ihre motorischen Fähigkeiten trainieren können. Im Sandkasten fließen kleine Wasserläufe, um den Kindern auch die physikalischen Grundgedanken spielerisch vermitteln zu können, „oder dass diese auch einfach nur nach Lust und Laune im Matsch dreckeln“, wie Franziska Christ zitiert wird. Die Kinder freuten sich schon jetzt darauf, endlich den fertiggestellten Außenbereich in Beschlag zu nehmen.

Im Krippenbereich – also in der Betreuung unter drei Jahren – gibt es im Kinderhaus Irisweg zwei Gruppen mit je zehn Kindern. In Bereich des Kindergartens für Kinder über drei Jahren wird es drei Gruppen mit je 20 Kindern geben. Dabei werden je nach Bedarf auch Kinder mit besonderem Förderbedarf in die Gruppen integriert. Im Kinderhaus Irisweg hätten alle Kinder die Möglichkeit, an der Gemeinschaft teilzuhaben, sagt Franziska Christ.

Platz für 80 Kinder

Grundsätzlich sei das Kinderhaus so angelegt worden, dass sich die Kinder in einem teiloffenen Bereich jederzeit begegnen können und somit eine heterogene Gemeinschaft innerhalb des Kinderhauses entstehen kann, heißt es in der Pressemitteilung. Zu Zeiten von Corona sei dies allerdings noch nicht möglich.

Aktuell können erst zehn Kinder die neue Ausstattung im Kinderhaus Irisweg genießen, denn die Eingewöhnung startet langsam und stetig. Drei Krippenkinder und sieben Kinder im Kindergartenbereich tollen schon heute durch den Neubau und auf rund 1000 Quadratmetern bespielbarer Fläche. Weitere 70 sollen in den nächsten Monaten folgen. Bei einem vollen Haus sind dann 21 Erzieherinnen und Erzieher am Start, um die jungen Weinstädterinnen und Weinstädter bei ihrer individuellen Entwicklung zu begleiten.

„Eine solche Chance, ein pädagogisches Konzept und eine dementsprechende Ausstattung mitplanen und kreieren zu dürfen, bekommt man nur einmal in seinem Berufsleben“, wird Leiterin Franziska Christ in der Pressemitteilung zitiert. Für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen kann es losgehen – die Kinder können kommen.