Weinstadt

Weinstadt plant Mountainbike-Trails in Gundelsbach, Strümpfelbach und Beutelsbach

Mountainbiker
Mountainbike-Fahren wird immer beliebter: Legale Möglichkeiten, diesen Sport auszuüben, gibt es in der Region wenige. © Gabriel Habermann

Wer regelmäßig im Wald unterwegs ist, kennt sie gut: die steilen Pfade an den Abhängen, Trails oder Downhillstrecken genannt, die Mountainbiker gerne und nicht selten mit sehr hoher Geschwindigkeit heruntersausen. Was viele nicht wissen: Auf diesen Trails mit dem Fahrrad zu fahren ist verboten.

Nicht nur, weil viele der Pfade illegal angelegt worden sind und teils durch Waldgebiete verlaufen, die dem Wild als Rückzugsgebiete dienen. Sondern auch, weil in Baden-Württemberg die sogenannte Zwei-Meter-Regel gilt: Jeder Weg, der schmaler ist als diese Breite, ist für Fahrradfahrer laut Paragraf 37, Absatz drei des Landeswaldgesetzes tabu.

Vereine setzen sich für legale Strecken ein

Somit dürften Mountainbiker eigentlich ausschließlich auf den breiten, geschotterten Arbeitswegen durch den Wald fahren. Dem Anspruch von Naturerlebnis und geschicklicher Herausforderung, die den Mountainbike-Sport für viele Fahrer ausmacht, wird das kaum gerecht. Mountainbike-Vereine suchen deshalb seit einigen Jahren schon das Gespräch mit Forstämtern, Naturschützern und Kommunen.

Sie wollen zwischen den verschiedenen Interessensparteien vermitteln und einen Kompromiss schaffen: In Zusammenarbeit mit Forstämtern und Naturschützern sollen einige legale Trails angelegt und ausgewiesen werden. Außerdem bieten viele Vereine an, die Strecken nicht nur in Schuss zu halten und so zum Beispiel Schäden an Bäumen zu minimieren, sondern auch illegale Trails in der Umgegend aktiv zurückzubauen.

Im Rems-Murr-Kreis sollen einige legale Downhill-Strecken entstehen

In einigen Kommunen im Rems-Murr-Kreis, zum Beispiel in Fellbach und in Winnenden, sind solche Strecken gerade im Entstehen. Im vergangenen Juni ist am Katzenkopf auf der Gemarkung Kernen ein erster legaler Trail eingeweiht worden. Auch in Weinstadt sind aktuell gleich mehrere solcher Strecken geplant.

Der Verein „Shape and ride“ sei im vergangenen Jahr auf die Stadt Weinstadt zugegangen, um aus bislang illegalen Routen offiziell genehmigte zu machen, teilt die Stadt Weinstadt mit.

Treffen im Rathaus und vor Ort im Wald

Die Stadt Weinstadt habe den Vorschlag gerne aufgenommen und im September 2021 zu einem großen Runden Tisch geladen mit Vertretern des Forstamts, dem Revierförster, den Bikern sowie Vertretern der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Michael Scharmann.

„Ziel der Besprechung war und ist, ein gegenseitiges Verständnis für die Bedürfnisse jeder Nutzergruppe zu fördern und gleichzeitig eine Lösung zu finden, die für alle akzeptabel ist“, so Pressesprecherin Claudia Leihenseder. Der Plan sei, die bisher vorhandenen Trails zu reduzieren und einige davon als legal zu etablieren. Dazu seien nach dem Termin vor Ort im Rathaus Beutelsbach auch Treffen im Wald organisiert worden.

Trail in Gundelsbach, Strümpfelbach und Beutelsbach geplant

Ende November gab es laut Stadt eine Begehung bei Gundelsbach mit dem Revierförster, Jagdpächter, einem Vertreter der Biker sowie der Stadt. „Das Gespräch war einvernehmlich, der bestehende Trail wird erhalten“, so die Pressesprecherin.

Jetzt im Februar soll es Begehungen in Strümpfelbach und Beutelsbach geben, zu denen nicht nur die Teilnehmer des Runden Tisches von September 2021 geladen sind, sondern auch Vertreter von BUND, vom Nabu sowie die entsprechenden Jagdpächter von Strümpfelbach und Beutelsbach.

Die Stadt wolle eine gute Lösung für alle finden, um ein gutes Miteinander im Wald unter Berücksichtigung aller Belange etwa des Naturschutzes sowie der Bedürfnisse der Bevölkerung und der Jäger zu erreichen.

Wer regelmäßig im Wald unterwegs ist, kennt sie gut: die steilen Pfade an den Abhängen, Trails oder Downhillstrecken genannt, die Mountainbiker gerne und nicht selten mit sehr hoher Geschwindigkeit heruntersausen. Was viele nicht wissen: Auf diesen Trails mit dem Fahrrad zu fahren ist verboten.

Nicht nur, weil viele der Pfade illegal angelegt worden sind und teils durch Waldgebiete verlaufen, die dem Wild als Rückzugsgebiete dienen. Sondern auch, weil in Baden-Württemberg die

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