Weinstadt

Weinstadt und seine Baustellen: 2021 werden weitere Straßen saniert

Sperrung
Die Baustelle in der Ortsdurchfahrt in Strümpfelbach im November. © Benjamin Büttner

Die weiß-roten Absperrzäune aus Plastik und die entsprechenden Warnschilder gehören in Weinstadt zum Straßenbild. Immer wird an irgendeiner Stelle gebaut. Im Jahr 2020 gab es diverse Baustellen – zumindest das wird sich auch im neuen Jahr nicht ändern. Wir haben einen Blick auf die künftigen Projekte des Tiefbauamtes geworfen.

Die Redaktion der Waiblinger Kreiszeitung trifft den Leiter des Tiefbauamtes, Markus Baumeister, an der Stelle, wo vor kurzem eine große Baustelle endlich abgeschlossen werden konnte: in der Justinus-Kerner-Straße in Endersbach. Vor wenigen Wochen konnte Baumeister das Projekt abnehmen. Er spricht von einer „Punktlandung“.

Gefahr für Kinder auf dem Schulweg gebannt

Ganze sechs Monate liefen die Arbeiten. Vorher gab es hier zwei schmale Gehwege, jetzt gibt es nur noch einen breiten. Der Weg ist für Endersbach vor allem deshalb wichtig, weil viele Kinder ihn zur Schule nehmen. Jetzt können sie ohne Gefahr zu zweit nebeneinander gehen. Doch diese Änderung war nicht allein ausschlaggebend für die monatelangen Arbeiten. Hier wurden auch der Kanal, die Straße und sämtliche Wasserleitungen erneuert. Eine Maßnahme, die Baumeister außerdem unterstreicht: die Verlegung der neuen Fernwärmeleitungen. Durch sie könne ökologischer geheizt werden, die Wärme werde zentral erzeugt. Die Stadtwerke wollen damit Zug um Zug mehr Haushalte versorgen. Baumeister freut sich, dass dieses Projekt in Endersbach nun abgeschlossen ist.

Anspruchsvoll: Die Sanierung der Remsbrücke

Es war nicht das einzige in diesem Jahr. Die Ortsdurchfahrt in Strümpfelbach wurde im November für Bauarbeiten gesperrt, im selben Ortsteil ist auch die Nonnengasse saniert worden. Darüber hinaus hat das Bauamt im Sommer ein anspruchsvolles Projekt abgeschlossen: die Sanierung der Remsbrücke in Großheppach. Ende März hatte sie begonnen, im August war die Arbeit getan, etwas später als geplant. Allerdings war das Projekt auch teurer geworden. Bei der Vergabe war noch von einem Betrag von rund 330 000 Euro die Rede gewesen, schließlich wurden 420 000 Euro daraus. Es hatte sich während der Arbeiten herausgestellt, dass der Aufwand deutlich größer ist als vorher gedacht. Außerdem musste eine Hauptleitung der Wasserversorgung zusätzlich saniert werden. Auch dies war vorher nicht vorgesehen gewesen.

Doch in Weinstadt stehen auch im neuen Jahr noch eine Menge Projekte an. Zu den nächsten großen Baustellen im öffentlichen Raum gehört laut Markus Baumeister die Beutelsbacher Rossbergstraße. Dort sollen die Wasserleitungen, der Kanal und im Zuge dessen auch die Straße erneuert werden. Dafür ist laut Baumeister eine halbe Million Euro eingeplant. Im Frühjahr soll damit gestartet werden, ganze sechs Monate soll gebaut werden.

Eine Baustelle wird es auch im Irisweg in Endersbach geben. Bei der neuen Kita muss die Wendeplatte erneuert werden. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 180 000 Euro. Nach Ostern soll dort mit den Arbeiten begonnen werden. Fast eine halbe Million Euro ist außerdem für das Bauprojekt im Drosselweg in Strümpfelbach eingeplant. Dort sollen die Wasserleitungen und der Straßenbelag erneuert werden.

Das größte Straßenbauprojekt kostet rund 1,8 Millionen Euro

Doch das größte Projekt von Markus Baumeister mit einer geplanten Summe von 1,8 Millionen Euro ist in Beutelsbach vorgesehen. In der Ulrichstraße stehen umfangreiche Arbeiten am Kanal an. Dieser müsse vergrößert werden, um die Leistungsfähigkeit des Netzes zu erhöhen, erklärt Baumeister. Die Arbeiten seien enorm wichtig, damit das Regenwasser richtig ablaufe. Mit diesen Arbeiten will die Stadt aber erst im Herbst 2021 beginnen, bis ins Jahr 2022 werden sie wohl andauern.

Wenn Anwohner von Bauprojekten betroffen sind, dann werden sie von der Stadt informiert, erklärt Markus Baumeister. Normalerweise gibt es auch sogenannte Anliegerbesprechungen, doch die seien in Zeiten der Pandemie nicht durchführbar. Das sei zwar schade, aber eben derzeit nicht möglich. Die meisten Menschen hätten für die Maßnahmen der Stadt in Sachen Tiefbau aber ohnehin meist großes Verständnis. Diskussionen gebe es eher selten.

Die weiß-roten Absperrzäune aus Plastik und die entsprechenden Warnschilder gehören in Weinstadt zum Straßenbild. Immer wird an irgendeiner Stelle gebaut. Im Jahr 2020 gab es diverse Baustellen – zumindest das wird sich auch im neuen Jahr nicht ändern. Wir haben einen Blick auf die künftigen Projekte des Tiefbauamtes geworfen.

Die Redaktion der Waiblinger Kreiszeitung trifft den Leiter des Tiefbauamtes, Markus Baumeister, an der Stelle, wo vor kurzem eine große Baustelle endlich

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