Weinstadt

Weinstadt: Vor der Kälte noch die Heizung checken - Tipps vom Klimaschutzmanager

Gaszähler
Wer mit Gas heizt, schaut diesen Winter ganz genau hin. © Gabriel Habermann

So mild und fast sommerlich die Temperaturen bis vor kurzem noch waren - wer frühmorgens das Haus verlässt, muss feststellen: Es wird nachts bereits empfindlich frisch.

In der Nacht von Samstag, 5. November, auf Sonntag, 6. November, soll das Thermometer laut Wettervorhersage unter Umständen sogar auf zwei Grad Celsius abfallen. Für den ein oder anderen, der sich bisher erfolgreich vor dem Heizen gedrückt hat, heißt es wohl demnächst: Heizung an.

Mit der eigenen Heizung lassen sich vielleicht noch Kosten sparen

Zwar sind Bund und Länder am Mittwochabend bei ihrem Treffen in Berlin vorerst zu einem Konsens gekommen, was die Entlastungsmaßnahmen für den kommenden Winter angeht. Trotz der Gasabschlagsübernahme und des Preisdeckels ab spätestens März 2023 ist aber immer noch nicht klar: Wie teuer wird es gerade für Gaskunden in den übrigen Monaten?

Zumindest ein bisschen Kontrolle kann wohl jeder selbst ausüben – über das eigene, möglichst effiziente Heizverhalten. Mit diesem Thema hat sich auch die Stadt Weinstadt in einer Reihe von Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt schon ausführlich auseinandergesetzt. Klimaschutzmanager Friedrich Huster hat dabei einige Tipps zusammengetragen - auch dazu, wie Heizungen am besten schon vor der Inbetriebnahme ein klein wenig optimiert werden können.

Luft leitet Wärme schlecht: Heizkörper entlüften

Als Erstes solle man darauf achten, ob zu Beginn der Heizperiode die Heizkörper entlüftet werden müssen, so der Klimaschutzmanager. Das sei gerade dann nötig, wenn diese lediglich im unteren Bereich warm werden und häufig auch ein Gluckern zu hören sei. Denn Luft habe in den Rohren einer Heizung grundsätzlich nichts zu suchen - gerade im Altbau sei das aber sehr oft der Fall.

„Da Luft aber wesentlich schlechter Wärme leitet als das Wasser, beeinträchtigt dies schnell die Effizienz der Heizung“, so Huster. Das Entlüften der Heizkörper kann im Grunde genommen jeder selbst vornehmen, ein paar Kleinigkeiten sind laut Klimamanager aber schon zu beachten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür gibt es zum Beispiel unter www.heizung.de/heizung/tipps.

Alte Heizungspumpen brauchen viel Energie

Nicht ganz so naheliegend, aber ebenfalls wichtig sei es, die Heizungspumpe regelmäßig checken zu lassen. So könne neben Gas im Idealfall sogar auch noch Strom gespart werden, sagt Friedrich Huster: „Alte Umwälzpumpen geben leider immer nur Vollgas und ziehen 70 Prozent mehr Strom als effiziente, neue Geräte.“ Hier seien Stromkostenersparnisse von bis zu 250 Euro pro Jahr möglich: „Bei einem unterstellten Strompreis in 2023 von 50 Cent je Kilowattstunde.“

Schon im Sommer riet die Stadt den Bürgern, vor dem Winter noch eine Heizungswartung in Anspruch zu nehmen. Durch eine gewartete Heizungsanlage könne man Heizkosten in Höhe von 20 Prozent einsparen, außerdem könne bei dieser Gelegenheit gleich ein hydraulischer Abgleich gemacht werden.

Bund fördert Maßnahmen zur Heizungsoptimierung 

In Gebäuden mit mehreren Wohnungen führe der fehlende Abgleich dazu, dass die weiter entfernten Heizkörper nicht richtig warm werden, wohingegen die ganz nahen eher zu stark heizen, erklärt Huster. Das führe zu einer ineffizienten Nutzung der Anlage, ein Profi könne hier gezielt richtig justieren.

Friedrich Huster weist in der Mitteilung außerdem darauf hin, dass die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nicht nur den hydraulischen Abgleich und den Austausch von Heizungspumpen fördert, sondern noch weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung. Bei Maßnahmen mit Kosten ab 300 Euro brutto sei demnach eine Förderung von 20 Prozent möglich.

So mild und fast sommerlich die Temperaturen bis vor kurzem noch waren - wer frühmorgens das Haus verlässt, muss feststellen: Es wird nachts bereits empfindlich frisch.

In der Nacht von Samstag, 5. November, auf Sonntag, 6. November, soll das Thermometer laut Wettervorhersage unter Umständen sogar auf zwei Grad Celsius abfallen. Für den ein oder anderen, der sich bisher erfolgreich vor dem Heizen gedrückt hat, heißt es wohl demnächst: Heizung an.

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