Weinstadt

Weinstadt zieht Bilanz: Reduzierte Weihnachtsbeleuchtung spart viel Geld ein

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Die Weihnachtsbeleuchtung verschlingt jedes Jahr viel Geld – hier am Rathaus in Beutelsbach 2018. © Hardy Zürn

Wegen der Energiekrise hat sich Weinstadt so wie viele andere Kommunen im Kreis auch bei der Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr auf eine stark abgespeckte Version beschränkt. Das erspart der Stadt bares Geld, nicht nur wegen des geringeren Stromverbrauchs.

Der wirtschaftliche Verein „WeinStadtMarketing“ hat dafür in den letzten Jahren jährlich 35.000 Euro aus dem städtischen Zuschuss erhalten. Der Zuschuss war jedoch nicht kostendeckend, so ist in den vergangenen Jahren ein Defizit von rund 19.500 Euro entstanden. Diesen Fehlbetrag kann die Stadt diesen Winter nun aus nicht benötigten Zuschussgeldern decken.

VWU gibt Weihnachtsbeleuchtung ab

Die Organisation und die Abrechnung der Weihnachtsbeleuchtung lagen bisher bei der Vereinigung der Weinstädter Unternehmen (VWU). Eine detaillierte Auflistung über den Abmangel der Weihnachtsbeleuchtung von 2016 bis 2021 hat das Stadtmarketing in der zurückliegenden Sitzung des Gemeinderats vorgelegt. Weil die VWU die Organisation und Abrechnung künftig an die Stadt abgeben wird, entfällt in Zukunft auch das Budget für die Weihnachtsdeko im Zuschuss für das Stadtmarketing.

Weil die Stadt dieses Jahr für die reduzierte Weihnachtsbeleuchtung nur von Kosten in Höhe von 3500 Euro ausgeht - einem Zehntel der bisher jährlich veranschlagten Summe -, hat die VWU beantragt, aus den verbleibenden 31.500 Euro Zuschussgeldern für 2022 das über die Jahre entstandene Defizit in Höhe von immerhin 19.630 Euro zu decken. Der Rest der Summe, immer noch knapp 12.000 Euro, soll dieses Jahr bei der Stadt verbleiben. Ein Vorschlag, dem das Weinstädter Gremium gerne zustimmen konnte.

2020 ganz im Zeichen von Corona

Auf der Tagesordnung stand in der Gemeinderatssitzung aber nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung, sondern auch der Bericht des Marketingvereins über die Verwendung der Zuschussmittel im Jahr 2020 und 2021, außerdem stimmten die Stadträte darüber ab, in welchem Umfang der Wirtschaftsverein in den Jahren 2023 und 2024 erneut finanzielle Zuschüsse von der Stadt bekommen würde.

Der Verein „WeinStadtMarketing“ hat in den Jahren 2020 und 2021 inklusive der 35.000 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung jeweils einen Zuschuss durch die Stadt Weinstadt in Höhe von 50.000 Euro erhalten. 2020 verwendete der Verein die Zuschüsse zur Modernisierung der Weinstadt-Card und für verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der lokalen Händler und Betriebe während der Pandemie. Es wurde zum Beispiel die Website www.zusammenhalten-weinstadt.de erstellt, welche während des Lockdowns auf Liefer- und Abholangebote der örtlichen Betriebe hinwies.

Weiterhin sei Mitte Dezember 2020 kurzfristig ein Portal für den Erwerb von Online-Gutscheinen erstellt worden, unter www.dmz-shop.de/weinstadt-gutscheine.html konnten Gutscheine im Wert von 15, 25 oder 50 Euro verschiedener Weinstädter Betriebe online bestellt und zu Hause ausgedruckt werden. Insgesamt seien laut der zugehörigen Beratungsunterlage der Stadt seitdem Gutscheine im Wert von mehr als 5000 Euro bestellt worden. Auch auf die Option des „Click & Collect“ hat das Stadtmarketing demnach via Werbebannern aufmerksam gemacht.

Eine Internetseite für alle

Weil 2020 allerdings wegen Corona auch die verkaufsoffenen Sonntage und weitere Veranstaltungen der VWU-Ortsvereine entfallen sind, hat der Marketingverein aus den Zuschüssen sogar einige Rücklagen bilden können. Aber auch 2021 standen wieder einige Projekte an, für die die Gelder benötigt wurden.

Erneut stand eine Modernisierung der Weinstadt-Card auf dem Plan, außerdem wurden die Internetauftritte der Einkaufsstraße, der VWU, „Weinstadt für alle“ und „WeinstadtCard“ auf der neuen Homepage www.unserweinstadt.de zusammengeführt. Die neue Internetseite wird seitdem auch organisatorisch über den Stadtmarketing-Verein betrieben.

15.000 Euro Zuschuss in 2023 und 2024

Auch Ende 2021 habe man erneut Rücklagen in Höhe von über 4000 Euro bilden können, da auch im zweiten Pandemiejahr einige Veranstaltungen nicht stattfinden konnten, für die es sonst Zuschüsse vom Marketingverein gab.

Weil der Zuschuss für die Weihnachtsbeleuchtung wegfällt, wird die Stadt den Marketingverein 2023 und 2024 nur noch mit einer Summe von jeweils 15.000 Euro bezuschussen. Dem hat der Weinstädter Gemeinderat zugestimmt. Wesentlich billiger kommt Weinstadt in den kommenden Jahren aber wohl trotzdem nicht weg: Die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung bleiben - nur muss sich die Stadt von nun an selbst darum kümmern.

Wegen der Energiekrise hat sich Weinstadt so wie viele andere Kommunen im Kreis auch bei der Weihnachtsbeleuchtung dieses Jahr auf eine stark abgespeckte Version beschränkt. Das erspart der Stadt bares Geld, nicht nur wegen des geringeren Stromverbrauchs.

Der wirtschaftliche Verein „WeinStadtMarketing“ hat dafür in den letzten Jahren jährlich 35.000 Euro aus dem städtischen Zuschuss erhalten. Der Zuschuss war jedoch nicht kostendeckend, so ist in den vergangenen Jahren ein Defizit von

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