Weinstadt

Weinstadt hat ab Freitag (5.2.) einen eigenen Mietspiegel

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Neue Wohnungen entstehen in Weinstadt in mehreren Stadtteilen. © Pixabay

Die Stadt Weinstadt wird – wenn der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag zustimmt – am Freitag, 5. Februar, ihren ersten eigenen Mietspiegel veröffentlichen, der im vergangenen Jahr eigens erstellt worden ist. Davon berichtet eine aktuelle Pressemitteilung aus dem Rathaus. In dem Mietspiegel zu finden sind unter anderem differenzierte Daten – jeweils aufgeteilt nach einzelnen Ortsteilen und darin wiederum in unterschiedliche Lagen.

Vorgehen nicht mehr zulässig

Bislang hatte die Stadt den einfachen Mietspiegel von Waiblingen mit einer zeitlichen Verzögerung auf Weinstadt übertragen. Allerdings ist diese Vorgehensweise nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs Karlsruhe nicht mehr zulässig – weswegen der Gemeinderat im Mai 2020 für die Erstellung eines eigenen, sogenannten „einfachen Mietspiegels“ für die Stadt Weinstadt votiert hatte. Kostenpunkt: einmalig 6500 Euro mit Fortführungskosten von 2800 Euro alle zwei Jahre.

„Dieser erste eigene Mietspiegel für unsere Stadt soll den Mietern und Vermietern eine aussagekräftige und verlässliche Informationsgrundlage über das Preisniveau im Mietwohnungsmarkt in Weinstadt geben“, wird Oberbürgermeister Michael Scharmann in der Pressemitteilung zitiert.

Vereine haben mitgeholfen

Erstellt wurde der Mietspiegel vom Statistikbüro Stein in Zusammenarbeit mit dem DMB Mieterverein Waiblingen und Umgebung und dem Haus & Grundbesitzerverein Waiblingen, Winnenden und Umgebung.

In dem neuen Dokument wird auf 32 Seiten erklärt, wie der Mietspiegel funktioniert, wo er gilt und wie man etwa unterschiedliche Ausstattungsmerkmale in die Berechnung der Miete mit einbezieht. Auch ein Straßenverzeichnis ist dort zu finden, um auch herauszulesen, in welcher Zone sich das Haus beziehungsweise die Wohnung befindet. „Dieser Mietspiegel informiert somit zuverlässig und transparent über die ortsübliche Vergleichsmiete in Weinstadt und trägt so dazu bei, dass sich die Mietparteien leichter auf eine angemessene Miethöhe einigen können“, wird Michael Scharmann zitiert.

Von Freitag, 5. Februar, an steht der neue Mietspiegel als Druckversion mit einem Berechnungsschema und auch unter diesem Link zur Verfügung.