Weinstadt

Wohnen im Alter in Weinstadt: Bürgerbeteiligung soll bald beginnen

SymbolfotoAlterHeim
Wohnen im Alter: ein großer Themenkomplex © Gaby Schneider

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hat die Verwaltung dem Gremium einen Zwischenstand zum Stadtseniorenplan präsentiert: Mit der Erstellung eines solchen Konzepts hat sich zuletzt unter anderem der Stadtseniorenrat befasst.

Die Ergebnisse sollen künftig die Grundlage eines neuen kommunalen Planungs- und Steuerungsinstruments bilden. Mit diesem möchte die Stadt auf den demografischen Wandel reagieren und in den Bereichen Pflege, Wohnen, Mobilität und soziale Teilhabe den Handlungsbedarf ermitteln und auf die Bedürfnisse älterer Weinstädter eingehen.

Bürgerbeteiligung verzögert sich

Schon seit längerem hätte dazu eigentlich auch eine Bürgerbeteiligung stattfinden sollen, diese sei bisher wegen Corona und einer zeitweise nicht besetzten Stelle im zuständigen Amt jedoch verschoben worden, erklärte Ulrich Spangenberg, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales. Die Bürgerbeteiligung solle aber so bald wie möglich stattfinden.

Ende März haben aber immerhin schon zwei Online-Termine mit einem Fachaustausch stattgefunden, bei dem die vorläufigen Ergebnisse des Stadtseniorenplans mit den Trägern der lokalen Altenhilfe, dem Stadtseniorenrat, den Seniorenkreisen und den Kirchen besprochen und analysiert worden sind.

Präsenzveranstaltung im Mai oder Juni

Diesen Monat soll noch ein Impulspapier basierend auf den Ergebnissen des Fachaustauschs angefertigt werden, im Mai oder Juni soll dann endlich – und hoffentlich in Präsenz – eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung im Rahmen des Audits „Familiengerechte Kommune“ zum Thema Wohnen und Leben im Alter stattfinden können. Dann sollen auch der breiten Bevölkerung die Ergebnisse des Stadtseniorenplans vorgestellt werden.

Bei der Veranstaltung soll laut Stadt auch die generationenübergreifende Bedeutung des Themas im Fokus stehen. Im Sommer und Herbst sollen dann aus dieser Veranstaltung Bürgerwerkstätten gebildet werden, die die verschiedenen Themen im Rahmen von mehreren Treffen weiterentwickeln.

Konzept soll Teil der Stadtplanung werden

Auf dieser Basis will die Stadt dann im Herbst das Handlungskonzept „(Leben und) Wohnen im Alter“ erstellen. Danach, spätestens Anfang 2023, soll das neue Handlungskonzept im Sozial- und Kulturausschuss und anschließend auch im Gemeinderat beraten werden. Als letzter Schritt soll das Handlungskonzept direkt in die Stadtplanung eingebunden werden.

Während des gesamten Prozesses steht der Stadt Weinstadt die Expertin Kerstin Schmidt von „Demografie lokal“ zur Seite. Gerade für die Inanspruchnahme dieser Beratung, aber auch geringfügig für die Veranstaltung und die Bürgerwerkstätten werden einige Kosten anfallen. Die Stadt geht nach aktueller Schätzung von 21.000 bis 30.000 Euro aus.

Den Räten dauert es zu lange

Die Gemeinderäte begrüßten die Pläne der Verwaltung, den Stadtseniorenplan nun endlich voranzubringen. Kritik gab es von mehreren Fraktionen jedoch dafür, dass die Bürgerbeteiligung nicht schon längst stattgefunden hat: Andere Projekte hätten schließlich gezeigt, dass Bürgerbeteiligungsprozesse auch während der Pandemie durchaus möglich gewesen seien, kritisierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrich Witzlinger.

Dem stimmte auch Manfred Siglinger, Chef der GOL-Fraktion, zu. Man dürfe nicht so lange abwarten, sondern müsse parallel zu dem Prozess schon die ärgsten bekannten Missstände in Angriff nehmen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats hat die Verwaltung dem Gremium einen Zwischenstand zum Stadtseniorenplan präsentiert: Mit der Erstellung eines solchen Konzepts hat sich zuletzt unter anderem der Stadtseniorenrat befasst.

Die Ergebnisse sollen künftig die Grundlage eines neuen kommunalen Planungs- und Steuerungsinstruments bilden. Mit diesem möchte die Stadt auf den demografischen Wandel reagieren und in den Bereichen Pflege, Wohnen, Mobilität und soziale Teilhabe den

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