Welzheim

90 000 Aufrufe und 12 000 Besucher auf der Website Welzheim-gegen-Corona

Einzelhandel
Die Nachfrage geht zurück, daher wird „Welzheim-gegen-Corona“ vorerst beendet. © ALEXANDRA PALMIZI

Zu Beginn der Pandemie hatte sich Stadtrat Köngeter die Frage gestellt: Wie werden die Mitbürgerinnen und Mitbürger versorgt, wenn sie zum Beispiel unter Quarantäne stehen oder aus verschiedenen Gründen nicht mehr selbst in der Lage sind, sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Deshalb hat Köngeter zügig eine eigene Einkaufshilfe organisiert und seitdem mit vielen Ehrenamtlichen den Welzheimern und Welzheimerinnen helfen können. Parallel dazu haben sich immer mehr ehrenamtliche Helfer, Vereine und Hilfsorganisationen bereiterklärt zu helfen. Auch mit Unterstützung von heimischen Unternehmen.

„Da die Nachfrage immer weiter zurückgeht, wird Welzheim-gegen-Corona.de den Einkaufsservice jetzt einstellen“, erklärt Piraten-Stadtrat Köngeter. „Das hängt auch damit zusammen, dass gerade für die Einkaufshilfen ehrenamtliche Welzheimer eingesetzt wurden, die längst zu ihren eigentlichen Beschäftigungen zurückkehren.“

Die Welzheimer halten in Corona-Zeit zusammen

„Welzheim mit all seinen Teilorten hat bewiesen, dass wir zusammenhalten können und uns gegenseitig helfen. Unterstützung gab es auch aus Kaisersbach und Alfdorf. Mich hat der Einsatz der Bevölkerung sehr gefreut! Ich denke, einige haben trotz Distanz näher zueinandergefunden und über die eigene Häusles-Grenze geschaut. Seine Nachbarn zu kennen und diesen auch zu helfen, ist wichtig. Ich hoffe, das bleibt so“, so Köngeter.

Köngeter warnt vor einer zweiten Welle

„Bis es einen Impfstoff gibt, hängt die Ausbreitung der Pandemie vom Verhalten der Menschen ab. Wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind schließlich weiterhin in Kraft. Es muss mehr Abstand voneinander gehalten werden, es gibt eine App, viele Menschen tragen einen Mund-Nasen-Schutz, viele achten mehr auf die Hygiene. Das scheint aktuell auszureichen, um die Zahlen niedrig zu halten. Wahrscheinlich trägt auch dazu bei, dass wir uns im Sommer mehr im Freien aufhalten, wo sich das Virus schlechter überträgt. Kehren wir wieder zu dem Verhalten von Anfang des Jahres zurück, könnten die Zahlen ebenso schnell wieder ansteigen – das Virus ist seither nicht weniger bedrohlich geworden“, erläutert Köngeter besorgt.

„Ich bin mir aber sicher, alle Ehrenamtlichen wären wieder im Einsatz, wenn es doch wieder schlimmer wird. Wir hoffen aber, dass wir alle davon verschont bleiben.“ Am Ende dankt Köngeter noch allen, die sich in diesen Zeiten engagieren und engagiert haben. Jetzt, da die Einkaufshilfe und die Website auslaufen, gilt der besondere Dank aber auch dem Ordnungsamt, Erziehern und Erzieherinnen an der Corona-Hotline, allen anderen in der Stadtverwaltung und vor allem den Einkäufern und Einkäuferinnen, welche diesen Service unterstützt haben.

Bürgermeister Thomas Bernlöhr dankt Stadtrat Philip Köngeter

„Die Blumen und den Dank für das Engagement gebe ich natürlich postwendend und im Namen aller Bürgerinnen und Bürger zurück an Sie! In der akuten Phase der Krisenbewältigung war das sehr schnelle Aufsetzen der Website quasi über Nacht ein großer Vorteil und eine große Hilfe, auch für uns als Stadtverwaltung. Herzlichen Dank für Ihr Engagement, das Sie ehrenamtlich nicht nur beim Aufbau, sondern auch in der Vermittlung von Angebot und Nachfrage kontinuierlich an den Tag gelegt haben“, äußert sich Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr direkt an Philip Köngeter.

Digitale Plattform eine große Hilfe in der Corona-Krise

„In jeder Krise liegen auch immer Chancen – wenn Menschen sie beherzt ergreifen. Die digitale Plattform hat dabei eine wichtige Grundlage gelegt. Ganz generell hat die coronageprägte Zeit der letzten Monate durch die Hilfsaktion sicher eine positivere Färbung erhalten. Geben Sie diesen Dank gerne an alle weiter, die Sie hinter den Kulissen unterstützt haben“, so Bernlöhr.

Info

Über 80 Welzheimer haben sich freiwillig gemeldet und einen Einkaufsservice, Botengänge oder auch Telefondienst angeboten.

Über 30 Welzheimer nahmen den Einkaufsservice in Anspruch, weil sie zur Risikogruppe zählen.

Über 36 Geschäfte/Restaurants haben online auf der Website ihren Lieferservice oder die aktuellen Öffnungszeiten präsentiert.

Über 12 000 Besucher und über 90 000 Aufrufe gab es auf der Website. Die meisten wanderten auf die Liste des Einzelhandels oder der Welzheimer Restaurants.

Sollte es zu einer zweiten Welle kommen, dann wird die Website natürlich wieder ins Leben gerufen, denn in Welzheim ist Nachbarschaftshilfe sehr großgeschrieben.

Zu Beginn der Pandemie hatte sich Stadtrat Köngeter die Frage gestellt: Wie werden die Mitbürgerinnen und Mitbürger versorgt, wenn sie zum Beispiel unter Quarantäne stehen oder aus verschiedenen Gründen nicht mehr selbst in der Lage sind, sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Deshalb hat Köngeter zügig eine eigene Einkaufshilfe organisiert und seitdem mit vielen Ehrenamtlichen den Welzheimern und Welzheimerinnen helfen können. Parallel dazu haben sich immer mehr ehrenamtliche Helfer, Vereine

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