Welzheim

Ansturm auf die Badeseen: Zufahrtswege zum Aichstrutsee wegen Überfüllung gesperrt - Lage am Ebnisee lange kritisch

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Der Aichstrutsee in Welzheim ist wegen den heißen Temperaturen komplett überfüllt. © ZVW/Gabriel Habermann

Die Stadt Welzheim hat am Sonntagmittag (09.08.) die Zufahrtswege zum Aichstruter Badesee wegen Überfüllung sperren lassen. Das teilte die Stadtverwaltung um 13.15 Uhr auf Facebook mit. Polizei und Sicherheitskräfte vor Ort überwachten die beiden städtischen Zufahrtsstraßen, auch die Schleichwege wurden gesperrt.

"So können wir die Lage kontrollieren und müssen den See nicht komplett sperren", begründete Bürgermeister Thomas Bernlöhr die getroffene Maßnahme. Wann die Zufahrtsstraßen zum Aichstrutsee wieder geöffnet werden können, war zunächst noch unklar. Um 17.30 Uhr gab die Stadt dann Entwarnung: Der See sei nun für neue Badegäste wieder geöffnet.

Am Ebnisee drohte eine identische Situation

Auch am Ebnisee war die Lage lange kritisch. "Stand jetzt geht es noch", sagte Bürgermeisterin Katja Müller am Sonntagnachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion. Wenn aber wie am Samstag alle Badegäste, die nicht mehr zum Aichstrutsee kommen, zum Ebnisee ausweichen, gebe es eine Überfüllung - und Konsequenzen. 

Zunächst habe Müller im Notfall nur die Möglichkeit gesehen, den See komplett sperren zu lassen - mit Hilfe der Polizei. Nach eingiebiger Beratung mit den Beamten habe man sich aber dazu entschlossen, den Ebnisee nicht räumen zu lassen, so die Bürgermeisterin. Sollten weitere Autos kommen - und sollten diese aufgrund der angespannten Parkplatzsituation verbotenerweise auf der Landesstraße parken - werde "die Polizei die Straße in beide Richtungen sperren." Doch auch das war am Ende des Tages nicht notwendig.

Es muss ein Konzept für die Badeseen her

Obwohl das Wochenende noch glimpflich verlaufen sei, bleibe die Situation an den Badeseen weiterhin eine Gradwanderung, so Katja Müller. Dass der Ebnisee im Vergleich zum Aichstrutsee oder dem Plüderhäuser Badesee keine großen Liegeflächen habe, sei von Vorteil, so die Bürgermeisterin. Trotzdem müsse dringend eine Entscheidung her, wie man in Zukunft mit dem Besucher-Ansturm am Ebnisee umgehen könne.