Welzheim

Badeinsel, Dirtpark, Jugendzentrum: Welzheimer Jugend hat klare Vorstellungen

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Eine Badeinsel oder einen Sprungturm im Aichstrutsee wünschen sich die Jugendlichen in Welzheim von der Stadtverwaltung. © Zürn

„Mach Welzheim zu deinem Ding.“ Unter diesem Motto hatten Kreisjugendamt und Stadt am Dienstag ihre Jugend zum Gespräch eingeladen. Im Rahmen des Projekts „Jung sein in der Kommune“ wollte die Stadt damit „den Auftakt für eine regelmäßige Jugendbeteiligung machen und den Jugendlichen die Chance geben, sich aktiv in ihre Kommune einzubringen“, so die diesbezügliche Pressemitteilung.

Es wuselte nur so vor Umtriebigkeit am Spätnachmittag im Pausenhof der Bürgfeldschule. Der Hof selbst, die Treppe, die Musikanlage der DJs Ben und Moritz sowie Eis- und Getränkestand waren trotz coronabedingter Spaßbremsen dicht umlagert. Und mitten drin die Schulleiter Michael Huy und Alexandra Trischler sowie der Kristallisationspunkt, Hausmeister Ronny Müller, im Alltag Vertrauter, Beichtvater, Kamerad und Notnagel weit über den Schulalltag hinaus. Nicht nur Kinder und Jugendliche, selbst heranwachsende junge Erwachsene hatten das Angebot angenommen, mit „der Stadt“ ins Gespräch zu kommen. Die wiederum war vertreten von Bürgermeister Thomas Bernlöhr, den Gemeinderäten Birgit Macha, Alexandra Veit, Markus Fritz und Philipp Köngeter sowie den für die Jugend zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung.

Das Leben von Jugendlichen und jungen Erwachsenen einerseits und die Kommunalpolitik seien normalerweise zwei Welten, die nur wenige Berührungspunkte aufwiesen, so Bürgermeister Bernlöhr. Dies treffe allerdings nur für die Frage zu, wie intensiv man miteinander spreche, schränkte er zugleich ein, nicht aber für die Fragen „Wer macht was für wen?“ „Wer nutzt welche Räume?“ Umso mehr sollten Stadtpolitik und junge Erwachsene sowie Jugendliche miteinander im Dialog sein. Dies gelte gerade jetzt, nachdem gemeinsam draußen unterwegs zu sein und gemeinsam Dinge zu unternehmen lange nicht möglich war. Die Pandemie habe alle eingeschränkt, für junge Erwachsene, die gerade selbstständig ihr Leben in die Hand nehmen, sei dies besonders belastend gewesen. Deshalb mache es nach dieser Zäsur noch mehr Sinn als sonst, miteinander in regelmäßigen Abständen zu sprechen. Und - versprach das Stadtoberhaupt - „heute wollen wir vor allem zuhören!“

Vier Themenschwerpunkte vorbereitet

Insgesamt vier Themenschwerpunkte hatte die Stadtverwaltung vorbereitet, zu denen Welzheims Jugend an diesem Abend zu Wort kommen sollte: die Ausgestaltung des Aichstrutsees, des Röthelfeldes und der Innenstadt rund um das Schulzentrum und, last but not least, eine Kreativwerkstatt, in der Streetworkerin Maria Sittart Vorschläge und Ideen sammelte. Die so zusammengekommenen Ideen und Anregungen: ein offenes WLAN, das auch funktioniert, bessere Busverbindungen, eine Badeinsel oder ein Sprungturm und mehr Toiletten am Aichstrutsee, ein Pumptrack im Röthelfeld, ein E-Scooter-Verleih, die Verschönerung des Schulzentrums durch wetterfeste Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie ein Rückzugsraum. Besonders beeindruckt zeigte sich Bürgermeister Bernlöhr davon, dass sich eine Gruppe junger Erwachsener zusammengefunden hatte, die für die Skateranlage bereits ganz konkrete Verbesserungsvorschläge und Pläne entwickelt hatte und auch der Stadtverwaltung als Gesprächspartner zur Verfügung stehe. Ein großes Lob schickte er an die Arbeitsgruppe, die den Dirtpark an der Umgehungsstraße bereits auf Vordermann brachte. Bernlöhr lud ausdrücklich die Jugendlichen dazu ein, bei der Stadt vorzusprechen und das Jugendzentrum in der Silcherstraße unter ihre Fittiche zu nehmen. Die Räumlichkeiten seien nach wie vor vorhanden und würden zu diesem Zweck für die Jugendlichen vorgehalten.

Als besonderes Event während „der schönsten sechs Wochen des Jahres“ kündigte er an, dass vom 25. bis 29. August zwischen Galluskirche und Grünem Baum ein offener „Soccer Court“ installiert werde. Für den 29. sei zudem ein Turnier vorgesehen.

„Mach Welzheim zu deinem Ding.“ Unter diesem Motto hatten Kreisjugendamt und Stadt am Dienstag ihre Jugend zum Gespräch eingeladen. Im Rahmen des Projekts „Jung sein in der Kommune“ wollte die Stadt damit „den Auftakt für eine regelmäßige Jugendbeteiligung machen und den Jugendlichen die Chance geben, sich aktiv in ihre Kommune einzubringen“, so die diesbezügliche Pressemitteilung.

Es wuselte nur so vor Umtriebigkeit am Spätnachmittag im Pausenhof der Bürgfeldschule. Der Hof selbst,

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