Welzheim

Bei der ersten Schnelltestaktion am Welzheimer Limes-Gymnasium gab es keinen positiven Corona-Fall

Schnelltest
Der Schnelltest machte den Schülerinnen und Schülern am Limes-Gymnasium Spaß. Niemand hatte mehr Angst. Und das Positive: Alle Tests waren negativ. © Gabriel Habermann

Leichte Verunsicherungen, teilweise auch Angst war den Schülerinnen und Schülern des Limes-Gymnasiums in Welzheim vor den ersten Schnelltests in der Schule anzumerken. Doch Studiendirektorin Edeltraud Grassmann sowie Apotheker Christian Köstlin führten den Schnelltest professionell durch, so dass am Ende niemand mehr Angst hatte und alle Mädchen und Jungs ihren ersten Schnelltest hinter sich hatten. Das Positive gleich vornweg: Alle Schülerinnen und Schüler wurden negativ auf das Coronavirus getestet.

Zweimal pro Woche werden die Schüler im Limes-Gymnasium sowie die Lehrer und alle anderen Mitarbeiter innerhalb der Schule getestet. Natürlich nur, wer auch zustimmt. Gezwungen wird niemand. Und das Limes-Gymnasium hat als erste Welzheimer Schule diese Schnelltests besorgt. Auch bei der Stadtverwaltung hat das Limes-Gymnasium dafür gesorgt, dass nun alle Welzheimer Schulen und Kitas in Zukunft mit Schnelltests versorgt werden.

Kur-Apotheke und Limes-Gymnasium machen die ersten Tests

„Wir waren die Ersten und wir sind der Stadt Welzheim dankbar, dass nun alle Schulen und Kindergärten diese Möglichkeit bekommen. Bürgermeister Bernlöhr war sofort mit im Boot, nachdem ich angerufen hatte. Und wir danken der Welzheimer Kur-Apotheke mit Inhaber Christian Köstlin, der die ersten Schnelltests für das Limes-Gymnasium am Montagvormittag besorgte und mit seinem Team unter Anleitung die Schülerinnen und Schüler auf die Tests vorbereitete“, berichtet Edeltraud Grassmann. Dabei war es laut Köstlin nicht so einfach, die Tests zu bekommen: „Es hat aber alles noch funktioniert bei der Lieferung, nachdem zunächst nur die langen Stäbchen, wie beim PCR-Test, geschickt wurden“, so Köstlin.

Zusätzlich zu den Schnelltests hat das Limes-Gymnasium von der Firma ELT aus Rudersberg eine Luftreinigungsanlage für den Aufenthaltsraum bekommen. Der stellvertretende Schulleiter Rüdiger Wolff sagt: „Aktuelle Studien belegen, dass Luftreiniger die Konzentration der Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich absenken und somit die vom Virus ausgehende Ansteckungsgefahr minimieren.“

Zurück zu den Schnelltests: „Innerhalb von vier Tagen hatten wir es geschafft, diese Schnelltestaktion zu organisieren. Wir haben hier einen Stein ins Rollen gebracht für alle anderen Welzheimer Bildungseinrichtungen“, so Grassmann. Zweimal in der Woche werden nun alle Schüler des Limes-Gymnasiums samt den Lehrern getestet. Die Eltern wurden per Brief informiert.

„Wer sich nicht testen lassen möchte, muss es auch nicht. Wir klären aber auf, und es sind im Schnitt pro Klasse drei Kinder, die sich nicht testen lassen möchten“, erklärt Grassmann. Also rund 400 Schnelltests in der Woche gibt es am Limes-Gymnasium. Was passiert, wenn ein Schüler sich nicht testen lassen möchte? „Nichts. Jeder darf selbst entscheiden. Wir wollen eine große Zahl Tests haben, um die Schule weiter offen lassen zu dürfen. Es sind daher nur wenige Schüler, die nicht mitmachen möchten. Die Tests werden im Klassenzimmer gemacht. Es sind Tests mit dem Stäbchen für die Nase, jedoch nicht wie beim PCR-Test mit den langen Stäbchen, sondern nur mit den kleineren Stäbchen, die man sich selbst in die Nase stecken kann“, erklärt Rüdiger Wolff.

Wenn die Schüler getestet werden und ein positiver Fall auftreten sollte, dann gibt es ein klares Vorgehen: „Dieser Schüler geht mit seiner Maske und einem Lehrer in einen separaten Raum. Die Eltern werden informiert und holen ihr Kind ab. Und dann folgt der PCR-Test. Denn nur bei einem positiven PCR-Test ist der Schüler auch positiv auf Corona getestet. Ein positiver Schnelltest bedeutet nämlich nicht, dass man das Coronavirus in sich trägt“, sagt Edeltraud Grassmann, die hier auch immer wieder die Schülerinnen und Schüler darauf hinweist: „Schnelltests sind fehlerhaft. Daher darf man auch nicht die Masken abnehmen, wenn alle Schüler aus einer Klasse negativ getestet werden.“ Wie funktioniert nun dieser Schnelltest in den Klassenzimmern?

Apotheker Christian Köstlin von der Welzheimer Kur-Apotheke erklärte zunächst den Schülern, was vor ihnen auf dem Tisch liegt. Nämlich ein Stäbchen, dann die Lösung, in die das Stäbchen reinkommt, und die Testkassette. Zunächst wurde die Testkassette ausgepackt. „Bitte so vor sich hinlegen, dass das S vor euch unten zu sehen ist“, beschreibt Köstlin den kompletten Vorgang. Das Stäbchen muss dann in beide Nasenlöcher eingeführt werden, „aber nur so weit, bis es etwas kitzelt, und dann etwas in beiden Nasenlöchern herumfahren mit dem Stäbchen“, so der Apotheker. Wenn etwas die Tränen kommen, sei das nicht schlimm. „Das ist ein normaler Reflex“, erklärt Christian Köstlin. Das Stäbchen muss dann in die Lösung gesteckt werden, anschließend folgen drei Tropfen auf das freie Feld unten an der Testkassette. „Es kann nun bis zu 15 Minuten dauern, bis ein Ergebnis vorliegt“, so der Apotheker. Wenn der Streifen rosa wird, ist alles in Ordnung, dann reagiert die Probe durch die Färbung. „Auf der Testkassette sind zwei Buchstaben zu sehen. Wenn der Test funktioniert hat, zeigt es bei C einen Strich an. Den Strich muss es anzeigen, sonst müsste man den Test wiederholen. Sollte bei T ein zweiter Streifen hinzukommen, dann wäre dieser Schnelltest positiv und man müsste mit einem PCR-Test abklären, ob wirklich eine Corona-Infektion vorliegt“, sagt Köstlin.

Die Hoffnung ist, dass mit den Schnelltests Schulen offen bleiben

Bei der ersten Schnelltestaktion gab es keinen positiven Corona-Fall am Limes-Gymnasium. „Wir machen diese Aktionen, damit die Schüler weiter zur Schule kommen können und alle mehr Sicherheit haben“, äußert sich Grassmann. Und auch die Schüler, die sich nicht testen lassen wollten, haben nach den ersten Tests gesehen, dass man keine Angst haben muss. „Es tut nicht weh“, so Köstlin. Alle hoffen, dass in Zukunft mit Schnelltests sichergestellt wird, dass die Schulen offen bleiben dürfen. Die Schüler wollen hier unterrichtet werden.

Leichte Verunsicherungen, teilweise auch Angst war den Schülerinnen und Schülern des Limes-Gymnasiums in Welzheim vor den ersten Schnelltests in der Schule anzumerken. Doch Studiendirektorin Edeltraud Grassmann sowie Apotheker Christian Köstlin führten den Schnelltest professionell durch, so dass am Ende niemand mehr Angst hatte und alle Mädchen und Jungs ihren ersten Schnelltest hinter sich hatten. Das Positive gleich vornweg: Alle Schülerinnen und Schüler wurden negativ auf das Coronavirus

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