Welzheim

Bild des Welzheimer Stadtparks wird sich nach Baumfällungen ändern

Baum
Den Spitzahorn vor dem Welzheimer Polizeiposten gibt es nicht mehr. © Hinderberger

20 Bäume müssen dieses Jahr im Stadtgebiet gefällt werden. Meistens aus Altersgründen oder Sicherheitsgründen. So wurden bereits die Eiche in der Murrhardter Straße sowie der Spitzahorn vor dem Welzheimer Polizeiposten gefällt. „Es ist nicht schön, wenn alte Bäume, die das Stadtbild über Jahrzehnte mit prägten, nun nicht mehr da sind. Aber es bleibt uns keine andere Wahl“, äußerte sich Jan Wölfl, Sachgebietsleiter Hochbau in der vergangenen Bau- und Verwaltungsausschusssitzung in Welzheim.

Folgende prominente Bäume müssen noch gefällt werden oder wurden bereits umgesägt. Am Gottlob-Bauknecht-Platz der Bergahorn, am Alten Friedhof die Scheinzypresse, im Ostkastell die Säulen-Hainbuche, bei der Minigolfanlage zwei Rotfichten, im Biergarten die Rosskastanie, im Friedhof Breitenfürst die Birke und im Welzheimer Stadtpark ebenfalls einige Birken. „Unsere Bäume haben wie die Menschen nur ein begrenztes Leben. Daher möchte ich schon jetzt darauf hinweisen, dass in den nächsten Jahren vor allem zahlreiche Bäume im Stadtpark gefällt werden müssen“, berichtet Wölfl.

Das Bild des Welzheimer Stadtparks wird sich definitiv ändern

Bürgermeister Thomas Bernlöhr möchte eine Gesamtkonzeption für den Stadtpark in den nächsten Jahren schaffen. Bernlöhr sagt: „Wir sprechen hier nicht von zehn oder 20 Bäumen, es wird hier ein viel größerer Einschnitt kommen und das Bild im Stadtpark deutlich verändern. Daher müssen wir uns überlegen, wie der Stadtpark dann aussehen soll. Mit grünen Wiesen, oder wieder mit Bäumen oder beides, oder gibt es ganz andere Ideen.“

Viele der Bäume im Stadtpark sind schon 100 Jahre alt oder älter. „Daher müssen wir uns ein Konzept überlegen, ob wir dann mehr grüne Wiesen haben wollen oder wieder Bäume, ob die Bäume von klein auf wachsen sollen oder schon ältere Bäume gepflanzt werden sollen. Das ist dann auch alles noch eine Preisfrage. Fakt ist aber, dass das Bild des Stadtparks sich ändern wird in den nächsten Jahren“, so Jan Wölfl.

Nicht die Mammutbäume oder die Bäume beim Trimm-dich-Pfad

Die Stadtverwaltung Welzheim ist aber nicht für die Mammutbäume oder die Bäume entlang des Trimm-dich-Pfades zuständig – „da diese sich im Staatswald befinden“, so Pressesprecher Uwe Lehar –, sondern nur für die einzelnen Bäume im Stadtgebiet oder eben städtische Baumgruppen, so wie im Stadtpark, also rund um den Römerspielplatz und den Biergarten. „Hierfür möchten wir ein Gesamtkonzept erarbeiten und sammeln Ideen“, berichtet Jan Wölfl. Die Gemeinderäte werden sich für den Stadtpark zusammen mit den Bürgern und der Verwaltung in den nächsten Jahren ein solches Gesamtkonzept überlegen müssen.

Das Bild rund um die Laufenmühle ändert sich auch

Viele Bäume werden derzeit und in den nächsten Jahren auch rund um die Laufenmühle gefällt werden müssen. Hierfür ist das Forstamt Backnang zuständig und die Leiterin Dagmar Wulfes erklärt: „Die Dürre und die Trockenheit machen uns sehr zu schaffen. Daher wollen wir statt der kranken Fichten und Tannen auch wieder Eichen und Douglasien in den Welzheimer Wald bringen, um eine größere Mischung zu erzeugen, und so nachhaltiger agieren zu können.“

Hier werde es sicher in den nächsten Jahren immer wieder größere freie Flächen zu sehen geben, „aber es wird wieder Wald wachsen und die freien Flächen können ja auch etwas Schönes haben, nämlich eine ganz andere Aussicht“, so Wulfes. Wichtig ist aber, dass hier nur Baumbestände wegkommen, die krank sind und „bei einer nächsten Katastrophe umfallen würden“, so Wulfes, oder eben auch Bäume an Wegen, die aus Sicherheitsgründen nicht mehr stehen bleiben könnten. „Wenn ein Ast oder Baum auf einen Menschen fällt, ist es zu spät“, so Dagmar Wulfes.

20 Bäume müssen dieses Jahr im Stadtgebiet gefällt werden. Meistens aus Altersgründen oder Sicherheitsgründen. So wurden bereits die Eiche in der Murrhardter Straße sowie der Spitzahorn vor dem Welzheimer Polizeiposten gefällt. „Es ist nicht schön, wenn alte Bäume, die das Stadtbild über Jahrzehnte mit prägten, nun nicht mehr da sind. Aber es bleibt uns keine andere Wahl“, äußerte sich Jan Wölfl, Sachgebietsleiter Hochbau in der vergangenen Bau- und Verwaltungsausschusssitzung in

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