Welzheim

Bleibt die Rienharzer Straße in Welzheim weiter gesperrt?

Geteiltes Echo nach Straßensperrung_0
Durchfahrt vorerst nicht möglich: Von der Rienharzer Straße führt momentan kein Weg für Autos Richtung Zentrum. © ZVW/Mathias Ellwanger

Vor der Welzheimer Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Dezember, um 17 Uhr in der Eugen-Hohly-Halle schickten Dr. Wolfgang Greiner und Ralph Ehmann den Gemeinderäten und der Stadtverwaltung einen Brief mit einer Unterschriftenliste zum Thema „Sperrung der Rienharzer Straße“, über die der Gemeinderat nach einem gültigen Befangenheitsantrag neu entscheiden muss.

In dem Brief steht: „Dieser Nachricht angeschlossen erhalten Sie die Unterschriftenliste zur Sperrung der Rienharzer Straße. Einhundertzwölf (112) direkte Anwohner, Welzheimer Geschäftsleute, Bürger und Wähler haben mit ihrer Unterschrift bestätigt, dass sie mit der geplanten Sperrung in keiner Weise einverstanden sind. Fast alle direkt Betroffenen haben unterschrieben. Die Einfahrt vom Kirchplatz in die Rienharzer Straße ist kein Sicherheitsrisiko. Schüler, die alleine mit dem Bus zur Schule fahren können, haben bereits ein so hohes Einschätzungsvermögen, um eventuelle Gefahren erkennen zu können. Viel größer ist die Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich Burgstraße/Schulstraße und in der Lindenstraße.

Die Feuergasse mit absolutem Halteverbot in der Rienharzer Straße beeinträchtigt in unzumutbarer Weise den direkten Zugang zu rund zehn Wohnungen in diesem Bereich. Es sind Wohnungen mit sehr günstigen bis moderaten Mieten und teilweise betagten Bewohnern in diesem Innenstadtquartier betroffen. Die Verkehrsbehörde erlaubt keine Tische und Stühle vor den Pollern. Deshalb ist die in Aussicht gestellte Erweiterung der Außenfläche der Eisdiele nicht möglich. Fahrzeuge fahren weiterhin zwischen der Terrasse der Eisdiele und der Bushaltestelle zu 20 öffentlichen Stellplätzen, Kundenparkplätzen und Garagen zwischen Café Trissler und Gebäude Rienharzer Straße 1. Die Durchfahrt Äderlingstraße/Schlossgartenstraße wurde vor Jahren als Sicherheitsrisiko geschlossen und jetzt trotzdem wieder eröffnet. Ein Konzept der Stadt zur städtebaulichen Entwicklung des Quartiers als Fußgängerzone, etwa im Rahmen der Stadtsanierung - wie die Überschrift der Sitzungsvorlage andeuten will - ist nicht vorhanden. Auf diese Gesichtspunkte geht die Sitzungsvorlage nicht oder nur völlig unzureichend ein. Bitte berücksichtigen Sie bei der Entscheidung den souveränen Willen der direkt betroffenen Bürger.“