Welzheim

Buch zu Mutter-Sohn-Ansichten: Welzheimerin Mechthild Friz und Sohn schrieben mit

Mechthild Friz
„Morgen ist heute auch schon gestern“, so heißt ein Buch, das auch Texte von Mechthild Friz und ihrem Sohn Kornelius enthält. © Gabriel Habermann

Sie ist zurück: Mechthild Friz, nun Pfarrerin im Ruhestand, wohnt wieder in Welzheim. Zuvor hatte sie 13 Jahre lang in Göppingen gelebt. Dort war sie Pfarrerin in der Reuschgemeinde, bis sie zum 1. Dezember in den Ruhestand ging. Bereits im November kehrte sie zurück in die Limes-Stadt, wo sie viele Jahre gewohnt hat.

Viele Jahre des Berufslebens im Welzheimer Wald und in Rudersberg verbracht 

Mechthild Friz ist im Welzheimer Wald vielen bekannt, hat sie doch viele Jahre ihres Berufslebens hier und in Rudersberg verbracht. Gleich ihr erster Arbeitsauftrag hatte sie nach dem Vikariat nach Pfahlbronn geführt, wo sie mit Unterbrechungen zwei Jahre tätig war. Es folgten sechs Jahre Familienzeit. Danach arbeitete die dreifache Mutter sieben Jahre als Pfarrerin in Alfdorf. Im Jahr 2000 zog es sie als Pfarrerin nach Rudersberg-Oberndorf. 2008 wechselte sie nach Göppingen und blieb bis vor kurzem.

Kabarettfreunde kennen die 65-Jährige zudem als Mitglied der Gruppe „Pfaffenpfeffer“, einem Ensemble mit Geistlichen, das auch hierzulande auftrat.

Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau

Von Mechthild Friz ist hier weniger bekannt, dass sie auch journalistisch tätig war. Sie hat Texte für eine Kolumne geschrieben, die im Magazinteil der Südwestpresse erschienen ist. Mechthild Friz hat sich an diesem Teamprojekt mit ihrem Sohn Kornelius beteiligt. Er heißt inzwischen Kornelius Luther und war in jüngeren Jahren Schülersprecher am Limes-Gymnasium. Der 31-Jährige arbeitet jetzt als Dramaturg am Anhaltischen Theater in Dessau.

„Klopf’ doch mal an, da könnten wir doch mitmachen“

Die Tageszeitungsredakteurin Iris Humpenöder hatte im Frühjahr 2016 die Idee, Mutter-Sohn-Ansichten in einer Kolumne zu thematisieren. Sie und ihr Sohn Urs, inzwischen Doktorand, machten sich ans Werk. Mechthild Friz als passionierte Zeitungsleserin las in Göppingen die Kolumne im Magazinteil der Südwestpresse. Sie kannte den Namen der Autoren: Urs Humpenöder und ihr Sohn Kornelius haben zusammen in Hildesheim und Leipzig studiert.

Was Mechthild Friz las, gefiel ihr. „Klopf’ doch mal an, da könnten wir doch mitmachen“, sagte sie zu ihrem Sohn. So geschah es. Bis 2020 erschienen insgesamt 117 Kolumnen, etwa 45 davon gehen auf Mechthild Friz und ihren Sohn zurück, schätzt sie. Eine Auswahl aus den Texten der Kolumne ist vor einem Jahr in einem Büchlein mit dem Titel „Morgen ist heute auch schon gestern - Mütter und Söhne über Früher und Heute“ erschienen.

Mitten im Film musste die Filmrolle gewechselt werden

Wer in dem Büchlein stöbert, findet bekannte Situationen aus der Perspektive von zwei Generationen erzählt. Etwa von Mechthild Friz den Kinobesuch sonntagnachmittags in den „Schlosslichtspielen“. Man sah gern „Die Lümmel von der ersten Bank“ oder „Hurra, die Schule brennt“, während man für „Doktor Schiwago“ bereits 16 sein musste. Der erste Kinofilm von Sohn Kornelius hieß „Asterix und Obelix gegen Caesar“. Und für gewöhnlich musste mitten im Film die Filmrolle gewechselt werden.

Man erinnert sich und erkennt sich als Leser wieder in den Textpaaren

So taucht man ein in Alltagssituationen in der jeweiligen Generation, erinnert sich und erkennt sich als Leser wieder in den Textpaaren der zwei Mutter-Sohn-Teams. Anschaulich, humorvoll, pointiert, auch nachdenklich und reflektiert, geht es etwa ums Kranksein daheim, um Werbefiguren wie Tante Tilly und Youtube-Stars, um einen geliehenen Schwarz-Weiß-Fernseher für die Olympischen Spiele 1964, der sogar abschließbar war, versus Kabelfernsehen und Champions League, um Wege aus dem heimischen Nest in die Welt, Mobilität und Auslandsaufenthalt und vieles mehr, damals und - auch schon nicht mehr nur heute. „Die 90er Jahre sind auch schon wieder her“, sagt Mechthild Friz über die Perspektive der Söhne.

Seit zwei Jahren arbeitet Mechthild Friz an einem Kinderbuch

Das Schreiben hat ihr Spaß gemacht. Als Pfarrerin hat Mechthild Friz viele Predigtseminare besucht und natürlich etliche Predigten verfasst. Ihr Sohn Kornelius brachte bereits journalistische Erfahrung mit. Er war bei Poetry-Slams aufgetreten und hatte von 2015 bis 2019 unter anderem für die "taz" und die "FAZ" als Theater- und Musikkritiker gearbeitet.

Als Pfarrerin im Ruhestand hat Mechthild Friz künftig etwas mehr Zeit. Und man darf gespannt sein: Seit zwei Jahren arbeitet sie an einem Kinderbuch, verrät sie. Kindergeschichten sollen es werden, zwölf an der Zahl, „für jeden Monat eine“. Die vier Enkel werden sicher auch für Inspiration sorgen.

Sie ist zurück: Mechthild Friz, nun Pfarrerin im Ruhestand, wohnt wieder in Welzheim. Zuvor hatte sie 13 Jahre lang in Göppingen gelebt. Dort war sie Pfarrerin in der Reuschgemeinde, bis sie zum 1. Dezember in den Ruhestand ging. Bereits im November kehrte sie zurück in die Limes-Stadt, wo sie viele Jahre gewohnt hat.

Viele Jahre des Berufslebens im Welzheimer Wald und in Rudersberg verbracht 

Mechthild Friz ist im Welzheimer Wald vielen bekannt, hat sie doch

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