Welzheim

Das bietet das neue Programm der Kultursäule Welzheim

Kultursaeule
Sie haben für 2022 geplant: Ulla Keller von der Welzheimer Kultursäule (links) und Anne Rößle, bei der Stadtverwaltung für die ehrenamtliche Kulturarbeit zuständig. © Büttner

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, wusste schon Pablo Picasso. Und Hand aufs Herz: Wer kann so ein „Waschprogramm“ derzeit nicht vertragen? Die Kultursäule Welzheim bietet Gelegenheit dazu und hat für dieses Jahr ein vielversprechendes Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Den Auftakt hat am Samstag „Eine Hommage an den Süden in Wort und Ton“ mit dem Programm „Süden“ und den Künstlern Michael Stülpnagel, Andreas Baumann sowie Uriel Stülpnagel gemacht. Der Abend war als Benefizveranstaltung geplant, um in Welzheims polnischer Partnerstadt Milanówek angekommene Flüchtlinge aus der Ukraine zu unterstützen.

Eigentlich hätte das Neujahrskonzert mit der Opernrockband „The Cast“ das Jahresprogramm der Kultursäule eröffnen sollen. Es musste aber ausfallen.

Ein Wiedersehen mit den Stuttgarter Salonikern am 17. Juli

„Carmina Banana“ heißt das Programm des mittlerweile österreichischen, aber aus Deutschland stammenden Kabarettisten Jörg-Martin Willnauer am Samstag, 21. Mai. „Es ist an Georg Kreisler angelehnt“, verrät Ulla Keller, eine der ehrenamtlichen Schafferinnen der „Kultursäule“, zum Inhalt und kündigt schon mal „krumme Lieder“ an.

Ein Wiedersehen mit den Stuttgarter Salonikern steht für Sonntag, 17. Juli, mit einem Sommerkonzert als Open Air auf dem Programm der Kultursäule.

Auch an die Jüngsten ist gedacht: Im Rahmen des Sommerferienprogramms kommt das Figurentheater Phoenix am Mittwoch, 3. August, ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

„Klangakrobatik am Konzertklavier“: Die „Queenz of Piano“ kommen wieder

Musikalisch geht es weiter mit einem Herbstkonzert der „Queenz of Piano“ am Samstag, 15. Oktober. Die Pianistinnen holen damit das ausgefallene Neujahrskonzert von 2021 nach. „Sie waren schon einmal da“, weiß Ulla Keller von einem Auftritt der beiden Musikerinnen 2018 in Welzheim. „Klangakrobatik am Konzertklavier“, mit dieser Überschrift hatte unsere Zeitung damals über den Auftritt berichtet. „Da hat die Halle geboomt“, schwärmt Ulla Keller.

„Wir hatten das Werbematerial gedruckt, eine Woche später wurde abgesagt“

Und für den 19. November schließlich ist ein Kabarett geplant, Näheres steht derzeit noch nicht fest.

Soweit die Planungen für dieses Jahr, immer mit der Hoffnung, dass die Corona-Pandemie den Organisatoren keinen Strich durch die Rechnung macht. Denn mit dem Absagen von Veranstaltungen hat auch die Kultursäule Erfahrungen sammeln müssen. „Im letzten Jahr war es schwer. Wir hatten das Werbematerial gedruckt, eine Woche später wurde abgesagt“, erinnert sich Ulla Keller an Veranstaltungen.

Nachdem im vergangenen Jahr gleich das Neujahrskonzert abgesagt werden musste, damals das zweite Jahr in Folge, mussten die „Kultursäulen“-Mitstreiter erst mal eine Pause machen, die Corona-Bestimmungen ließen nichts anderes zu. Im Juli dann wagten sie sich an „Jailhouse Classics“, einen Konzertabend mit einem Geiger und einem Gitarristen, „das haben wir durchführen können“, erinnert sich Ulla Keller, und freut sich heute noch: „wunderschön“. Wegen des Mindestabstands für den Infektionsschutz durften maximal 80 Zuschauer kommen.

Kindertheater hätte noch mehr Zuschauer gefunden

Im Rahmen des Sommerferienprogramms kam das Kindertheater „Sturmvogel“ ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus. 80 kleine Zuschauer konnten sich das Stück ansehen, und „es wären noch mehr gekommen“, erinnert sich Ulla Keller an die erfolgreiche Kooperation von Kultursäule und Stadt.

Die Schwabenrockband „Wendrsonn“ folgte im September. Damit die erwarteten vielen Gäste genug Abstand würden halten können, wurde das Konzert in die Justinus-Kerner-Halle verlegt. Im Oktober gab dann der Welzheimer Jungpianist Vitus Polley ein Konzert, „es war super“, erinnert sich Ulla Keller.

Im November „haben wir gedacht: Jetzt wird alles wieder besser“, so Ulla Keller.

Musikalische Zeitreise mit Tänzerin: „Burlesque in Welzheim“

Auf dem Programm der Kultursäule stand mit „A Sophisticated Evening“ eine musikalische Zeitreise in die 1920er und 1930er Jahre. Mit Tänzerin: „Burlesque in Welzheim“, sagt Ulla Keller. „Es war echt klasse.“ Die Besucherzahlen spiegelten das leider nicht so wider, „einfach zurückhaltend“, ordnet Keller ein. Auch beim „Wendrsonn“-Konzert hätten es mehr Besucher sein können.

„Wir konkurrieren mit vielfältigen Angeboten“

Die Corona-Pandemie trägt sicher das Ihre zur Zurückhaltung der Zuschauer bei. Dazu kommt, dass es für die Kultursäule mitunter schwieriger als früher ist, Interessierte zu erreichen. „Man muss die Leute ansprechen, dann kommen sie“, weiß Ulla Keller. Gleichwohl setzt die Kultursäule auf Plakate, Medienarbeit sowie soziale Medien und macht mit Bannern an der Umgehungsstraße auf Veranstaltungen aufmerksam. Auch die Möglichkeit, ein bisschen zu sparen, bietet keinen Anreiz mehr: „Der Vorverkauf ist billiger, wird aber nicht mehr so genutzt. Die Leute entscheiden sich direkt am Abend“, stellt Ulla Keller fest. Und weiß: „Wir konkurrieren mit vielfältigen Angeboten.“ Die Hürde sei, erst mal zu einer der Veranstaltungen zu kommen. Denn: „Die Rückmeldungen sind immer gut.“

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, wusste schon Pablo Picasso. Und Hand aufs Herz: Wer kann so ein „Waschprogramm“ derzeit nicht vertragen? Die Kultursäule Welzheim bietet Gelegenheit dazu und hat für dieses Jahr ein vielversprechendes Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Den Auftakt hat am Samstag „Eine Hommage an den Süden in Wort und Ton“ mit dem Programm „Süden“ und den Künstlern Michael Stülpnagel, Andreas Baumann sowie Uriel Stülpnagel gemacht. Der Abend war als

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper