Welzheim

Die erste Fahrt des Wiesels

5e702a98-4c7c-4a17-a0c9-fdce72f74c89.jpg_0
Seit Samstag fährt der Wiesel bis Welzheim - zumindest für einen Monat © ZVW

Welzheim. Der Wiesel fährt wieder – zumindest für einen Monat. Am Samstag ging es los mit der ersten Fahrt. 

Mit zehn zu sieben Stimmen hatte sich der Welzheimer Gemeinderat nach kontroverser Diskussion dafür ausgesprochen, den Wiesel als Straßenersatzverkehr einzusetzen (wir haben berichtet). Grund ist die Sperrung der Straße Richtung Rudersberg, die für viele Pendler, Bürger und Besucher derzeit für lange Umwege sorgt.

Den Busersatzverkehr auf der Schiene, wobei die Busse weiterhin normal verkehren, lässt sich die Stadt knapp 60 000 Euro kosten. Der letzte Personenzug war auf dieser Strecke am 30. Mai 1980 gefahren.

Nicht nur die Laufenmühle, so Bürgermeister Thomas Bernlöhr, werde profitieren, sondern die breite Öffentlichkeit. Den Busverkehr zeitweise einzustellen, gehe nicht. Das hatten einige Gemeinderäte ins Spiel gebracht. Auch wolle die Stadt ermitteln lassen, wie viele Leute von Bus auf Wiesel umsteigen.

Video: Wiesel fährt ein. (Büttner / ZVW)

An den Sonntagen fährt entweder die Waldbahn oder die Dampflok

Am Sonntag wird der Ersatz-Wiesel nicht fahren. Dann dampft, am 4. und 18. September, die Schwäbische Waldbahn (Abfahrt in Schorndorf: 9.30, 12.30 und 16.00 / Abfahrt Welzheim: 11.05, 14.35 und 17.35 Uhr). Der Diesel-Zug fährt dann am 11. und 25. September zu den gleichen Zeiten.

Zur Wiederherstellung der derzeit gesperrten Straße Richtung Rudersberg ist eine hangseitige Absicherung mit Bohrpfählen notwendig. Wenn alles reibungslos läuft, ist die Straße im nächsten Jahr ab Sommer, spätestens Herbst wieder offen, teilt die Verwaltung mit. Das bedeutet: Wenn der Wiesel im Oktober nicht mehr fährt, müssen die Welzheimer, wie bereits in den vergangenen Wochen, wieder mit Bussen oder privat fahren.

Video: Der Wiesel fährt weiter (Büttner / ZVW)