Welzheim

Die Weinmesse in Welzheim findet unter 2G-Regeln statt

Weinmesse
Bei der Weinmesse in Welzheim dürfen sich die Besucher wieder auf viele tolle Neuigkeiten freuen. © Alexandra Palmizi

Am Samstag, 13. November, von 15 bis 20 Uhr, sowie am Sonntag, 14. November, von 13 bis 18 Uhr, steigt die Weinmesse in Welzheim. Vor einem Jahr blieben die Weingläser pandemiebedingt in den Schränken. Nach dem Corona-Stillstand werden sie am kommenden Wochenende im hohen, kelterähnlichen Raum des Bürgerhauses „Alte Kantine“ wieder erhoben. Zum 14. Mal veranstaltet der Welzheimer Getränke-Service hier eine Weinmesse. Acht Genossenschaften und Weingüter sowie drei Anbieter von kulinarischen Spezialitäten, Deko- und Geschenkideen sind dabei.

Unter welchen Bedingungen wird Wein hergestellt, wie viel Wein wird exportiert, wie viel wird hier konsumiert, wie haben die Weingüter die Corona-Krise überstanden und vielleicht auch genutzt, neue Geschäftsideen zu entwickeln, wie sieht die Arbeit im Weinberg und im Keller aus – auf viele vinologische Fragen finden Interessierte im persönlichen Gespräch mit Winzern Antwort. Das weite, facettenreiche und ergiebige Weinthema wird hier nicht nur trocken durchgekaut. Beim Austausch mit der Fachwelt kann man gleich mit Nase, Zunge und Gaumen dem nachspüren, worüber man da eigentlich plaudert. In allen Preisklassen und Geschmacksrichtungen stehen Weine zum Kennenlernen bereit.

Für die Genossenschaften und Weingüter der erste Lichtblick

Für die teilnehmenden Genossenschaften und Weingüter ist es der erste Lichtblick seit langem. Sie nutzen die Möglichkeit, mit ihren Kunden und Weininteressenten wieder einmal persönlich in Kontakt zu kommen. „Auf unsere Anfrage haben uns alle gerne eine Zusage zur Teilnahme gegeben“, sagt Organisatorin Ute Frey. „Alle sind auf den Verkauf angewiesen, für alle sind Messen, Feste, die Gastronomie und Veranstaltungen weggebrochen.“ Der harte, lange Winter-Lockdown, das Hoffen und Bangen darauf, dass es im Frühjahr weitergeht, dann aber die Erkenntnis, dass bis in den Juni hinein nichts geht, dass aus allem nichts wird – es hat an allen teilnehmenden Weinbaubetrieben wie auch an Besuchern gezehrt. Die Erleichterung ist nun groß, dass der WGS ein positives Zeichen setzt.

„Wir haben uns entschieden, die Messe trotz der besonderen Vorschriften zu veranstalten, weil wir den Besuchern wieder diese beliebte Veranstaltung anbieten wollen“, sagt Ute Frey. Das gesellige Leben hält wieder Einzug, und was könnte dafür besser geeignet sein als eine Messe rund um Wein und Genuss? Auch wenn die Planung sehr kurzfristig ablaufen musste und aus Platzgründen die Zahl der Aussteller etwas reduziert werden musste, sei ein Angebot zusammengekommen, das sich sehen lassen kann. „Wir hoffen, dass die Weinauswahl wieder Gäste aus nah und fern anzieht“, so Ute Frey.

Im Hintergrund habe ein eingespieltes Team die Fäden in der Hand, um die besondere Herausforderung unter Pandemiezeiten zu meistern. Einige administrative Dinge galt es im Vorfeld auf den Weg zu bringen. So hat sich die Weinmesse ein Hygienekonzept verpasst und sämtliche Vorkehrungen für die 2G-Regel getroffen. Am Einlass wird kontrolliert, nur genesene und geimpfte Besucher dürfen rein. Innen besteht Maskenpflicht für das Personal sowie für die Gäste, sobald sie sich von den Weinprobierständen entfernen. Die Tische der Aussteller sind für ausreichenden Abstand einzeln und großzügig verteilt in der Halle aufgestellt. Sie werden vom Fachpersonal der Kellereien betreut.

Es gilt die 2G-Regel für die Besucher der Weinmesse in Welzheim

Die meisten Anbieter sind seit der ersten Messe dabei und können schon auf ein Stammpublikum zählen. Jedes Jahr kommen aber auch neue Weinfans dazu. Die angebotene Vielfalt in einer Nicht-Weinbauregion, in einem Schnee- und Wandergebiet und weit entfernt von den nächsten Weinbergen, zeigt, dass es sich auch auf den Höhen des Schwäbischen Waldes gut „schöppeln“ lässt. Nicht nur regionale Erzeuger sind mit ihren Weinen vertreten, die Gläser werden auch mit Weinen und Sekten aus Südtirol befüllt.

Gefragt seien zunehmend internationale Sorten, die inzwischen auf heimischen Böden angebaut werden. Immer wieder haben die Veranstalter beobachtet, dass der Großteil der Gäste eine Affinität zu Wein mitbringt. Viele legen Wert auf Geschmack und kommen mit ganz speziellen Fragen an die Stände. Der „klassische“ Viertelesschlotzer, dem nur der Trollinger ins Glas kommt, sei eher in der Unterzahl. Interesse bestehe an Merlot, Traminer und Sauvignon blanc oder Sorten aus der Burgunder-Familie.

Einige Aussteller setzen mit Glühwein-Kostproben erste Duft- und Geschmackszeichen für die nahende Adventszeit und laden mit verschiedenen Gewürzweinen ein, sich für die geplanten Weihnachtsmärkte in der Region „warmzutrinken“. Auf Wachstumskurs in der Weinwelt sind alkoholfreie Varianten und leichte Seccos – auch hiervon kann sich der Besucher bei der Weinmesse einige Eindrücke verschaffen.

Die Gäste können sich zwischendurch gütlich tun an einer Fingerfood-Auswahl mit Käse und Speck vom Küchenteam des WGS. Angekündigt hat sich wieder der bei vielen Gästen beliebte Stand aus Südtirol mit Weinen, Grappa, Likören und Prosecco sowie Schinken- und Käsesorten, auf die viele Feinschmecker seit Jahren ganz wild sind.

Am Samstag, 13. November, von 15 bis 20 Uhr, sowie am Sonntag, 14. November, von 13 bis 18 Uhr, steigt die Weinmesse in Welzheim. Vor einem Jahr blieben die Weingläser pandemiebedingt in den Schränken. Nach dem Corona-Stillstand werden sie am kommenden Wochenende im hohen, kelterähnlichen Raum des Bürgerhauses „Alte Kantine“ wieder erhoben. Zum 14. Mal veranstaltet der Welzheimer Getränke-Service hier eine Weinmesse. Acht Genossenschaften und Weingüter sowie drei Anbieter von kulinarischen

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