Welzheim

Eine gute Idee: Weihnachten im Freien im Welzheimer Wald erleben

Grillen
Wer hat Lust auf ein „Stummelesfest“ an den Grillstationen im Welzheimer Wald? © Privat

Diese Weihnachtszeit wird anders werden. Keine großen Familienfeiern, keine Reisen, kein Weihnachtsmarkt, aber auch kein Weihnachtsfrust unterm Baum, sondern Weihnachtslust unter Bäumen. „Nutzen Sie die Zeit des Advents und der Weihnachtsferien, um so oft wie möglich draußen im Wald, in der Natur zu genießen. Das ist interessant, gesund und macht Spaß! Mit der geeigneten Kleidung und ein paar pfiffigen Ideen ausgestattet eine coole Sache“, rät Naturparkführer und Outdoorspezialist Walter Hieber und packt hier seinen reichen Schatz an naturnahen Aktivitäten aus der Weihnachts-Wundertüte. Vor allem die Kinder, aber auch überraschte erwachsene Weihnachtsstimmungs-Suchende werden begeistert sein. Also dann: Grüne Weihnachten!

Adventszeit = Bastelzeit

Das schönste Material für Weihnachtsbasteleien und -dekoration findet sich im Wald: Grüne Tannenzweige für Adventsgestecke, -mobiles zum Behängen mit Weihnachtsschmuck nebst Deko aus Hagebutten, bunten Blättern, Moos. Zapfen für kleine Weihnachtswichtel, Wurzeln, Äste, uvm. „Oder haben Sie schon mal versucht, eine natürliche Weihnachtskrippe zu basteln? Wände und Dach aus Baumrinde und Moos, Figuren selbst geschnitzt? Probieren Sie es aus! Die schönste Krippe aller Zeiten“, schwärmt Hieber. Für Materialsammeln im Wald gilt übrigens die „Handstrauß“-Regel. Das heißt, so viel, wie man für den eigenen Bedarf als „Strauß“ aus dem Wald tragen kann, darf problemlos mitgenommen werden.

Vogel-Snackbar

„Unsere Vögel in Wald und Wiese, die den Winter bei uns verbringen, sollten von uns gefüttert werden. Was halten Sie von dieser Idee: Bauen Sie im Garten eine Snackbar für Vögel auf. Möglichst so, dass die Familie den (katzensicheren) Platz vom Haus aus gut einsehen kann, der aber möglichst in etwas Abstand durch Bäume und Büsche den Vögeln Schutz bietet. So können Sie neben der guten Tat für die gefiederten Freunde gleichzeitig eine Vogel-Beobachtungsstation einrichten. Wenn Sie Fernglas, Foto und Bestimmungsbuch und ein Notizbuch bereitlegen, können Sie wunderbar Tagebuch über Ihre kleinen Wintergäste führen“, so Walter Hieber.

Ungeschälte Sonnenblumenkerne eignen sich als Basisfutter gut. Es fällt zwar etwas mehr Abfall an, die Vögel verweilen aber länger an der Futterstelle, Futtermischungen enthalten unterschiedliche Körner für unterschiedliche Vogelarten. Für Weichfutterfresser eignen sich beispielsweise Obst oder Haferflocken. Weitere Informationen über Futterstellen, geeignetes Futter, Bastelanleitungen und Rezepte gibt’s im Netz. Wer keinen Garten hat, kann auch einen Vogelfutter-Weihnachtsbaum im Wald oder Park gestalten. Eine Anleitung für die eigene Herstellung von tollen Futterzapfen findet man bei https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/futterzapfen-basteln/.

Gegen den Weihnachtsspeck

Die kalte, klare Winterluft, mit etwas Glück auch mit etwas Schnee garniert, lädt ein zum fröhlichen Winterspaziergang. Es muss ja nicht sehr lange sein, am besten warm eingepackt, Sonnenstunden nutzen und viel bewegen! Mit ein paar lustigen Wald-„Sport“-Arten geht es dem Weihnachtsspeck an den Kragen: Balancieren, klettern, Fichtenzapfenweit- und Zielwurf, verstecken und fangen, zum Beispiel Baum- oder Tierfange, auf Eispfützen schleifen, Schneeballschlacht, Baumstammwerfen, Mikado mit Stöcken – „erfinden Sie Ihre eigenen Waldsportarten! Machen Sie einen tierischen Winterspaziergang.“ Viel Spaß verspricht auf jeden Fall eine winterliche Schnitzeljagd, klassisch oder im Schnee mit Spuren, Süßigkeiten (dem Weihnachtsmann auf der Spur), Tannenzweigen, oder in der Dämmerung mit LED-Teelichten. „Und natürlich, wenn’s weiß ist: Schneespaß mit Schneeballschlacht, Schneemannbauen, Schlittenfahren, Tütenrutschen, Schneeschuhlaufen, und vieles mehr“, schwärmt Naturparkführer Hieber:

Bescherung im Wald

„Was halten Sie von dieser crazy Vorstellung: Sie verlegen einen Teil Ihrer Familien-Weihnachtsfeier in den Wald. Suchen Sie einen schönen Platz aus, schmücken Sie eine Tanne mit selbst gebasteltem Christbaumschmuck. Elektrische Kerzen gibt’s auch mit Batterien. Vielleicht legen Sie Ihre/eure Geschenke unter diesen - im vollen Leben stehenden - Weihnachtsbaum. Danach geht’s zurück in die warme Stube“, so Hieber.

Ein „Stummelesfest“

„Wissen Sie, was ein Stummelesfest ist? Nein? Ich verrat’s Ihnen: Ein kleines Familien- oder Freundestreffen im neuen Jahr, zum Beispiel draußen im Wald rund um die Grillhütte“, sagt Hieber.

Jeder bringt die Reste der Weihnachtsfeiertage mit: Weihnachtsgebäck, Süßigkeiten, Ess- und Trinkbares. Der Gastgeber kann ja vorher abfragen und einen Grundstock an Grillbarem, Punsch oder Glühwein mitbringen. Außerdem Kerzenreste, aus denen eine große Kerzenstummel-Kerze (daher der Name „Stummelesfest“) zusammengebaut wird, Weihnachtsdeko, Adventskranz, kleine Weihnachtsbäume. Dann ist Resteverwertung angesagt. „Das Feuer wird entfacht, Punschtopf drauf, die Leckereien werden gegrillt und geschmaust, die große Kerze gebaut“, so Hieber.

Weihnachtsferien-Tipp

Der Weihnachtswald in Welzheim: Im Welzheimer Tannwald (Wanderparkplatz „Mammutbäume“) ist der gekennzeichnete, etwa 2 bis 3 km lange (mit einigermaßen geländegängigen Kinderwagen befahrbare) Weg mit jeder Menge Weihnachtsstimmung, Kreativem, Geschichten, Gedichten, Spielen und Überraschungen verzaubert. Start und Ziel ist am Pavillon im Stadtpark. Der Weihnachtswald kann die ganzen Weihnachtsferien über besucht werden.

Diese Weihnachtszeit wird anders werden. Keine großen Familienfeiern, keine Reisen, kein Weihnachtsmarkt, aber auch kein Weihnachtsfrust unterm Baum, sondern Weihnachtslust unter Bäumen. „Nutzen Sie die Zeit des Advents und der Weihnachtsferien, um so oft wie möglich draußen im Wald, in der Natur zu genießen. Das ist interessant, gesund und macht Spaß! Mit der geeigneten Kleidung und ein paar pfiffigen Ideen ausgestattet eine coole Sache“, rät Naturparkführer und Outdoorspezialist Walter

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