Welzheim

Friedensgebet in Welzheim: Für sehr viel Freude sorgt Prof. Dr. Wolfgang Gramer

Gramer
Prof. Dr. Wolfgang Gramer war zu Gast beim Friedensgebet in Welzheim. © Privat

Mitten in der St.-Gallus-Kirche sitzt ein strahlender, neugierig in die Runde schauender Mann. Um ihn herum versammelt sich die internationale Gemeinde des Friedensgebets. Das ganze Leben ist präsent. Es wurde zum Geburtstag gratuliert, für eine Verstorbene gebetet, einer Trauernden eine Kerze und ein Stern überreicht und die afrikanische Fraktion führte einen Freudentanz auf, anlässlich eines neu geborenen Kindes. Prädikant Martin Becker war begeistert. Das neue Format Extra-Friedensgebet wurde erstklassig von den Menschen angenommen.

Die Kirche war gefüllt wie sonst nur an hohen Feiertagen. Becker begrüßte den interessiert um sich Blickenden mit herzlichen Worten. Es handelt sich um Pfr. Dr. Wolfgang Gramer, Autor, Geistlicher Rat, Musiker, Theologe, Philosoph und langjähriger Wegbegleiter von Prof. Hans Küng. „Mich bewegte Ihre Ansprache während der Trauerfeier von Küng so sehr, dass ich Ihnen einfach schreiben musste, und daraus wurde diese Einladung“, so Prädikant Becker. Freundlich strahlend erhob sich Wolfgang Gramer und schritt zum Altar und begann zu erzählen, ohne ein Blatt Papier in der Hand, alles frei aus der Seele und dem Herzen. „Nicht wir haben die Wahrheit, die Wahrheit hat uns“, zitiert er Hans Küng. Es soll sich etwas bewegen, in der Kirche und Gesellschaft. Wir seien gehalten in Gott und bestimmt, hilfreich den Menschen zu sein. Wolfgang Gramer berichtete, wie sogar seine Mutter vor der Begegnung mit Hans Küng warnte: Der wird alles anders machen. Doch ihn hat dieser Wegbereiter des Weltethos zutiefst bewegt und geprägt. „Auftreten statt austreten“, ruft er den Anwesenden zu. „Gott kommt auf uns zu, wir sind vorbehaltlos angenommen. Ich darf sein, wie ich bin. Bleiben wir darum im eigenen Boot, in unserer Kirche, um gemeinsam den Kurs zu ändern: Frauenweihe, gemeinsames Mahl, dahin geht der Weg.“ Gramer hatte nur einen einzigen Dissenz mit Küng beim Thema aktive Sterbehilfe. Aber in einem waren sie sich in allem einig: bei der Menschlichkeit. Barmherzigkeit muss immer größer sein als die Überzeugung. Alles andere sei eine Ohrfeige für die biblische Botschaft.

„Ich verdanke mein Dasein einem liebenden Du, der Du zu mir sagt. Und im Du finden wir Wege zueinander als Menschen verschiedener Konfessionen und Weltreligionen.“ Er berichtete von einem Besuch bei einem arabisch-jüdischen Freundeskreis. Diese Menschen besuchen bei Todesfällen in Israel und im Gazastreifen über alle Grenzen der Religionen hinweg gemeinsam die Trauerhäuser. Das sei Brückenbauen! Von Küng lernte Kramer, dass man seine Seele nicht verkaufen kann. Es gilt standhaft zu sein, aufzutreten und sich als Teil der Wahrheit zu erfassen. Wir alle seien Angehörige eines königlichen Geschlechts mit unendlicher Würde.

Die Anwesenden spendeten mehrmals langen Applaus. Das Strahlen Gramers legte sich regelrecht auf die Menschen. Ganz begeistert waren die Anwesenden.

Mitten in der St.-Gallus-Kirche sitzt ein strahlender, neugierig in die Runde schauender Mann. Um ihn herum versammelt sich die internationale Gemeinde des Friedensgebets. Das ganze Leben ist präsent. Es wurde zum Geburtstag gratuliert, für eine Verstorbene gebetet, einer Trauernden eine Kerze und ein Stern überreicht und die afrikanische Fraktion führte einen Freudentanz auf, anlässlich eines neu geborenen Kindes. Prädikant Martin Becker war begeistert. Das neue Format Extra-Friedensgebet

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