Welzheim

Gegen den Klimawandel: Forst BW pflanzt 18.000 Bäume im Schwäbischen Wald

Stadtwald Waiblingen
Symbolbild. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Sommer der vergangenen Jahre und der damit verbundene Klimawandel haben ihre Spuren im Staatswald des Forstbezirks Schwäbisch-Fränkischer Wald hinterlassen. Besonders Fichten, aber auch Buchen und Tannen setzten die trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre zu und mussten vielerorts gefällt werden.

Die dabei entstandenen Kahlflächen wurden in den vergangenen Jahren sukzessive bepflanzt und die vorhandene Naturverjüngung mit zukunftsfähigen Baumarten ergänzt. Neben Eichen und Douglasien wurden von den Forst Baden-Württemberg (Forst BW)-Förstern Esskastanien, Ulmen, Elsbeeren, Tulpenbäume, Kirschen und Hainbuchen gesetzt. In diesem Jahr alleine waren dies 18 000 Bäume.

Durch die aktive Pflanzung dieser Baumarten soll der Wald vielfältiger und resistenter gegenüber zunehmend extremeren Wetterereignissen gemacht werden.

Wozu Sprossenschützer notwendig sind

Um die jungen Bäume vor Verbiss durch Rehwild zu schützen, verwendet Forst BW erstmals landesweit sogenannte Sprossenschützer. Die an Holzrechen erinnernden Konstruktionen aus Eschen- oder Kastanienholz verhindern, dass Rehe die nährstoffreichen Knospen fressen und das Wachstum der Pflanzen behindern oder sie zum Absterben bringen.

Die Sprossenschützer stellen eine kunststofffreie Alternative zu den herkömmlichen Wuchshüllen dar und vermeiden den Eintrag von Mikroplastik in die Waldböden, teilt Forst mit.

Was ist Forst BW eigentlich?

Forst BW ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Sie arbeitet seit Januar 2020 als eigenständiges Unternehmen und bewirtschaftet mehr als 324 000 Hektar Staatswald - das entspricht einem Viertel der Waldfläche Baden-Württembergs. Sie ist damit der größte Forstbetrieb des Landes. Ziel ist eine ökologisch vorbildliche, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreiche Waldbewirtschaftung. Landesweit sind rund 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Forst BW ist FSC- und PEFC-zertifiziert, beide zeichnen eine nachhaltige Wirtschaftsform aus. Seit dem 1. Oktober trägt es zudem das Gemeinwohlökonomie-Zertifikat.