Welzheim

Gschwender Straße in Welzheim soll saniert werden

Gschwender Straße Welzheim
Wird nach dem Sommer für längere Zeit voll gesperrt sein: Die Gschwender Straße in Welzheim. © Mathias Ellwanger

Eine neue Asphaltdecke, neue Wasserleitungen sowie Leerrohre für einen Breitbandanschluss: Das soll die Gschwender Straße noch in diesem Jahr bekommen. Auch die Technischen Werke der Stadt Welzheim werden sich finanziell an der Sanierung der Kreisstraße beteiligen. Darüber hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Insgesamt sind für die Auswechslung der rund 65 Jahre alten Wasserleitung von der Burgstraße bis zum Ende der Bebauung Kosten in Höhe von 500 000 Euro angesetzt. 270 000 Euro davon entfallen auf die Technischen Werke, 230 000 Euro wird der Zweckverband Menzlesmühle übernehmen. Hinzu kommen weitere 145 000 Euro für die Erneuerung der Hausanschlüsse und Hydrantenschächte sowie rund 140 000 Euro für die Breitbandleerrohre. Das Projekt soll im Mai unter Federführung der Menzlesmühle ausgeschrieben werden. Nach der Sommerpause könnte dann mit dem Bau begonnen werden. Die Verwaltung rechnet mit einem Abschluss der Sanierung im Mai 2022.

Für die Maßnahme sind im Haushalt der Technischen Werke Mittel in Höhe von 300 000 Euro eingestellt. Den Fehlbetrag kann die Stadt dadurch ausgleichen, dass geplante Investitionen in der Richard-Wagner-Straße geringer ausfielen.

Ein Streifen für Radfahrer soll eingerichtet werden

Zu klären, so Bürgermeister Thomas Bernlöhr, sei noch, wie man im Zuge der Sanierung diese Ortsanfangsstraße noch gestalten kann. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, sei der Spielraum der Stadt recht gering. Die Verwaltung würde jedoch gerne einen Radangebotsstreifen einrichten. „Wir müssen uns noch entscheiden, wo wir ihn für sinnvoll hielten“, denn auf der betroffenen Seite sei das Parken dann künftig nämlich nicht mehr möglich. Die Stadt schlug vor, diesen auf der rechten Seite stadtauswärts einzurichten.

Alexandra Veit (SPD) begrüßte die Idee, kritisierte jedoch die geplante Umsetzung. Denn wenn der Streifen auf diese Seite käme, müssten Radfahrer am Ortsende wieder die Straße kreuzen. Ohnehin gebe es „zu viele Zickzackbewegungen bei den Radwegen“, meinte sie. Je mehr Querungen es gebe, desto geringer werde die Akzeptanz.

Die Seite könne man durchaus tauschen, entgegnete Bernlöhr. Allerdings seien auf der Seite stadteinwärts deutlich mehr Parkmöglichkeiten als stadtauswärts. „Der Punkt ist natürlich, dass wir dann Probleme bekommen mit dem Parken.“ Radangebotsstreifen, so Bernlöhr weiter, seien zudem keine Radwege und können immer nur in Fahrtrichtung befahren werden. Das ist „alles nicht ideal, aber es wird an dieser Stelle keine andere Möglichkeit geben“.

Dieter Hinderer (CDU) fragte, ob es auch die Möglichkeit gebe, eine Verkehrsinsel einzurichten, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Bürgermeister Bernlöhr hielt das aber nicht für notwendig. „Das ist eine gerade Straße, auf der nicht 10 000 Autos am Tag unterwegs sind. Die Verkehrssicherheit ist gegeben.“

Marcus Fritz (Welzheimer Bürgerforum) brachte die Idee eines Zebrastreifens ins Gespräch. Ulrich Finke, Stadtplaner in Welzheim, entgegnete, Zebrastreifen vermittelten nur scheinbar Sicherheit, da sie an dieser Stelle schlecht einsehbar seien.

Bürgermeister Bernlöhr sagte, er werde das Thema Sicherheit bei der Verkehrsbehörde noch einmal ansprechen – „ohne Ihnen allzu viel Hoffnung zu machen“.

Nur Anlieger dürfen während der Bauarbeiten auf der Straße fahren

Friedrich Mayle (Freie Wähler) wollte wissen, ob die Wasserleitungen und Leerrohre nur bis zur Grundstücksgrenze gelegt werden, was Bauamtsleiter Wilfried Hägele bestätigte, denn „auf Privatgrundstücken benötigt man die Zustimmung des Grundstückseigentümers“, zumal dieser dann ja auch die Kosten übernehmen müsse.

Sebastian Buhl (ebenfalls Freie Wähler) erkundigte sich nach den geplanten Bauphasen, ob es eine Vollsperrung geben und wie umgeleitet wird. „Offiziell ist es eine Vollsperrung“, antwortete Hägele. Umgeleitet werde dann über die Murrhardter Straße. Den Anliegern werde aber eine Zufahrt gewährt. „Wir werden schauen, dass wir die Phase, wo einer nicht zu seinem Grundstück fahren kann, möglichst kurz halten“, ergänzte Bürgermeister Bernlöhr, der versprach, dass die Verwaltung weitere Details sowie die Fragen zu Radstreifen und Umleitungen bis zur Gemeinderatssitzung am 13. April zu klären versuche.

Eine neue Asphaltdecke, neue Wasserleitungen sowie Leerrohre für einen Breitbandanschluss: Das soll die Gschwender Straße noch in diesem Jahr bekommen. Auch die Technischen Werke der Stadt Welzheim werden sich finanziell an der Sanierung der Kreisstraße beteiligen. Darüber hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beraten.

Insgesamt sind für die Auswechslung der rund 65 Jahre alten Wasserleitung von der Burgstraße bis zum Ende der Bebauung Kosten in Höhe von 500 000 Euro

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