Welzheim

Hilfe in Erziehungsfragen: Angebot der Elternschule Welzheimer Wald für Familien

Elternschule
Daniel Gulden und Sina Zelmayer haben das Herbst-Programm der Elternschule des Tagesmüttervereins Welzheimer Wald zusammengestellt. Das Programm der Elternschule dient der laufenden Weiterqualifizierung der Tagesmütter, steht aber auch anderen Interessierten offen. Mit auf dem Foto ist Hund Findus. © Gabriel Habermann

Und was nun? Vor diesem Problem stehen Eltern in Erziehungsfragen öfter. Denn häufig fordert der Familienalltag vielfältig, und nicht immer hilft weiter, was man sich so in Ratgeberbüchern und -foren angelesen hat. Die Folgen der Corona-Pandemie und der Inflation mögen, mal mehr, mal weniger, zudem in die Familien hineinwirken.

Wie geht es Familien derzeit? Auf diese, zugegeben, unspezifische Frage kann Daniel Gulden, Leiter des Welzheimer Familienzentrums, natürlich keine pauschalen Antworten geben. Doch er kann Eindrücke schildern. „Wir beobachten zweierlei: Durch Corona und die Lockdowns sind Familien eher zusammengerückt.“ Es sei nicht nur „Horror“ für die Familien gewesen. Ja, für manche Familien sei es am Anfang „ein Abenteuer“ gewesen, so Gulden. Aber: „Die sehr plötzliche Umstellung auf den Online-Unterricht war für Lehrkräfte, Kids und Eltern die blanke Überforderung.“ Manche Kinder und Jugendliche hätten massive Lernlücken.

Kann die Elternschule, angesiedelt beim Tagesmütterverein Welzheimer Wald, in dieser Situation weiterhelfen? Das Programm für den Herbst haben Daniel Gulden und Sina Zelmayer, pädagogische Fachberaterin beim Tagesmütterverein, gemeinsam erstellt. Und es kann einige aktuelle Bezüge herstellen. Das Programm der Elternschule dient der laufenden Weiterqualifizierung der Tagesmütter, steht aber auch anderen Interessierten offen.

„Ich bin, wie ich bin, und das ist meine Stärke“

Ein Thema, das immer, und nicht nur für Eltern, relevant ist, derzeit aber für diese vielleicht besonders: „Ich bin, wie ich bin, und das ist meine Stärke“, so lautet das Kursthema am Montag, 24. Oktober. „Corona führt uns alle an unsere Belastungsgrenze“, heißt es in der Ankündigung. Neue Situationen, neue Herausforderungen: „Das fordert eine Menge Kraft. Deshalb ist es wichtig, den eigenen 'Resilienztank' frühzeitig aufzufüllen.“ Der Kurs will dabei mit Tipps und Tricks unterstützen.

Ein ebenfalls jederzeit, aber auch durch entstandene Lernlücken aktuelles Thema greift ein Kurs mit dem Titel „Wer Stärken sieht, fördert Stärken, wer Schwächen sieht, fördert Schwächen“ am Montag, 14. November, auf. „Wir sehen viele Probleme“, beobachtet Daniel Gulden. Manchmal sogar den kleinen Fleck - auf einer sonst weißen Fläche. Im übertragenen Sinne kann ein Kind vielleicht, abgesehen von der Lernlücke, ganz vieles andere. „Worauf richten wir die Aufmerksamkeit?“, fragt Gulden rhetorisch. Auf das, wofür „wir einfach sensibilisiert worden sind“. Und so werden die Teilnehmer des Kurses „in Auseinandersetzung mit Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie und Neurowissenschaft die Chancen dieses Ansatzes beleuchten und gemeinsam auf Entdeckungsreise unserer eigenen Haltungen und Wertevorstellungen gehen“.

Nicht alles löst sich im Familienalltag von selbst oder gar in Wohlgefallen auf. „Strafe, Konsequenzen und Co.“, so lautet das Thema eines Kurses am Montag, 7. November. Kann man ohne Strafe erziehen?

Wie bringt man Kinder dazu, unerwünschtes Verhalten zu unterlassen?

„Und ist Konsequenz nicht nur das modernere Wort für Strafe?“, heißt es in der Ankündigung. Andererseits aber auch: „Menschen, die eigene Kinder haben oder Kinder fremder Familien betreuen, ist klar, dass Kinder Grenzen und Regeln für ihre Entwicklung und für ein gelingendes Leben brauchen.“ Wie bringt man also Kinder dazu, unerwünschtes Verhalten zu unterlassen? „Wir werden Ideen aufspüren, wie wir stressfrei und gelassen mit Kindern, die uns - scheinbar – herausfordern und provozieren, einen Weg heraus aus dem Konflikt finden“, verspricht die Ankündigung. Schließlich können auch bei Eltern die Nerven mal blankliegen, weiß Daniel Gulden.

„Wie können Eltern die Kinder unterstützen, mit Gefühlen umzugehen?“

Ebenfalls sicher von Interesse: „Achterbahn der Gefühle“, ein Kurs am Montag, 10. Oktober. „Wie können Eltern die Kinder unterstützen, mit Gefühlen umzugehen?“, gibt Daniel Gulden einen Ausblick auf den Inhalt des Abends, der „Glück und Leid hochsensibler Kinder und die besonderen Herausforderungen ihrer Eltern und Begleitpersonen“ aufgreift.

Ein Thema von sicherlich grundsätzlicher Relevanz lautet: „Du solltest dich schämen!“ - Scham bei Kindern: Gift oder Medizin: Dazu referiert Daniel Gulden am Montag, 5. Dezember. Wie kann man erziehen, ohne dass ein Kind beschämt wird? Der Abend wird auch dieser Frage nachgehen.

Mehr Informationen zu diesen und weiteren, übrigens ebenso kostenfreien Kursen der Elternschule findet man unter www.tamue.de/elternschule-welzheimer-wald/

Und wer überdies Rat sucht in verschiedenen Lebenslagen, der kann sich auch an das Familienzentrum Welzheim, ebenfalls angesiedelt unter dem Dach des Tagesmüttervereins, wenden. „Wir haben ein offenes Ohr für Menschen“, unterstreicht Daniel Gulden. Und: „Wir vermitteln auch Beratung.“ Weitere Informationen findet man unter www.familienzentrum-welzheim.de

Und was nun? Vor diesem Problem stehen Eltern in Erziehungsfragen öfter. Denn häufig fordert der Familienalltag vielfältig, und nicht immer hilft weiter, was man sich so in Ratgeberbüchern und -foren angelesen hat. Die Folgen der Corona-Pandemie und der Inflation mögen, mal mehr, mal weniger, zudem in die Familien hineinwirken.

Wie geht es Familien derzeit? Auf diese, zugegeben, unspezifische Frage kann Daniel Gulden, Leiter des Welzheimer Familienzentrums, natürlich keine pauschalen

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