Welzheim

Im Welzheimer Tannwald entsteht ein Weihnachtsweg zum Mitmachen

Weihnachtswald
Dank ihnen wird es im Tannwald bald weihnachtlich: Die Naturparkführer Walter Hieber und Manfred Krautter. © Gabriel Habermann

Keine Mühlenweihnacht, keine Veranstaltungen mit Kleingruppen, keine geführten Wanderungen – und vor allem kein Advent im Park: Alles, was die Naturparkführer für die Weihnachtszeit geplant hatten, fällt dieses Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Doch Manfred Krautter und Walter Hieber wollten sich nicht so einfach geschlagen geben – und überlegten, wie etwas Weihnachtliches naturnah, coronakonform und im Wald möglich ist.

Entstanden ist dabei die Idee einer Mitmach-Adventsaktion, die sich vor allem an Familien richtet. Die seien, so die Naturparkführer, von der Corona-Krise schließlich hart getroffen – und zugleich oft händeringend auf der Suche nach einem Freizeitangebot. Jetzt über Weihnachten könne man zusammen mit den Kindern ja wegen Corona kaum etwas unternehmen.

Ein Weg voller Überraschungen gegen den Corona-Pandemie-Blues

Und das schlage aufs Gemüt. „Es ist ja die große Unbekannte: Was diese Krise bei den Menschen am Ende psychologisch und psychiatrisch hinterlässt“, sagt Walter Hieber. Damit sie jetzt nicht in den Pandemie-Blues verfallen, wollen die Naturparkführer sie auf eine Wanderung durch Stadtpark und Tannwald locken. Das soll helfen gegen das Gefühl, alles sei im Moment nur schlecht. Und nicht zuletzt auch ein Angebot sein, das gesund ist.

Nun ist der Tannwald stets ein guter Ort, um trübe Gedanken zu vertreiben. Aber einfach so in den Wald gehen? Das haben viele Familien in diesem Jahr ohnehin häufig getan. Und wenn es kalt ist, dürfte die Begeisterung beim Nachwuchs nicht unbedingt groß sein - zumal der Wald nicht alle Tage durch den frischen Schnee so winterlich verzaubert ist wie in diesen Tagen. Dazu braucht es schon ein wenig mehr.

Geschmückte Bäume, eine Krippe und ein naturnahes Bastelangebot

Der „Welzheimer Weihnachtsweg“ soll die Attraktivität einer solchen Wanderung jetzt deutlich erhöhen. Auf einer Strecke von zwei bis drei Kilometern wird die Besucher vom vierten Advent bis zum 10. Januar daher manche Überraschung erwarten.

Allzu viel wollen die Initiatoren jetzt noch nicht verraten. „Schließlich sollen die Besucher ja gespannt sein, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt“, sagt Naturparkführer Hieber. So viel darf jedoch schon gesagt werden: Es wird eine Stelle geben, an der Bäume geschmückt sind – und auch von den Wanderern mit Weihnachtsschmuck verziert werden können. Außerdem ist ein Vogelfutterbaum geplant - auch hier dürfen die Besucher selbst etwas dazuhängen. Zu sehen sein soll außerdem eine weihnachtliche Krippe.

Nicht zuletzt wird auch der Poetenpfad in den Weg einbezogen und mit Adventsgedichten bestückt. In einem Gästebuch, das am Pavillon ausgelegt wird, können die Besucher im Anschluss ihre Gedanken, ihr Lob, ihre Kritik hinterlassen – oder das Buch mit einem Gedicht bereichern oder einer Zeichnung verzieren.

Die Strecke wird voraussichtlich am Stadtpark beginnen, zu gegebener Zeit noch ausgeschildert – und soll an vielen Stellen die Besucher zum Mitmachen einladen. Angedacht ist etwa ein naturnahes Weihnachtsbastelangebot mit Spielen und Geschichten. Wo genau, das soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Schließlich soll der Weg überraschend bleiben – „Weihnachten ist ja das Fest der Überraschungen“, sagt Naturparkführer Manfred Krautter. Die Naturparkführer hoffen, dass die Wanderer dann möglichst erwartungsfroh loslaufen und sich auf das freuen, was da sie am Wegesrand entdecken.

Damit das auch coronakonform abläuft, wird die Eröffnung formlos stattfinden und der Zeitraum auf drei Wochen gedehnt. So können möglichst viele alleine oder in einer Kleingruppe den Weg bewandern, ohne sich dabei auf die Füße zu treten.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“, sagt Walter Hieber

„Wir hoffen, dass die Leute vernünftig sind“, sagt Hieber, der damit auch den Vandalismus anspricht, der bei solchen Aktionen heutzutage leider eine zu erwartende Begleiterscheinung ist.

Sollte sich dieser jedoch in erträglichen Grenzen halten, dann könnten sich die beiden Naturparkführer vorstellen, auch im kommenden Jahr wieder einen Weihnachtsweg zu gestalten. Für Krautter ist der Weihnachtsweg, der bis zum vierten Advent entsteht, daher auch ein Probelauf. Einer, bei dem die beiden Rückendeckung von der Stadtverwaltung und Unterstützung vom Bauhof erhalten. „Kreativ und aufgeschlossen“ habe man dort auf den Vorschlag der Naturparkführer reagiert.

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht“, findet Walter Hieber, der sich schon sehr darauf freut, wenn der Weihnachtsweg dann startet. Und der betont, dass es sich dabei ganz bewusst um eine „nette, einfache Sache“ handelt. Das sei schließlich auch die Idee hinter dem leider abgesagten Advent im Park gewesen, ergänzt Manfred Krautter: „Wir wollen weg vom Kommerz und mehr fürs Herz.“

Keine Mühlenweihnacht, keine Veranstaltungen mit Kleingruppen, keine geführten Wanderungen – und vor allem kein Advent im Park: Alles, was die Naturparkführer für die Weihnachtszeit geplant hatten, fällt dieses Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Doch Manfred Krautter und Walter Hieber wollten sich nicht so einfach geschlagen geben – und überlegten, wie etwas Weihnachtliches naturnah, coronakonform und im Wald möglich ist.

Entstanden ist dabei die Idee einer Mitmach-Adventsaktion, die

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