Welzheim

Kuhn IT sucht nach wie vor Mitarbeiter und hat seinen neuen Firmensitz in Breitenfürst bezogen

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Die Büros im neuen Firmengebäude lassen den Mitarbeitern viel Raum. © MARKUS METZGER

Das Corona-Jahr war kein schlechtes für Thilo Kuhn. Seine gleichnamige IT-Firma hat mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter – und seit einigen Wochen jetzt endlich auch einen gemeinsamen Firmenstandort. Das war nicht immer so. Zuletzt war sie auf drei Orte in ganz Welzheim verteilt.

Das neue Firmengebäude im Breitenfürster Industriegebiet Schwabäcker ist ein modernes, architektonisch reduziertes und transparentes Haus geworden. Die großzügig angelegten Büros haben allesamt Glastüren und Wände, die gleichzeitig Whiteboards sind. „Manchmal hilft es eben, Dinge aufzumalen“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Thilo Kuhn.

Es gibt insgesamt zwei Konferenzräume, das eine in weiß, das andere in schwarz gehalten, eine große Caféteria im Erdgeschoss und eine Software-Werkstatt im Keller. Bei Bedarf können die Deckenlichter des Bürogebäudes in verschiedenen Farben strahlen. Mit seiner 50-kW-Photovoltaikanlage auf dem Dach ist Kuhn IT quasi energieautark und produziert auch genügend Strom für die fünf E-Ladesäulen auf dem Parkplatz. Beheizt wird das Firmengebäude mit Erdwärme.

Die Kunden sind Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Steuerberater

„Wir sind froh, dass wir den Platz bekommen haben“, sagt Thilo Kuhn, „damit sind wir sehr gut aufgestellt.“ Zu tun haben seine Mitarbeiter in diesem Jahr noch mehr als sonst. Inzwischen arbeiten 30 Personen bei der Firma, die einer von 50 Systempartnern der Datev ist. Dabei handelt es sich um einen IT-Dienstleister im Bereich der Finanzbuchhaltung. Für rund 2000 Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer ist die Breitenfürster Firma in der Anwendungsbetreuung tätig.

Kuhn IT hat zudem zwei Scanner entwickelt, einen kleinen, den „Scandinavier“, mit dem sich Dokumente aus der Finanzbuchhaltung direkt ins Datev-System einstellen lassen. Zum anderen einen großen, die „Scanmachine“, mit der sich Dokumente bis zum DIN-A-2-Format ins System einfügen lassen. Die von der Firma entwickelt Software kann Belege erkennen und so Daten kontaktlos ins System einpflegen.

„In der Coronazeit war das für uns natürlich von Vorteil“, sagt Kuhn, der schon weiter denkt und an einer Lösung mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Bislang kann die Scan-Software die Belege nur automatisch voneinander trennen und einer bestimmten Person zuweisen. „Künftig liest er auch die Informationen aus, also die Beträge und Daten und macht dann automatisch Buchungsvorschläge.“ Das würde die Finanzbuchhaltung noch mal ein gutes Stück weiter vereinfachen – und sei besonders für die vielen eher kleinen Büros ihrer Kunden attraktiv. Ließen sich damit doch Kosten und Aufwand der ohnehin recht komplexen Finanzbuchhaltung reduzieren.

Vom Digitalisierungsschub hat die Firma dieses Jahr profitiert

Die IT-Firma hat in diesem Jahr auch von dem Digitalisierungsschub durch die Corona-Pandemie profitiert. „Die Kanzleien waren gottfroh, dass sie unser System hatten“, konnten sie doch im Frühjahr nahtlos von der Büro- auf die Heimarbeit wechseln. Auch Kuhn IT selbst hat im Frühjahr in den Corona-Modus gewechselt. Normalerweise veranstaltet das Unternehmen 50 bis 60 Präsenzveranstaltungen pro Jahr, bei denen sie Kunden das Datev-System nahebringt. „Die haben wir jetzt alle online gemacht mit Video-Konferenzen“, sagt Kuhn, „und dabei erstaunlicherweise mehr Teilnehmer gehabt als zuvor.“

Mit dem neuen Firmensitz haben sich hier die Möglichkeiten noch einmal verbessert. Für die Konferenzen gibt es einen eigenen, in schwarz gekleideten Besprechungsraum mit großen Bildschirm. Schwarz gefärbt ist der Raum, weil das dabei helfe, sich zu fokussieren, erklärt der Inhaber.

Es wird in seiner Firma mit kleinen Teams und mit viel Eigenverantwortung gearbeitet. Dabei praktiziere man das Prinzip der offenen Tür. Ist diese geschlossen, möchte der Mitarbeiter gerade nicht gestört werden, ist sie offen, kann jeder eintreten.

Weiter auf der Suche nach Mitarbeitern

Stolz ist Kuhn auch auf die große Caféteria im Erdgeschoss. Hier wird gemeinsam zu Mittag gegessen. Dafür gibt es einen 50-Prozent-Zuschuss vom Arbeitgeber. Essen bestellen können seine Mitarbeiter bei der Küchenbrigade von Benjamin Rosenkranz, die täglich frisch liefert.

Die IT-Firma gibt es seit mittlerweile acht Jahren. Der 51-jährige Thilo Kuhn ist aber schon viel länger in diesem Bereich aktiv. Direkt vom Studium weg hat er eine IT-Firma namens Teledata gegründet, die dasselbe Geschäftsmodell hatte, er hat diese aber 2011 verkauft. Seit er in Welzheim neu anfing, ist sein Betrieb stetig gewachsen. Alleine in diesem Jahr von 25 auf 30 Mitarbeiter, darunter auch vier Auszubildende. „Und ich könnte noch mehr Leute einstellen“, sagt Kuhn. „Gute ITler können wir stets gebrauchen.“

Das Corona-Jahr war kein schlechtes für Thilo Kuhn. Seine gleichnamige IT-Firma hat mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter – und seit einigen Wochen jetzt endlich auch einen gemeinsamen Firmenstandort. Das war nicht immer so. Zuletzt war sie auf drei Orte in ganz Welzheim verteilt.

Das neue Firmengebäude im Breitenfürster Industriegebiet Schwabäcker ist ein modernes, architektonisch reduziertes und transparentes Haus geworden. Die großzügig angelegten Büros haben allesamt Glastüren und Wände,

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