Welzheim

Langes Warten am Impfstützpunkt Welzheim: Auffällig viele Corona-Erstimpfungen

Impstützpunkt
Rund 270 Menschen wollten sich am Donnerstag in Welzheim impfen lassen, jedoch kamen nur rund 180 Personen dran. Es blieb aber alles ruhig, die Kommunikation stimmte. © Alexandra Palmizi

Nachdem die Menschen in einigen Gemeinden und Städten im Rems-Murr-Kreis in den vergangenen Tagen lange Warteschlangen bildeten, um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hatten sich die Organisatoren vor dem künftigen Impfstützpunkt im Postweg in Welzheim gut vorbereitet.

Es gab warme Getränke, denn teilweise zwei bis vier Stunden Wartezeit mussten die Menschen an Zeit mitbringen, ehe die Impfung folgte. Rund 180 Personen konnten zwischen 14 und 18 Uhr geimpft werden, es warteten aber bis zu 270 Menschen auf ihre Impfung. Unter anderem Severine Jahnel von der Welzheimer Stadtverwaltung verteilte jedoch Nummern, so dass ab der Nummer 180 klar kommuniziert wurde, dass eine Impfung an diesem Donnerstag eher unwahrscheinlich sei.

Und dennoch harrten einige aus, um ihr Glück zu versuchen. Es blieb jedoch alles ruhig, da von Beginn an mit allen Wartenden gut kommuniziert wurde seitens der fünf Mitarbeiter der Welzheimer Stadtverwaltung unter der Leitung von Benedikt Schwarz sowie den beiden Impfteams des Robert-Bosch-Krankenhauses aus Stuttgart.

„Es war heute die letzte Möglichkeit, sich ohne einen Termin in Welzheim impfen zu lassen. Daher haben es 270 Menschen versucht. Ab Montag, 29. November, ist in unserem Impfstützpunkt eine tägliche Impfung nur noch nach Terminvereinbarung auf der Internetseite des Landratsamts Rems-Murr möglich. Aber auch hier sind schon alle Impftermine bis zum 6. Dezember vergeben“, erklärt Welzheims Pressesprecher Uwe Lehar.

Ehrenamtliche Helfer der Turnabteilung der TSF Welzheim versorgten die Menschen in der Schlange mit warmen Getränken. Weitere Helfer verteilten die Blätter mit allen Formalitäten, die man vor einer Impfung ausfüllen muss. Wer jedoch erst um 14 Uhr gekommen ist, der war bereits an 185. oder 215. Stelle, so dass eine Impfung nicht mehr wahrscheinlich war.

„Die ersten Bürger sind bereits um 10.45 Uhr gekommen, um 14 Uhr öffnete unser Impfstützpunkt“, berichtet Uwe Lehar, der selbst mitgeholfen hatte, die Menschen nach der Impfung ins Beobachtungszimmer zu lotsen im Gebäude des ehemaligen Fahrrad Löffler. Im Freien war unter anderem Severine Jahnel sehr aktiv und führte Gespräche: „Das Impfteam muss um 18 Uhr weiter, ab der Nummer 180 kann es sein, dass vielleicht noch zehn Menschen geimpft werden können, alle danach haben jedoch keine reelle Chance, am heutigen Tag hier eine Impfung zu bekommen.“

Ein Bürger fragte, ob man sich den Impfstoff aussuchen könne und meinte, wenn er es sich nicht aussuchen kann, lasse er sich nicht impfen. „Es gibt heute Biontech sowie Johnson & Johnson“, antwortete Jahnel. Natürlich sind rund 60 Menschen enttäuscht nach Hause gegangen, andere harrten mehrere Stunden aus und versuchten ihr Glück, auch nach der Nummer 180 noch einen Impfstoff zu bekommen. Auffällig war, dass es zahlreiche Erstimpfungen am Donnerstag waren. „Ich hatte mich jetzt sehr lange gegen das Impfen gewehrt, aber nun muss ich es machen, denn sonst sind mir die Auflagen, vor allem bei der täglichen Arbeit im Betrieb, zu hoch“, erzählte ein Welzheimer Bürger auf Nachfrage.

Impfstützpunkt Welzheim:

  • Ort: Postweg 2, Welzheim (Löffler)
  • Terminvereinbarung unter https://www.rems-murr-kreis.de/kreisimpfzentrum-in-waiblingen/zusammen-schaffen.
  • Impfungen nur mit Biontech sowie Johnson & Johnson
  • Erst-, Zweit- und Drittimpfungen möglich
  • Öffnungszeiten: Mo. bis So. 10 bis 15 Uhr

Nachdem die Menschen in einigen Gemeinden und Städten im Rems-Murr-Kreis in den vergangenen Tagen lange Warteschlangen bildeten, um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hatten sich die Organisatoren vor dem künftigen Impfstützpunkt im Postweg in Welzheim gut vorbereitet.

Es gab warme Getränke, denn teilweise zwei bis vier Stunden Wartezeit mussten die Menschen an Zeit mitbringen, ehe die Impfung folgte. Rund 180 Personen konnten zwischen 14 und 18 Uhr geimpft werden, es

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