Welzheim

Lebensmittel-Preise: Grundnahrungsmittel bei der Tafel Welzheim weiter gefragt

TafelladenWelzheim
Unser Bild zeigt Heinrich Beier (links), den Zweiten Vorsitzenden der Tafel Welzheim, zusammen mit dem Schriftführer Anton Beck. Das Regal im Hintergrund ist übrigens weniger bestückt, weil der Pressebesuch stattfand, bevor es wieder aufgefüllt wurde. © Gaby Schneider

Wer dieser Tage aus dem Supermarkt kommt, schaut mitunter zweimal auf den Kassenzettel: Die Preise für Lebensmittel sind deutlich gestiegen. Das merken Menschen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, natürlich besonders. Kunden der Tafel Welzheim können im Geschäft in der Bahnhofstraße günstig Lebensmittel einkaufen. Sie brauchen dafür einen Ausweis.

Ermutigung, das Angebot der Tafel gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen

Den erhält, wer einen Sozialpass der Stadt Welzheim hat, Sozialhilfe oder Grundsicherung bekommt, Hartz-IV-Empfänger ist oder als Rentner mit wenig Rente auskommen muss. „Viele Rentner würden gewiss von den Voraussetzungen her einen Ausweis kriegen“, sagt Anton Beck, Schriftführer der Tafel Welzheim. Wenn die Preise extrem ansteigen, komme vielleicht doch der eine oder andere. Beck weiß aber, dass die Schamgrenze mitunter zu hoch ist. Doch er ermutigt, das Angebot der Tafel gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen. Und argumentiert auch mit dem Aspekt, man könne helfen, „Lebensmittelverschwendung zu vermeiden“.

"Milch, Öl, Zucker, Mehl, Reis kriegen Sie halt nicht vom Supermarkt"

Pro Einkaufstag fahren zwei Helfer der Tafel hiesige Geschäfte wie Bäckereien und Supermärkte an, holen Lebensmittel ab und bringen sie in den Tafelladen. Dort werden sie sortiert und für den Verkauf aufbereitet, erklärt Heinrich Beier, Zweiter Vorsitzender der Tafel Welzheim, das Prinzip. Bei den Supermärkten werden Obst und Gemüse geholt, das übrig ist. Aber: „Milch, Öl, Zucker, Mehl, Reis kriegen Sie halt nicht vom Supermarkt.“

Eigentlich dürfen die Tafeln keine Lebensmittel einkaufen. „Die Tafel wurde gegründet, um Lebensmittel zu retten.“ Im Juni und Juli aber durfte man auf Spendengelder zurückgreifen und Lebensmittel kaufen, was die Tafel Welzheim auch getan hat, mit lang haltbarer Ware wie Zucker, Konserven, Reis, Mehl und Tee, berichten Anton Beck und Heinrich Beier.

Dank einer Großspende an Öl (wir haben berichtet) können die Tafel-Kunden bei ihrem Einkauf jeweils einen halben Liter Öl kostenlos erhalten, wenn sie eine Flasche mitbringen. Abgefüllt wird mit einem Zapfhahn.

Im Moment hat die Welzheimer Tafel die Grundnahrungsmittel. Doch mit Blick auf Lebensmittel-Spenden hält Anton Beck fest: „Zucker, Milch und Mehl sind immer gefragt.“ Reis und Öl auch. Bei den Grundnahrungsmitteln ist der Abverkauf begrenzt, je nach Verfügbarkeit.

Überhaupt, die Spenden. Nach einem Spendenaufruf für Grundnahrungsmittel im Frühjahr in der Welzheimer Zeitung durch den Vorsitzenden der Tafel, Karl-Heinz Lindauer, freuten sich die Tafel-Aktiven über eine sehr große Resonanz. „Die Leute spenden weiter“, beobachtet Heinrich Beier. Weiterhin sind die Helfer aber auf Spenden angewiesen, sie nehmen auch Einzelspenden gern an, auch in kleinem Umfang.

„Helfer kann man immer gebrauchen“

Wer die Tafel durch seinen persönlichen Einsatz unterstützen möchte, ist ebenfalls willkommen. „Helfer kann man immer gebrauchen“, ergänzt Anton Beck.

Für die Tafel Welzheim sind derzeit 300 Ausweise ausgestellt, Neuzugänge waren hauptsächlich Flüchtlinge aus der Ukraine. Durch die Einkäufe in der Welzheimer Tafel werden 670 Personen mitversorgt.

Wer dieser Tage aus dem Supermarkt kommt, schaut mitunter zweimal auf den Kassenzettel: Die Preise für Lebensmittel sind deutlich gestiegen. Das merken Menschen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, natürlich besonders. Kunden der Tafel Welzheim können im Geschäft in der Bahnhofstraße günstig Lebensmittel einkaufen. Sie brauchen dafür einen Ausweis.

Ermutigung, das Angebot der Tafel gegebenenfalls in Anspruch zu nehmen

Den erhält, wer einen Sozialpass der Stadt

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