Welzheim

Limes-Gymnasium Welzheim probt für neues Stück „Kleine Leute, große Beute“

Bühne
Warum stürmt eine Bande armer Frauen den Supermarkt? © Privat

„Ist’s auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ - dieses Shakespeare-Zitat aus „Hamlet“ kommt einem unwillkürlich in den Sinn, als man am vergangenen Mittwoch in der Eugen-Hohly-Halle in Welzheim sitzt und die Proben für das Stück „Kleine Leute, große Beute“ beobachtet.

Worum es in dem Theaterstück geht

Draußen im Foyer sind zahllose Paar Schuhe der Darsteller aufgereiht, drinnen sitzen die, die gerade nicht auf der Bühne sein müssen, auf Matratzen und warten auf ihren Einsatz. Links neben der Bühne begleitet ein Mädchen den Chor, der „A Hard Day’s Night“ von den Beatles mit neuem, deutschen Text übt, rechts neben der Bühne lassen die Beleuchter bunte Lichter flackern und vor der Bühne sitzt Kunstlehrer, Regisseur und Autor Peter Haury auf einem Stuhl, gestikuliert lebhaft, gibt den jungen Schauspielern Anweisungen und ruft zwischendurch die Namen von Darstellern, die gerade gebraucht werden, aber durchaus nicht immer alle da sind. „Wo ist Julia? Wo ist Noah?“ Noah allerdings ist tatsächlich da - er spielt einen Polizisten.

Worum geht es in dem Stück? Eine Bande armer Frauen stürmt einen Supermarkt, nimmt den Filialleiter gefangen und sucht mit jeder Menge Waren aus den geplünderten Regalen das Weite. Der Ehemann einer der Damen hat keine Ahnung von dem Raub und noch viel weniger davon, dass sich unter dem Bett in seiner Wohnung das Diebesgut türmt. In der soeben geprobten Szene hält seine Gattin ihn energisch davon ab, dort nachzuschauen; die soeben eingetroffene Freundin ist auch keineswegs schwanger, sondern hat unter ihrem voluminösen Mantel wahrscheinlich noch mehr Beute versteckt.

Das aber soll der ahnungslose Ehemann tunlichst nicht mitbekommen und wird von seiner Frau zu diesem Zwecke verbal ordentlich zusammengefaltet. Peter Haury feuert die Darstellerin an: „Sei aggressiv - das ist dein Mann, mit dem kannst du machen, was du willst!“ Worauf die junge Dame in eine lange Tirade wütender Vorwürfe ausbricht - gegen den eigenen Mann und alle Männer insgesamt.

Einige Hauptfiguren haben bis zu acht Darsteller

Sie ist übrigens schon die zweite Darstellerin der Ehefrau in dieser Szene, und das ist bei Haury so üblich und auch so gewollt. Denn wenn man das Ensemble auf eine Person pro Rolle beschränkt, können nicht alle mitmachen, die das möchten; dass das beim Publikum möglicherweise für Verwirrung sorgt, wird in Kauf genommen. Einige der Hauptfiguren von „Kleine Leute, fette Beute“ haben sogar bis zu acht Darsteller, die sich auf der Bühne abwechseln - aber Johanna Lang, die gemeinsam mit Peter Haury an der Inszenierung arbeitet, sieht die Sache gelassen.

„Wenn die Darsteller wechseln, frieren sie für einen Moment ein und es gibt keinen Dialog“, sagt sie. „Der Schauspieler, der übernimmt, kommt dann von hinten dazu; so kriegen die Leute schon mit, was da passiert.“ Im letzten Jahr mussten einige der Schüler und Schülerinnen auf der Bühne gleichzeitig tanzen und singen; das gab Akustik-Probleme, weil hier nur mit der eigenen Stimme und nicht etwa mit einem Headpiece gearbeitet wird. Deshalb hat sie eine Tanz-AG gegründet, und die Lieder im aktuellen Stück singt ein zehnköpfiger Chor, der dabei stehen bleiben darf.

Premiere am Freitag, 20. Januar

Dieser Mittwoch ist der erste Probentag mit Kulissen und allen Darstellern gemeinsam. „Der ist immer besonders anstrengend“, seufzt Johanna Lang. „Aber am Schluss hat noch jedes Mal alles geklappt.“

Das Stück „Kleine Leute, fette Beute“ hat am Freitag, 20. Januar, um 19 Uhr in der Eugen-Hohly-Halle Premiere. Eine zweite Aufführung folgt am Samstag, ebenfalls um 19 Uhr. Die Eintrittskarten kosten 13 Euro und können im Vorverkauf in der Limes-Buchhandlung in Welzheim erworben werden.

„Ist’s auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ - dieses Shakespeare-Zitat aus „Hamlet“ kommt einem unwillkürlich in den Sinn, als man am vergangenen Mittwoch in der Eugen-Hohly-Halle in Welzheim sitzt und die Proben für das Stück „Kleine Leute, große Beute“ beobachtet.

Worum es in dem Theaterstück geht

Draußen im Foyer sind zahllose Paar Schuhe der Darsteller aufgereiht, drinnen sitzen die, die gerade nicht auf der Bühne sein müssen, auf Matratzen und warten auf ihren Einsatz.

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