Welzheim

Mehr Angebote für Betreuung in den Schulferien

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Bewegung im Freien, wie hier an der Hofgarten-Grundschule, ist für die jungen Menschen besonders wichtig. Darauf wird auch in der neuen von der Stadt angebotenen Ferienbetreuung großer Wert gelegt. © Privat

Welzheim. Eine gute Nachricht kurz vor den großen Sommerferien. Die Stadt Welzheim baut das Betreuungsangebot für die Schulkinder aus. Für diese Ferien reicht es aber noch nicht. Vorgesehen ist, die Betreuung in der Grundschule möglichst ab den Herbstferien 2018 anzubieten.

Stadtkämmerin Nadine Räpple sagte dazu im Gemeinderat, dass der Tagesmütterverein bei diesem Thema sehr aktiv sei. Die Stadt beabsichtige aber nicht, ein Konkurrenzangebot aufzumachen. „Wir springen dort ein, wo es fehlt.“ Wichtig sei, dass die Eltern Planungssicherheit hätten. Zum Start werde die Stadt das Angebot auch bei geringen Teilnehmerzahlen anbieten. Aufgenommen werden Kinder bis zu einem Alter von maximal zwölf Jahren. Es fallen eine Gebühr an sowie die Kosten für das Mittagessen. Die Kapazität der Feriengruppe ist derzeit auf maximal 25 begrenzt.

Angebot seit sieben Jahren immer wieder gefordert

„So ein Angebot haben wir seit sieben Jahren gefordert, das finde ich cool, dass dies jetzt kommt“, sagte SPD-Stadträtin Alexandra Veit. „Wir hoffen auf das Beste.“ Lob kam auch vom Welzheimer Bürgerforum. „Wir freuen uns, das Angebot ist stimmig“, sagte Fraktionssprecherin Claudia Kuhn. Eine Anlaufzeit von zwei Jahren sei sinnvoll. „Das muss sich erst noch einspielen.“

Auf eine entsprechende Frage von CDU-Stadträtin Tanja Brucker hat die Stadtverwaltung zugesichert, dass man bei den angebotenen Betreuungszeiten flexibel sein will.

In der Ferienbetreuung sollen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsaufgaben im pädagogischen Alltag ineinandergreifen. Ziel ist es, Kinder, denen aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern kein angemessenes erzieherisches Umfeld geboten werden kann, durch sinnvolle Freizeitangebote zu binden.

Liebevolle Atmosphäre

Dabei geht es um kulturelles Wissen, körperliche Belastbarkeit und Sozialkompetenzen. Die Betreuer achten selbstverständlich auf das Wohl des Kindes, bieten Halt und Geborgenheit und schaffen eine liebevolle Atmosphäre. All diese Rahmenbedingungen stärken das Selbstwertgefühl. Die Vermittlung von schulischem Wissen ist mit der Ferienbetreuung nicht vorgesehen.

Konkret umgesetzt wird diese Konzeption durch Bastel-, Werk- und Malangebote. Die Sprache wird gefördert durch gemeinsames Spielen, Lesen, Vorlesen und Singen. Bewegung und Spiel im Freien fördern die Beweglichkeit der jungen Menschen. Die festgelegte Tagesstruktur mit gemeinsamem Frühstück und Mittageessen gibt den Kleinen einen festen Rahmen.

Aufgenommen werden in der Feriengruppe Grundschüler der jetzigen Klassen 1 bis 4 des Welzheimer Schulzentrums, Schüler der Klassen 5 und 6. Eine Öffnung des Angebots für Kinder aus den umliegenden Gemeinden ist möglich.

Stadt sieht sich als nachrangigen Anbieter

Beginnend mit den Herbstferien 2018 ist vorgesehen, die Ferienbetreuung je nach Bedarf anzubieten. Bestehende Betreuungsangebote wie Awo-Waldheim, CVJM-Freizeit oder der Sportvereine haben Vorrang. Die Stadt sieht sich als nachrangigen Anbieter. Eine Anmeldung ist nur wochenweise möglich, und zwar wahlweise von 7 bis 13 Uhr oder 7 bis 17 Uhr. Die Betreuung findet in den Räumen der Grundschulbetreuung im Schulzentrum statt.

Die Gebührensätze wurden für die halbtägige Betreuung auf 35 Euro in der Woche und für den ganzen Tag auf 60 Euro die Woche beschlossen.

Die festgesetzten Gebühren orientieren sich an den Sätzen für die Grundschulbetreuung.

Konzeption der Stadt Welzheim

Die Schulferien werden für immer mehr Eltern zu einem Problem, weil sie mit ihrem Urlaub nicht alle Zeiten abdecken können. „Auch in Welzheim wird der Bedarf an einer zuverlässigen Betreuungslösung spürbar größer“, sagt Stadtkämmerin Nadine Räpple.

Die Stadt hat auch auf entsprechende Anfragen aus dem Gemeinderat zugesagt, mit einem Konzept diese Lücke zu schließen. Ziel ist, mit den Herbstferien vom 27. Oktober bis 4. November zu starten.

Damit soll der bereits im Kindergarten sowie an der Grundschule während der Schulzeiten angebotene Betreuungsumfang künftig auch in den Ferien vorhanden sein.

In der Anlaufzeit von zwei Jahren wird es keine Mindestteilnehmerzahl geben, um Erfahrungen sammeln zu können. Nur so ist tatsächlich der Bedarf der Eltern zu ermitteln. Erst danach soll beim Dauerbetrieb das Angebot nach dem konkreten Bedarf ausgestaltet werden.