Welzheim

Nach Querdenker-Demo in Welzheim: Stephan Schmidt plant täglichen Aufmarsch gegen Corona-Maßnahmen in Schwäbisch Gmünd

Querdenkerdemo
170 Querdenker demonstrierten in Welzheim, begleitet von Gegendemonstranten. © Büttner

In Welzheim gab es am Samstag, 12. Dezember, eine große Querdenker-Demo mit 170 Querdenkern, die durch Welzheim marschierten. Die Gegendemonstranten waren weniger, da sich die meisten Leute in Welzheim an die Ausgangsbeschränkung und das Reduzieren von Kontakten halten. Und dennoch wurde mit Plakaten und Schildern deutlich, was die Querdenker mitnehmen sollen.

„Die Querdenker haben uns angeschrien. Sie haben die Plakate umgedreht oder sogar versucht, diese abzumachen. Sie haben durch die Megafone gebrüllt, dass der Staat sie mundtot machen würde. Währenddessen sperrt der Staat, in diesem Fall der Welzheimer Bauhof, die Straßen für die Demonstranten und beschützt diese mit Polizeikräften. Ist das diese Diktatur, auf der niemand mehr etwas sagen darf, aber durch eine ganze Stadt ziehen kann? Ist das diese Meinungsfreiheit der Querdenker, welche sie verteidigen, außer jemand sagt etwas gegen sie oder hängt Plakate gegen sie auf? Springt nicht auf den Zug der Querdenker auf. Glaubt ihnen nicht. Unterstützt sie nicht. Sie verfolgen nur ihre Ziele. Sie denken nicht an andere“, äußert sich der Welzheimer Philip Köngeter, der auch Gemeinderat der Piraten in Welzheim ist.

Für Thomas Jauch aus Spraitbach, der die Corona-Demonstration im Schwäbisch Gmünder Teilort Lindach organisierte, steht fest: „Obwohl Gegendemonstranten in Form von Stadträten der Stadt Gmünd anwesend waren, haben diese unser Gesprächsangebot zum Diskurs über die Corona-Thematik nicht angenommen.“ Und Stephan Schmidt, ebenfalls ein bekennender Gegner der Corona-Maßnahmen und Chef des Seehof-Restaurants in Alfdorf, geht nun sogar noch einen Schritt weiter.

Nachdem die Bundesländer und der Bund gemeinsam entschieden haben, ab dem 16. Dezember einen großen Lockdown bis mindestens 10. Januar zu machen, werde Schmidt mit weiteren Querdenkern eine tägliche Kundgebung auf dem Schwäbisch Gmünder Marktplatz machen. „Wir werden jeden Tag in Schwäbisch Gmünd auf dem Marktplatz von 18.30 bis 19.30 Uhr demonstrieren, so lange, bis die Corona-Maßnahmen wieder zurückgenommen werden“, sagt Schmidt. Schmidt selbst rechne persönlich aber damit, dass er sein Restaurant erst nach Ostern 2021 wieder aufmachen darf. „Wir werden diese Ausdauer haben, so lange, bis sich etwas ändert mit diesen unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen“, so Schmidt.

Kein Bußgeld für Stephan Schmidt

Auch das Thema Versammlungen im Seehof-Restaurant steht weiter im Blickpunkt des öffentlichen Interesses, denn Stephan Schmidt sagt nun: „Ich habe eine Anhörung bekommen, die verlief natürlich so, dass ich beweisen konnte, dass nichts Illegales gemacht wurde. Auch am Sonntag gab es wieder eine Versammlung im Seehof, die Polizei kontrollierte und stellte kein Fehlverhalten in Bezug auf die Einhaltung der Corona-Verordnung fest.“ Eine Alfdorfer Bürgerin, Heike Joos, versteht die Argumente der Querdenker überhaupt nicht und schrieb der Welzheimer Zeitung: „Passender kann ein Vereinsname für Querdenker nicht sein: Ruf der Trommeln – Trommeln machen Krach, sind aber innen hohl.“

In Welzheim gab es am Samstag, 12. Dezember, eine große Querdenker-Demo mit 170 Querdenkern, die durch Welzheim marschierten. Die Gegendemonstranten waren weniger, da sich die meisten Leute in Welzheim an die Ausgangsbeschränkung und das Reduzieren von Kontakten halten. Und dennoch wurde mit Plakaten und Schildern deutlich, was die Querdenker mitnehmen sollen.

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„Die Querdenker haben uns angeschrien. Sie haben die Plakate umgedreht oder sogar versucht, diese abzumachen. Sie

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