Welzheim

Neu geregelt: Parken in der Innenstadt

1/3
Neu geregelt: Parken in der Innenstadt_0
Die Parkzonen in der Welzheimer Innenstadt werden künftig nur noch in drei statt bisher fünf Zeitzonen ausgewiesen. © Stütz / ZVW
2/3
Neues Parkplatzkonzept für die Welzheimer Innenstadt_1
So sieht das neue Parkplatzkonzept für die Welzheimer Innenstadt aus. © ZVW/Danny Galm
3/3
_2
So sieht das neue Parkplatzkonzept für die Welzheimer Innenstadt aus.

Welzheim. Das Parken in der Welzheimer Innenstadt soll einfacher werden. Statt fünf gibt es künftig nur noch drei Zeitzonen, die ausgewiesen sind. Und das Beste an allem: Die Parkplätze sind weiter kostenlos. Parkscheibe einstellen genügt. Die neue Regelung soll nach dem Umbau der Wilhelmstraße Zug um Zug umgesetzt werden.

Laut dem Beigeordneten der Stadt, Reinhold Kasian, gibt es in der Welzheimer Innenstadt bislang fünf verschiedene Parkregelungen. Es gibt Parkplätze, die zeitlich nicht begrenzt sind, für Dauerparker.

Außerdem werden Parkplätze mit Parkscheibe angeboten, die Parkzeiten sind breitgefächert: zwei Stunden, 90 Minuten, 60 Minuten und 30 Minuten. Künftig gibt es nur noch drei Zeitzonen, und zwar 90 Minuten, 30 Minuten und Dauerparker. „Wir haben das Dickicht gelichtet“, sagte dazu Bürgermeister Thomas Bernlöhr in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause.

Stellplätze ohne zeitliche Beschränkung sind in der Bahnhofstraße, in der Kurzen Straße, in der Burgstraße und an der Ecke Burgstraße/Gschwender Straße vorgesehen. Parken mit Parkscheibe bis zu 30 Minuten ist künftig an der Ecke Kirchplatz/Wilhelmstraße möglich. Gedacht sind diese Kurzparkplätze vor allem für die Nutzer der Postagentur. Die restlichen Parkzonen sind mit Parkscheibe frei bis zu 90 Minuten. (Siehe dazu nebenstehenden Plan).

Für den Autofahrer soll es einfacher und übersichtlicher werden

Zurück geht das neue Parkraumkonzept auf Vorschläge der Verkehrsplaner BS-Ingenieure aus Ludwigsburg. Die Zielvorgabe lautete: „Möglichst wenig Wechsel in der zulässigen Parkzeit macht es für den Autofahrer einfacher und übersichtlicher.“

Ebenfalls beschlossen sind die Vorschläge zur Geschwindigkeitsregelung in der Welzheimer Innenstadt. Die Fachleute hatten festgestellt, dass es im Innenstadtbereich einen häufigen Wechsel an Tempobeschränkungen gibt. Nach Umwidmung der Ortsdurchfahrten von Landesstraßen zu Gemeindestraßen Anfang 2014 bestand nun die Möglichkeit, die Geschwindigkeitsregelungen neu zu ordnen. Das neue Konzept ist einfacher und übersichtlicher.

Gemeinderat und Stadtverwaltung erhoffen sich von dem Konzept auch eine bessere Anbindung der Nordstadt an das Stadtzentrum. Die vorhandenen Zebrastreifen haben Bestandsschutz und sollen deshalb erhalten bleiben. Ausgeklammert ist in diesem Konzept der Bereich des Schulzentrums. Durch die geplante Neubebauung auf dem Kühnle-Areal muss für diesen Bereich ohnehin ein neues Konzept erarbeitet werden.

Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern in der Stunde

Es bestehen derzeit: verkehrsberuhigter Bereich, verkehrsberuhigter Geschäftsbereich mit 20 Kilometer in der Stunde, Tempo-30-Zone, ein Limit von 40 und ein allgemeingültiges Limit im Ort von 50 Kilometern in der Stunde. Hinzu kommt, dass die Regelungen in kurzen Streckenabschnitten mehrfach wechseln und nicht klar strukturiert sind.

Das Verkehrskonzept für die Innenstadt sieht eine Neuordnung vor, die eine einfache und klare Struktur der Höchstgeschwindigkeiten vorsieht. Auf das Limit von 40 Kilometern in der Stunde wird künftig ganz verzichtet.

Folgende Änderungen sind derzeit vorgesehen: Die Bahnhofstraße zwischen Postweg und Kurze Straße und die Kurze Straße werden zur 30-Kilometer-Zone (bisher sind 50 Stundenkilometer erlaubt).

Alle bestehenden Straßenabschnitte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern in der Stunde werden zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20. Im „Graben“, also im oberen Bereich der Bahnhofstraße, bleibt es bei Schrittgeschwindigkeit.


Die Parkscheibe

Die Parkscheibe auf dem Armaturenbrett dient beim Parken von Kraftfahrzeugen zur Angabe der Ankunftszeit (des Parkbeginns) eines Kraftfahrzeugs auf einer als Parkplatz ausgeschilderten Fläche mit Überwachung der Parkzeit.

Der Vorläufer der heutigen Bestimmungen findet sich in der Ausweisung einer Blauen Zone in Stadtzentren – in dieser Parkzone konnte mit einer entsprechenden (regional verschiedenen) Parkscheibe bis zu zwei Stunden kostenlos geparkt werden.

Die aktuelle Regelung mit der vereinheitlichten EU-Parkscheibe erlaubt einen weiteren Bereich an Zeitbeschränkungen, die auf der Beschilderung jeweils angegeben werden.

Ein erstes parkscheibenartiges System wurde 1957 in Paris eingeführt, um das Dauerparken einzuschränken. Erdacht wurde es von dem Ingenieur Robert Thiebault und dem Polizeipräfekt Roger Genebrier.