Welzheim

Noel Lehar wird Vierter bei „Das Supertalent“

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Bei "Das Supertalent" schaffte Noel Lehar aus Welzheim es unter hunderten Bewerbern auf dem vierten Platz. © Sarah Utz
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Die Gewinnerin der Talentshow heißt Alexa Lauenberger. Sie führte mit acht Hunden Kunststücke wie Salti und eine Polonaise auf. © Sarah Utz
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Noels Kulisse war ein glitzernder Winterwald. © Sarah Utz
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Noel spielte Ennio Morricones "Nella Fantasia" fehlerfrei auf seiner Querflöte. © Sarah Utz
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Die Jury (v.l.): Bruce Darnell, Nazan Eckes und Dieter Bohlen. © Sarah Utz

Köln/Welzheim. Noel Lehar aus Welzheim hat beim Finale der Rtl-Show „Das Supertalent“ den vierten Platz ergattert. Gegen 13 Konkurrenten trat der 10-Jährige am Samstagabend in Köln an. Eine gleichaltrige Hundedresseurin machte das Rennen und nahm den Gewinn von 100 000 Euro mit nach Hause.

Im glitzernden Winterwald seiner Bühnenkulisse saß bei trotzdem riefen nicht genügend Zuschauer für den Sieg an. Er machte nur Platz vier. Sehr enttäuscht wirkt der 10-Jährige am Sonntagmorgen nach dem großen Auftritt allerdings nicht, dafür ziemlich erschöpft. Kein Wunder: Die Gewinnerin wurde erst um null Uhr verkündet, nach der Sendung ging es noch auf eine mitternächtliche Currywurst zur Aftershowparty.

„Es war krass bei der Sendung mitzumachen, ich bin so was nicht gewohnt“, erzählt der junge Welzheimer mit müden Augen am Sonntagvormittag in der Hotellobby. Zwar durfte er nach seinem Auftritt wegen des Jugendschutzes nicht mehr auf die Bühne, aber im Publikum verfolgte er die Show bis zum Schluss mit großer Spannung. Mit Feuerwerk, Luftschlangen und eimerweise Konfetti veranstaltete Rtl für seine Zuschauer eine Show, bei der Noel am Ende 100 000 Euro hätte gewinnen können. Diese räumte allerdings seine ebenfalls 10-jährige Konkurrentin Alexa Lauenburger mit ihren Salti-springenden Hunden ab.

Zweite Sieger

Als Konkurrenten - so hat Noel die meisten Mitstreiter nicht erlebt. Hinter der Bühne freundete er sich mit der zweiten jungen Musikerin der Finalsendung Allegra Tinnefeld an. Die singende Geigerin schaffte es auf den zweiten Platz, den ihr Noel von Herzen gönnt: „Wir haben uns gut verstanden und ausgemacht zusammen Musik zu machen. Aber es dauert wahrscheinlich noch ein bisschen, weil sie in Wien wohnt.“

Über die Gewinnerin Alexa äußert sich Familie Lehar zurückhaltend. Die Mutter glaubt, Alexa wäre in der Woche vor dem Finale etwas ins Rampenlicht gedrängt worden. Tatsächlich berichteten Fernsehen und Boulevardblätter in den vergangenen Tagen vermehrt über das Mädchen und deren während der Staffel verstorbenen Lieblingshund. Ein Schicksalsschlag, niedliche Hunde und eine 10-Jährige Dresseurin. Wahrscheinlich war der Querflöte spielende Noel nicht spektakulär genug für die Rtl-Zuschauer, mutmaßen die Eltern nach der Sendung. Noel selbst sieht den Sieg von Alexa nüchtern: „Natürlich ist es süß, Hunde kommen gut an und es ist ein tolles Talent.“ Aber ein wenig Enttäuschung tragen seine Worte auch: „Man fragt sich schon, warum habe ich nicht gewonnen? Aber sie hat es verdient.“

Fernseh-Pause für Noel

Noch einmal in einer Castingshow dabei zu sein kann sich Noel durchaus vorstellen. „Nicht mehr beim Supertalent, ein Doppelauftritt ist nichts.“ Welche Sendungen sonst in Frage kämen weiß er nicht. Aber bis zum nächsten Fernsehauftritt sollte ohnehin noch ein wenig Zeit vergehen, findet Noel: „Es ist oft stressig, deshalb würde ich es nicht jede Sekunde machen wollen.“ Deshalb geht es zurück in den Alltag, der 10-Jährige muss nach einer Woche Fernsehwelt wieder in die Schule.

Das Supertalent

„Das Supertalent“ ist der größte mediale Talentwettbewerb in Deutschland. Auf Rtl laufen pro Staffel 14 Folgen. Dabei treten die unterschiedlichsten Künstler an und wetteifern, einer der Finalisten in der Live-Show zu werden und den Preis 100 000 Euro zu gewinnen. In der Jury sitzen Dieter Bohlen, Nazan Eckes und Bruce Darnell.

Bohlen hatte Noel mit dem "Goldenen Buzzer" bei dessen ersten Auftritt direkt ins Finale katapultiert.