Welzheim

Razzia in Welzheim: Schwarzarbeiter auf Baustelle entdeckt

Schwarzarbeit Zoll
Symbolbild: Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüft Arbeitnehmer auf Baustelle. © Hauptzollamt Stuttgart

Bei einer Razzia auf einer Baustelle in der Welzheimer Innenstadt haben Finanzkontrolleure des Stuttgarter Hauptzollamts am Dienstagmittag (20.10.) einer Pressemitteilung des Hauptzollamts Stuttgart zufolge fünf Arbeiter entdeckt, die sich mit gefälschten Pässen illegal in der Bundesrepublik aufgehalten haben.

Nach dem Hinweis von Beamten des Polizeireviers Welzheim entschieden sich die Zöllner demnach zu einer vollständigen Überprüfung des Bauvorhabens in der Welzheimer Innenstadt. Zollbeamten sicherten dafür gemeinsam mit den Polizisten die Baugrube ab und kontrollierten im Anschluss alle auf dem Bauprojekt tätigen Arbeiter.

Zöllner: Falsche Pässe mit bloßem Auge erkennbar

Wie die Zöllner mitteilen, hätten sie bereits mit bloßem Auge erkennen können, dass es sich bei den vorgelegten kroatischen Pässen um Fälschungen handelte, berichtete die Zollbehörde. Die Männer gaben schließlich zu, aus Serbien beziehungsweise Bosnien zu kommen und in Deutschland illegal beschäftigt zu sein. Sie wurden in Untersuchungshaft genommen und müssen sich nun wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts und Urkundenfälschung verantworten.

Ein weiterer Mann aus Bosnien hatte zwar keine gefälschten Ausweispapiere bei sich, aber ebenfalls keine Berechtigung, in Deutschland zu arbeiten. Er wurde gegen Hinterlegung einer Sicherheit vorerst auf freien Fuß gesetzt. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellten die Beamten zudem fest, dass gegen einen Bauarbeiter aus Polen wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe ein Haftbefehl vorlag. Er musste knapp 1000 Euro entrichten und blieb auf freiem Fuß.

Weitere Ermittlungen

Bei ihrer Vernehmung gaben die Arbeiter vom Balkan an, von Schleusern nach Leipzig gebracht und danach gegen Geld an Baufirmen "verkauft" worden zu sein. Der Zoll ist nun dabei, das Subunternehmergeflecht auf der Welzheimer Baustelle aufzuklären. Die Ermittlungen gegen die Arbeitgeber der Männer wegen des Verdachts auf Beihilfe zum illegalen Aufenthalt sowie Verstößen gegen die Sozialabgabenpflicht und geltende Mindestlohnbestimmungen laufen.