Welzheim

Riesiger Andrang beim Warentauschtag in Welzheim: Was es dort zu ergattern gab

Warentausch
Im Zentrum des Interesses bei vielen: Der Büchertisch. © Alexandra Palmizi

Morgens um halb elf am vergangenen Samstag ist der Welzheimer Warentauschtag noch nicht eröffnet, dafür läuft die Anlieferung bereits auf hohen Touren. Sämtliche Parkplätze rings um die Eugen-Hohly-Halle sind voll, Kofferräume werden geleert und eine lange Kette von Menschen wandert in Richtung des Hintereinganges der Justinus-Kerner-Halle, beladen mit allem Möglichen, was man aussortiert hat, damit andere es später mit nach Hause nehmen können. Die Stadt hat extra darum gebeten, die Kellerfunde direkt an die Helfer zu übergeben, damit es vor der Halle nicht zu chaotischen Szenen kommt. Und erst die Helfer packen die Mitbringsel aus und verteilen sie auf den zahlreichen Tischen in der Halle.

Um 13 Uhr öffnen sich dann die Türen der Halle für das Publikum. Der Andrang ist riesig, und wieder einmal verblüfft es, was sich überall in Speichern und Kellern findet. Auf einem Tisch türmen sich Kleidungsstücke, darunter stehen Schuhpaare von Gummistiefeln für die Großen bis zu bunten Turnschuhen für den Nachwuchs. Jemand hat eine Brotschneidemaschine „erbeutet“, die aussieht wie neu, und trägt sie nach Hause.

Viele Besucher haben große Tüten und Taschen mitgebracht, manche sogar Rollkoffer. Wer mit leeren Händen kommt, findet am Kopfende der Halle einen großen Stapel leerer Kartons, von dem man sich genauso bedienen darf wie von allem, was sich auf den Tischen stapelt.

Nichts ist unbrauchbar oder gar kaputt

Wie immer dicht umlagert ist der Büchertisch. Ein verirrter Brockhaus-Band findet sich dort ebenso wie ein längst vergriffener Roman von Harold Robbins oder eine englische Grammatik und ein leicht angestaubter Stapel Kitsch-Schmonzetten von Barbara Cartland. Alles schon ein bisschen angegilbt, aber immer noch für eine Schmökerrunde gut. Und nichts von dem, was an diesen Tagen auf den Tischen landet, ist unbrauchbar oder gar kaputt – eine eherne Regel, denn der Warentauschtag ist nicht dazu gedacht, unliebsamen Müll zu entsorgen.#

Also holen die einen sich hochwillkommenen Lesestoff und die anderen nehmen Vasen, Kerzenhalter oder ein paar Weißbiergläser mit, um den zu Hause durch ein paar Unfälle dezimierten Bestand wieder aufzufüllen. Wer zusammenpassende Weingläser sucht, muss etwas Glück mitbringen und früh kommen, sonst bleibt nur noch ein buntes Durcheinander von Einzelstücken. Aber das macht nichts – die Suche ist ein Teil des Vergnügens, und irgendwas findet man immer.

Um halb drei sind die Tische abgegrast

Um halb drei sind die Tische schon deutlich abgegrast, aber noch immer sind zahlreiche Besucher da. Ein kleiner Junge sitzt auf einem Bobbycar und rollt damit begeistert in Richtung Ausgang, eine ältere Dame faltet sorgsam ein buntes Halstuch zusammen und steckt es in ihre Tragetasche und ein Mädchen drückt eine Puppe im Rüschenkleid an sich. Der Bücherstapel ist schon nicht mehr ganz so hoch, Schnapsgläschen, Keramikbecher und Thermoskannen warten noch auf ein neues Zuhause, und auf einem Tisch an der Wand sind nur ein paar Tupperdosen ohne Deckel übrig geblieben.

Und draußen vor der Halle macht sich ein Mann auf den Heimweg - mit einem Rollkoffer, einem vollen Rucksack und einer prallen Plastiktüte, beladen mit alten und neuen Schätzen.

Morgens um halb elf am vergangenen Samstag ist der Welzheimer Warentauschtag noch nicht eröffnet, dafür läuft die Anlieferung bereits auf hohen Touren. Sämtliche Parkplätze rings um die Eugen-Hohly-Halle sind voll, Kofferräume werden geleert und eine lange Kette von Menschen wandert in Richtung des Hintereinganges der Justinus-Kerner-Halle, beladen mit allem Möglichen, was man aussortiert hat, damit andere es später mit nach Hause nehmen können. Die Stadt hat extra darum gebeten, die

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