Welzheim

Saskia John ist neue Jugendreferentin

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Saskia John arbeitet bei der evangelischen Kirchengemeinde als Jugendreferentin und nach dem Sommer auch als Schuldiakonin. Bild: Habermann © Ramona Adolf

Welzheim. Das Stellenangebot in Welzheim hat sie „angesprungen und nicht mehr loslosgelassen“, sagt Saskia John. Die 25-Jährige ist seit April die neue Jugendreferentin und Schuldiakonin der evangelischen Kirche in Welzheim. Sie tritt die Nachfolge von Jugendreferent Yohaye Alban Guéhi an, dem man nach der Probezeit gekündigt hat. „Es hat leider nicht gepasst“, sagt Pfarrer Markus Eckert. Zum neuen Schuljahr wird Saskia John voll in Welzheim tätig sein.

Vor allem hat sie die Kombination gereizt, in und mit der Gemeinde zu arbeiten und dabei gleichzeitig an Schulen zu wirken und hier als eine Art Schnittstelle zu fungieren. Denn sie will das Junior-Schüler-Mentorenprogramm an der Kastell-Realschule fortführen, das Nicole Heß etabliert hatte und das im Zuge des Intermezzos von Yohaye Alban Guéhi derzeit pausiert. Der Ivorer hatte die Stelle am 1. Juni vergangenen Jahres angetreten. „Es hat leider nicht so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Markus Eckert. Was ist vorgefallen? „Es hat einfach nicht gepasst“, sagt Eckert und macht deutlich, dass er nicht mehr sagen will. Es habe „unterschiedliche Auffassungen gegeben“ und es tue ihm leid. Nun hofft die evangelische Kirchengemeinde, dass es mit der 25-Jährigen aus Singen (Hohentwiel) besser klappt, die in der Limesstadt ihre erste Stelle antritt.

Ansprechpartnerin für alle Lebensfragen

Welche Aufgaben übernimmt sie in Welzheim? „Zum einen bin ich in der Schulseelsorge Ansprechpartnerin für alle Lebensfragen, die Kinder haben können. Zum anderen liegt der Fokus darin, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit zu stärken und zu begleiten, ihre Talente und Gaben herauszubilden.“ Hier sei besonders das Mentorenprogramm interessant.

Sie studierte Soziale Arbeit und Religionspädagogik in Ludwigsburg und hat rund eineinhalb Jahre Religion unterrichtet. Perfekt, werden sich die Verantwortlichen in Welzheim gedacht haben, denn das soll sie auch in der Limesstadt und die Kooperation mit der Kastell-Realschule vertiefen. Am Zuschnitt der Stelle Jugendreferentin/Schuldiakonin wird sich wenig ändern, kündigt Markus Eckert an. So wird Saskia John für die Kinder, Jugendlichen und Schüler zuständig sein. Auch im Ganztagsbereich soll und will Saskia John wirken und „Beziehungen aufbauen“. Mit ihrem Ehemann, ebenfalls Jugendreferent, will sie in den Welzheimer Raum ziehen.

Bereits seit dem 1. April arbeitet sie in Welzheim. Nach den Schulferien wird sie voll einsteigen. Die Zeit will sie nutzen, um Welzheim und die Bewohner kennenzulernen. „Ich habe Zeit, mich vorzubereiten“, freut sie sich. Auf was für einen Menschen treffen die Welzheimer? „Ich bin gerne unterwegs, liebe es, mit Menschen zu sein“ und Projekte anzugehen.

Saskia John sieht sich als Ansprechpartnerin

„Mein Glaube motiviert mich für die Arbeit. Aber es ist nicht in erster Linie das, was ich den Schülern näherbringen will.“ Aber der christliche Glaube könne auf viele Lebensfragen Antworten geben, sei eine „Basis für ihr Leben“ als „Geschöpf Gottes“. Jugendliche zu befähigen, das scheint ihr Anliegen zu sein, damit sie ihr Leben gestalten können. Dazu könnte es neue und alte Freizeitangebote in Welzheim geben.

Wie sieht sie sich als Jugendreferentin? Als Lehrerin? Als Erzieherin? Sie überlegt. „Als Ansprechpartnerin. Jugendliche brauchen Begleitung von Menschen, die ihnen verschiedene Wege aufzeigen können.“ John nennt es Beziehungsarbeit. „Ich will jemand auf Augenhöhe sein“, der schöne Momente teile oder Trost und Rat spende und dabei ehrlich und authentisch sei.

Unterstürtzung für den CVJM

Ansprechpartner will sie auch für die Helfer und Mitarbeiter des CVJM in Welzheim sein und sie unterstützen, denn sie übernimmt auch nichtoperative Tätigkeiten, schult Mitarbeiter und organisiert.

Ihr Büro im Dietrich-Bonhoeffer-Haus stehe offen. Das Rad muss sie in Welzheim nicht neu erfinden. Es muss nun weiterrollen. „Es gibt hier schon sehr viel. Hier muss nichts aus dem Boden gestampft werden.“ Jetzt will sie Menschen kennenlernen: Was machen sie, wie ticken sie und was brauchen sie? Nach ihrer Konfirmation war sie beim CVJM in ihrer Kirchengemeinde aktiv. „Da kam der Wunsch auf, etwas Sozial-Christliches zu machen.“ Sie hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kirchengemeinde absolviert und dort mit Partnern eine Kooperation mit Schulen aufgebaut. Das werde ihr in Welzheim helfen. Die Limesstadt kennt sie nicht erst seit ihrer Bewerbung. Eine Freundin kommt aus Welzheim, sie kennt die Stadt und freut sich nun, hier wirken zu können. Auf Augenhöhe.

Die Jugendarbeit unterstützen

Saskia John hat ihre Tätigkeit am 1. April 2016 mit einem reduzierten Umfang (60 Prozent) begonnen und wird ab dem Schuljahr 2016/2017 auch an den Welzheimer Schulen tätig sein. Die Stelle der Jugendreferentin wird vor allem mit Spenden finanziert, erinnert sei an die Wiegeaktion mit Pfarrer Frasch und Bürgermeister Bernlöhr vor zwei Jahren. Daher bittet der Förderkreis Christliche Jugendarbeit in Welzheim um Spenden. Die Menschen können Mitglied werden oder spenden. Stichwort: Jugendreferentenstelle, IBAN: DE53613914100012323004 bei der Volksbank Welzheim (BIC: GENODES1WEL). Informationen hat Eberhard Schneider, Vorsitzender des Förderkreises. E-Mail an: eberhard.f.schneider@web.de.