Welzheim

Schwabenspaß im Petticoat: Beste Stimmung in der Eugen-Hohly-Halle Welzheim

DooWopMaedels
Die „DooWop Mädels“ mit schwäbischer Comedy in der Hohly-Halle. © Gaby Schneider

Jüngst erst gelesen: Für Konzertveranstalter sei nach Corona eine halbvolle Halle „das neue Ausverkauft“. Die Welzheimer Kultursäule konnte am vergangenen Samstag allerdings nicht klagen; die Eugen-Hohly-Halle war beim Auftritt der „DooWop Mädla“ bis auf den letzten Platz besetzt.

Gesa Schulze-Kahleyß aus Welzheim

Kein Wunder, denn das Ganze ist mehr oder weniger ein Heimspiel. Ein Mitglied des Quartetts in weiß getupftem Fifties-Kleidchen mit Petticoat, Gesa Schulze-Kahleyß, lebt in der Limesstadt und war bis 2014 eine Hälfte des Kabarett-Duos „i-dipfele“.

Als während der Pandemie die Auftritte ausblieben, tat sie sich kurzerhand mit drei anderen Comedy- und Gesangskünstlerinnen zusammen und gründete mit Annette Heiter, Babs Steinbock und Susi Härle die „DooWop Mädla“. Zuerst musste man online proben, aber jetzt darf man endlich, endlich auch wieder zusammen auf die Bühne. Und das mit beträchtlichem Erfolg.

Verkorkstes Blind Date vertont

Das Rezept für diesen Erfolg ist eigentlich ganz simpel: Man nehme allseits bekannte Hits, verpasse ihnen einen witzigen, schwäbischen Text und performe sie zu viert (oder zwischendurch auch zu dritt oder zu zweit) mit viel Schwung und Augenzwinkern. Bei den „DooWop Mädla“ wird aus dem Klassiker „Mr. Sandman“ auf diese Weise „Bisch du d‘ Sandra?“, und es geht plötzlich um ein verkorkstes Blind Date.

„Nothing but a dream“ mutiert zu „I wär gern a Schtar“ und aus „I will survive“ wird eine spöttische Attacke auf maskuline Helden mit Männergrippe.

Witzig und flott

Dabei bieten die „DooWop Mädla“ durchaus auch was fürs Auge. Zwischendurch wird sich immer wieder mal umgezogen, aus den rosa Punktekleidchen steigen die Damen hinter der Bühne erst in identische Blumen-Dresses, dann in schwarze Jeans mit pinken College-Jacken und zum Schluss in leuchtend rosa Cocktailkleidchen mit Pailetten-Glitzer. Dabei nimmt man sich gern mal gegenseitig auf die Schippe und - ganz wichtig - nicht allzu ernst.

Das Programm ist witzig und flott, und es hat ein paar besondere Highlights, die (fast) alle mitsingen können. Ihre Version von „Volare“ handelt von dem „Lohle“, der so lahmarschig ist, dass er wirklich gar nichts auf die Reihe kriegt.

Hier gibt es viel zu lachen

Großes Gelächter gibt es bei einem Song-Medley, das musikalisch durch schwäbische Küchenspezialitäten wandert (besonders viel Spaß haben die Leute, als aus den „Spanish Eyes“ von Bert Kaempfert ein gefühlvoll geschmetterter „Gaisburger Marsch“ wird). Und das Video von „Kartoffelsalat“ (zu dem die „DooWop Mädla“ den Überraschungs-Welthit „Wellerman“ umgeschrieben haben) genießt auf Youtube regionalen Kultstatus: 148.000 Menschen haben es bereits angeklickt.

Liebstes schwäbisches Wort?

Das Publikum wird immer wieder mit einbezogen und es gibt sogar eine kleine Verlosung. Was ist der Zuschauer liebstes schwäbisches Wort? Am Ende einigt man sich per Applaus auf „Lällabäbbel“, und als Preis gibt es einen Adventskalender. Dummerweise gibt es in den glitzernden Cocktailkleidchen dann schon die letzten Songs - wobei die vier Damen nach „Gut’s Nächtle, Schätzle“, natürlich noch nicht von der Bühne dürfen.

In der Zugabe geht’s um ein E-Bike, das am Schluss nach einem Unfall nicht mehr ganz so glänzend ausschaut - zum Glück kann man das von diesem unterhaltsamen Konzertabend ganz und gar nicht behaupten.

Jüngst erst gelesen: Für Konzertveranstalter sei nach Corona eine halbvolle Halle „das neue Ausverkauft“. Die Welzheimer Kultursäule konnte am vergangenen Samstag allerdings nicht klagen; die Eugen-Hohly-Halle war beim Auftritt der „DooWop Mädla“ bis auf den letzten Platz besetzt.

Gesa Schulze-Kahleyß aus Welzheim

Kein Wunder, denn das Ganze ist mehr oder weniger ein Heimspiel. Ein Mitglied des Quartetts in weiß getupftem Fifties-Kleidchen mit Petticoat, Gesa Schulze-Kahleyß,

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper