Welzheim

Start in die neue Saison

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Force-One ist die größte Achterbahn im Schwaben Park. © Ramona Adolf
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Akrobatik und Artistik wird im Schwabenpark ebenfalls geboten. © Alexandra Palmizi
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Die Wildwasserbahn wird derzeit aufpoliert und verlängert. Sie steht voraussichtlich ab Mitte Mai wieder zur Verfügung.
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Die neuen Retro-Flitzer stehen zur neuen Saison bereit. © Alexandra Palmizi

Kaisersbach. Erst am Freitag fiel die endgültige Entscheidung. Der Schwabenpark öffnet regulär am Samstag, 24. März, um 9 Uhr seine Tore. Da wetterbedingt nicht alle Fahrgeschäfte in Betrieb gehen können, gibt es am Eröffnungswochenende den vergünstigten Eintrittspreis von 17,50 Euro pro Person, für alle Besucher ab vier Jahre.

Mit einer Weltneuheit, dem 20. Jubiläum der Wildwasserbahn und „Spritztouren“ in die Fünfzigerjahre startet der Schwabenpark in die neue Saison. Die Inhaberfamilie Hudelmaier investierte rund drei Millionen Euro. Zur Eröffnung sind wetterbedingt nicht alle Neuerungen startklar. Auch die Gestaltung ist noch nicht überall komplett, sie wird im Lauf der Saison ergänzt. Aufgrund der riesigen Zahl an Übernachtungsgästen wurde im Schwabendorf ein sechstes Blockhaus gebaut.

Die letzten Tage vor der Eröffnung waren anstrengend - und kalt. Schneefall und Wintertemperaturen erschwerten die Bauarbeiten. Die strenge „sibirische Kälte“ im Februar sorgte kurzzeitig für einen Baustopp. „Temperaturen bis zu minus 20 Grad lassen kaum Spielraum für Bauarbeiten an den neuen Fahrgeschäften“, sagt Technikchef Guido Hudelmaier. Auch der Umbau der Oldtimerbahn zog sich wetterbedingt. Sie wurde um 100 Meter verlängert und um interaktive Elemente erweitert, wird aber am ersten Öffnungstag noch nicht in Betrieb sein.

Mit dem Retro-Sportflitzer in die wilden Fifties

Wem nach einer Runde in betagten Fahrzeugen der Sinn steht, kann sich in einem pinkfarbenen Cadillac oder einer metallic-silbernen Corvette den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. In acht Retro-Sportwagen befördert der Schwabenpark die Besucher mit einer Höchstgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern auf 230 Metern Fahrstrecke in die Fünfzigerjahre. Das neue Fahrgeschäft, das wetterbedingt zum Saisonstart noch nicht zur Verfügung steht, ersetzt die Go-Cart-Bahn. Vor allem Kinder können hier unbesorgt „Gas“ geben: Die Fahrzeuge sind frei lenkbar, aber schienengeführt und kommen nicht von der Fahrbahn ab.

Wilde Hilde öffnet die Pforte in den „wilden Hühnerstall“

Vor Beginn der Sommerferien soll die „Wilde Hilde“, eine Weltneuheit mit einer Investitionssumme von 1,2 Millionen Euro, kommen, hofft der Schwabenpark. Sie macht mit ihrer imposanten Höhe von fast 25 Metern der „Force One“ Konkurrenz. Künftig recken sich also zwei Fahrgeschäfte weit über die Köpfe der Besucher.

Der 100 Meter lange Streckenverlauf der weltweit einmaligen Achterbahn erinnert an eine Murmelbahn. Durch sie fährt der Besucher 90 Sekunden lang in Gondeln, die seitlich an der Schiene angebracht sind und wie eine Zahnradbahn gezogen werden. In etwa 20 Meter Höhe angelangt, beginnt die freie Fahrt im Zick-Zack-(Murmel)-Kurs hinab, in den Kurven von Magnetbremsen verlangsamt. „Durch „Freie Fall“-Elemente und mehrere Richtungswechsel schwingen die Gondeln und sorgen so für ein einzigartiges Fahrerlebnis“, schreibt der Schwabenpark in der Pressemitteilung. Die „Wilde Hilde“ schließt eine Lücke für Kinder ab vier Jahren. Sie können diesen Achterbahntyp in Begleitung fahren.

20 Jahre Wildwasserbahn: Längerer Auslauf, zeitgemäßer „Bahnhof“

Mitte Mai wird, wenn das Wetter es zulässt, die umgebaute Wildwasserbahn in neuer Optik und unter dem neuen Namen „Sägewerk“ eröffnet. Seit 20 Jahren unternehmen die nicht wasserscheuen Gäste in Baumstämmen spritzende Berg- und Talfahrten.

Zum Jubiläum präsentiert sie sich mit einem um sechs Meter verlängerten Auslauf. Nach dem „freien Fall“ vom höchsten Punkt aus hält der rasante Schwung künftig länger. Das Bahnhof-Gebäude wird zeitgemäßer: In Kooperation mit Firma Stihl entsteht ein neuer interaktiver Wartebereich mit einer Sägenausstellung „Gestern - Heute“. Das Thema „Sägewerk“ zieht sich weiter zur Musik, in die sich Geräusche von Sägen, Hämmern und plätscherndem Wasser mischen. Um die Wartezeit zu verkürzen, bieten interaktive Elemente Wissenswertes über Bäume, Holz und dessen Verarbeitung.

Mehr als 1000 Übernachtungsgäste in vier Monaten

Der Bauboom hat den Schwabenpark erreicht: Seit Juni 2017 ist es möglich, in Blockhäusern im sogenannten Schwabendorf zu übernachten. Das parkeigene Feriendorf verzeichnete in nur vier Monaten über 1000 Gäste. Mit fünf Blockhäusern fing es an, jetzt kommt ein sechstes dazu, das rollstuhlgerecht gebaut wurde und bis zu fünf Personen Übernachtungsgelegenheit bietet. Das Angebot richtet sich besonders an körperlich eingeschränkte Familien, die in dem urigen Blockhaus einen Kurzurlaub erleben können.

Übernachtungsmöglichkeiten im Schwäbischen Wald sind gefragt: Besucher reisen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, aus der Schweiz, Frankreich und aus Dänemark an. Viele bleiben länger als einen Tag. Wie Pressesprecher Marcel Bender informiert, sind 21 Prozent der Gäste zwei Nächte geblieben. 36 Prozent der Gäste, die für 2018 schon reserviert haben, bleiben mindestens zwei Nächte. Auch über Silvester waren alle Häuser ausgebucht. Für 2018 haben sich schon die ersten Wiederholungstäter angemeldet. Die ersten Gäste waren zehn Frauen, die einen Junggesellinnenabschied feierten, und damit „keine typischen Ferien- oder Parkgäste“, wie Pressesprecher Marcel Bender sagt. Bis heute sind es über 1650 Gäste, die fast 800 Nächte im Schwabendorf verbracht haben.

240 000 Besucher kamen im letzten Jahr

  • Frisch gewartet gehen die Wagen der Achterbahn „Force One“ auf die Schiene: Die Achsen waren während der Winterpause turnusgemäß zur Inspektion in einer Spezialwerkstatt in München. Für den Transport wurde der komplette Zug zerlegt, die acht Wagen wurden abgekoppelt. Ein Kran setzte jeden Wagen auf Paletten. Die Wagen blieben in Gmeinweiler, während die Achsen auf große Wanderschaft nach München gingen. Dort wurden sie beim TÜV für Fahrgeschäfte und fliegende Bauten „geröngt“ und auf Risse überprüft.
  • Die Gaststätte wurde 2017 zur urigen schwäbischen Stube mit einem rustikalen Ambiente und Baum-Optik umgebaut. Die Chefin macht bis heute täglich die Spätzle selbst.
  • Im Vorjahr kamen 240 000 Besucher in den Schwabenpark, 20 000 mehr als im Vorjahr. Der Umsatz ist in dem Zeitraum um sechs Prozent gestiegen.
  • Der Schwabenpark hat in dieser Saison vom 24. März bis zum 4. November täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Feiertagen.
  • Adresse: Schwabenpark GmbH & Co. KG, Hofwiesen 11, 73667 Kaisersbach, Telefon 0 71 82 / 93 6 10-0; Homepage: www.schwabenpark.de