Welzheim

Sternsingeraktion auf dem Welzheimer Wald diesmal ohne Hausbesuche

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Sternsinger, die von Haus zu Haus ziehen, wie hier auf dem Bild von 2018, wird es in diesem Jahr nicht geben. © Rainer Stütz

Anfang Dezember hatte die katholische Kirchengemeinde noch einen Aufruf gestartet. Trotz Corona-Pandemie hat Pastoralreferent Michel Antoine nach Möglichkeiten gesucht, die Sternsingeraktion doch noch stattfinden zu lassen. Überlegungen und Planungen, wie diese 2021 unter Corona-Bedingungen hätte stattfinden können, waren da schon weit gediehen - mit Maske sowie einer Sammelbüchse mit Stange zum Abstandhalten. Doch dann kam der „Lockdown“ und mit ihm in direktem Anschluss die Absage von Hausbesuchen der Sternsinger. So war dieses Jahr ein Sternsingerbesuch leider nicht möglich.

Den Haussegen nach Voranmeldung erhalten

Ganz ohne den Segen der Sternsinger wurde der Jahreswechsel indes nicht vollzogen. Die Segensaufkleber wurden bereits im Gottesdienst am 27. Dezember 2020 gesegnet und können noch bis Ende Januar 2021 nach den Gottesdiensten sowie nach telefonischer Voranmeldung bei Pastoralreferent Antoine unter der Telefonnummer 0 71 82/4 95 33 44  abgeholt werden, solange der Vorrat reicht. Eine Haussegnungsfeier liegt am Schriftenstand der katholischen Kirche aus.

Eine Spende für die Sternsinger kann unter dem Verwendungszweck „Sternsingeraktion 2021“ an die katholische Kirchenpflege überwiesen werden. Die Kontodaten lauten katholische Kirchenpflege Christus König Welzheim, IBAN: DE44 6025 0010 0006 0050 23 BIC: SOLADES1WBN.

Auf Wunsch erhalten die Spender gerne eine entsprechende Bescheinigung. Selbstverständlich werden auch bar abgegebene Spenden weitergeleitet.

Die Kollekte für den Gottesdienst am 6. Januar 2021 war ebenfalls für die Sternsingeraktion bestimmt.

Damit die Sternsingeraktion inhaltlich nicht untergeht, fand am Festtag ein Gottesdienst zu diesem Thema statt. Beispielland für die Sternsingeraktion 2021 war die Ukraine. Zahlreiche Kinder in der Ukraine wachsen ohne Vater, Mutter oder beide Elternteile auf, weil diese im Ausland arbeiten, damit sie ihre Familien „durchbringen“.

Das Gehalt, das in der Ukraine bezahlt wird, reicht oft nicht aus, damit eine Familie gut leben kann, selbst wenn Vater und Mutter arbeiten. Deshalb suchen sich viele Männer und Frauen Arbeit in einem anderen Land, in dem besser bezahlt wird. Viele Eltern arbeiten auch in Deutschland. Im Sommer sind zum Beispiel viele der Männer und Frauen, die auf den Feldern Deutschlands Spargel, Erdbeeren oder Salat ernten, Ukrainerinnen und Ukrainer. Auch auf Baustellen, in Fabriken oder in der Pflege alter und kranker Menschen arbeiten Menschen aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Ländern. Sie verlassen ihre Heimat - oft für viele Monate -, um Geld zu verdienen.

Spenden für Kinder, die ohne Eltern aufwachsen

Für die Kinder dieser Menschen bedeutet das, auf Vater oder Mutter (und manchmal auch auf beide Eltern) verzichten zu müssen. Studien zeigen, dass die längere Abwesenheit der Eltern den Kindern emotional und sozial schadet. Sie fühlen sich verlassen und vernachlässigt, haben häufig Probleme in der Schule.

Doch nicht nur Kinder im Beispielland Ukraine werden auch zukünftig durch die Sternsingeraktion unterstützt. Auch Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen. Kinder in rund 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden.

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. Die größte Aktion des Jahres ist die Sternsingeraktion, die gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend organisiert wird. Mit dieser Arbeit in Deutschland will das Hilfswerk eine Brücke in die Welt schlagen. Diese Brücke heißt „Kinder helfen Kindern“.

Deutschlandweit machen sich normalerweise rund 300 000 Mädchen und Jungen rund um den Dreikönigstag bei Schnee und Kälte in königlichen Gewändern auf den Weg, um Gottes Segen zu den Menschen bringen.