Welzheim

Trotz Herausforderungen durch die Corona-Situation: Warum die Volksbank Welzheim auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblickt

Vorstand
Die personellen Weichen für die Zukunft hat die Volksbank Welzheim gestellt: Der seitherige Vorstandsvorsitzende Thomas Abendschein (links) geht Ende Mai in Altersteilzeit-Ruhestand. Karl-Thomas Starke ist nun Vorstandsvorsitzender und die seitherige Prokuristin Daniela Nirk rückte neu in den Vorstand auf. © Privat

Die Pandemie fordert auch die Volksbank Welzheim heraus. Die Generalversammlung konnte mit Rücksicht auf die Kunden nicht wie geplant im April stattfinden und wird auf den Herbst verlegt. Unabhängig davon blickt die Bank auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf mit „deutlich gestiegenem Kundenvolumen“ zurück. Die Fusion mit der Raiffeisenbank Vordersteinenberg eG wird bis Ende Juni rechtlich und technisch abgeschlossen sein.

„Die Menschen haben mehr Geld auf die hohe Kante gelegt“

Die älteste Volksbank im Rems-Murr-Kreis betreut über 20 000 Privat- und Firmenkunden an mittlerweile fünf Standorten. Das vergangene Jahr stellte nicht nur für die lokalen Unternehmen und privaten Haushalte, sondern ebenso für die Banken eine Herausforderung dar. „Gleichzeitig sind wir sehr dankbar, dass es gelungen ist, unseren Kunden“, so Karl-Thomas Starke, „in unzähligen Gesprächen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie durch viele schnelle und besonnene Entscheidungen verlässlich begleiten zu können“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Höhere Sparquote auch durch Konsumverzicht

Der Lockdown führte bekanntermaßen zu deutlichen Umsatzeinbußen im Einzelhandel, der Gastronomie, im Tourismus und der gesamten Veranstaltungsbranche. Dies führte zu einer höheren Sparquote auch durch einen Konsumverzicht. „Die Menschen haben mehr Geld auf die hohe Kante gelegt“, versichert Daniela Nirk, Vorstandsmitglied der Welzheimer Volksbank eG. Und sie fügt hinzu, „dass sich der Wunsch nach den eigenen vier Wänden erhöht hat“. Die Kunden investieren bei Geldanlagen auch zunehmend in nachhaltige Produkte. Daniela Nirk und Karl-Thomas Starke möchten die Nachhaltigkeit bei Geldgeschäften, ein im Grunde genommen urgenossenschaftlicher Ansatz, konkreter in der Bank verankern.

Jahresüberschuss nahezu auf Vorjahresniveau gehalten

Die allgemeinen Ertragsrückgänge aufgrund des immer noch anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sind auch für die Volksbank Welzheim eine Herausforderung. Dieser Rückgang konnte im Wesentlichen durch erhöhtes Kundenvolumen und Kreditwachstum im wohnwirtschaftlichen Bereich kompensiert werden.

So ist es gelungen, den Jahresüberschuss nahezu auf Vorjahresniveau zu halten und gleichzeitig die Risikovorsorge bei einer immer noch andauernden Pandemie nach eigenen Aussagen „signifikant“ zu erhöhen. Es wird zukünftig insbesondere die Balance zwischen Wandel und Beständigkeit zu finden sein und es gelte, den „genossenschaftlichen Förderauftrag für diese neue, digitale Welt innovativ zu interpretieren“. Daniela Nirk ist sich sicher, dass die digitalen Angebote der Volksbank weiter ausgebaut werden, auch da diese gerade in der Krise verstärkt in den Kundenfokus gerückt sind.

Beide Kreditinstitute gemeinsam in die Zukunft gestartet

Die Fusion zwischen der Raiffeisenbank Vordersteinenberg eG und der Volksbank Welzheim eG erhielt bei den jeweiligen Generalversammlungen im Vorjahr „grünes Licht“. Die notarielle Beurkundung des Verschmelzungsvertrages hat am 23. April 2021 stattgefunden. Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres sind die beiden Kreditinstitute gemeinsam in die Zukunft gestartet. Die technische Fusion wird im Juni 2021 stattfinden.

Thomas Abendschein wechselt nach nunmehr über 20jähriger Vorstandstätigkeit ab Ende Mai in den Ruhestand. „Damit ist der Generationswechsel erfolgreich abgeschlossen, der unsere Bodenständigkeit und die Verankerung in der Region widerspiegelt“, freut sich Thomas Abendschein, dem ein kontinuierlicher Übergang wichtig war.

Dank an über 60-köpfige Belegschaft 

Karl-Thomas Starke und Daniela Nirk sind sich einig, dass „keiner von uns abschätzen kann, welche Auswirkungen die Pandemie auf Dauer haben wird“. Mit einem Dank an die über 60-köpfige Belegschaft schauen sie jedoch hoffnungsfroh in die Zukunft.

Die Pandemie fordert auch die Volksbank Welzheim heraus. Die Generalversammlung konnte mit Rücksicht auf die Kunden nicht wie geplant im April stattfinden und wird auf den Herbst verlegt. Unabhängig davon blickt die Bank auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf mit „deutlich gestiegenem Kundenvolumen“ zurück. Die Fusion mit der Raiffeisenbank Vordersteinenberg eG wird bis Ende Juni rechtlich und technisch abgeschlossen sein.

„Die Menschen haben mehr Geld auf die hohe Kante

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