Welzheim

TSF Welzheim stellen sich neu für die Zukunft auf

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Steffen Mirre wird sich als Sportvorstand zur Wahl stellen wird. © ZVW/Alexandra Palmizi

Welzheim. Der größte Sportverein der Stadt will sich an diesem Freitag neu aufstellen: Steffen Mirre, bislang Abteilungsleiter für die Limesläufe, möchte in den Sportvorstand aufrücken. Sollte er gewählt werden, will er vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen vorantreiben.

Der 38-Jährige ist der einzige Kandidat, der sich bei der Generalversammlung als Nachfolger für den ausscheidenden Hermann Loos zur Wahl stellt. Der bisherige Sportvorstand wird sich künftig stärker auf seine Abteilung, die Leichtathletik, konzentrieren. Aus dieser Abteilung kommt auch Steffen Mirre, sein sportliches Interesse reicht aber weit darüber hinaus. Der gebürtige Sachse hat auch schon Fußball oder Tischtennis gespielt und sich bei der Bundeswehr zum Sportübungsleiter ausbilden lassen.

Mirre brennt für den Verein

Und das ist es auch, was ihn aus Sicht der TSF-Vorstandsvorsitzenden Petra Schütte zu ihrem Wunschkandidaten macht: „Diese Vielseitigkeit prädestiniert ihn als Sportvorstand.“ Seit zehn Jahren lebt Mirre in Welzheim. Aus beruflichen Gründen hat es den Hardware-Entwickler für elektronische Geräte aus Dresden in den Südwesten verschlagen. Fast genauso lange ist er bei den Turn- und Sportfreunden aktiv. Nun will er in dem rund 2500 Mitglieder starken Verein ganz oben mitmischen. Er sagt: „Ich brenne dafür.“ Und das spürt man auch.

Als Sportvorstand wäre er zuständig für alle sportlichen Angelegenheiten, würde die Kooperationen mit Schulen und Vereinen koordinieren – und wäre verantwortlich für die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den 13 Abteilungen. In Letzterem sieht Mirre besonders viel Potenzial. Im Moment gebe es bei den TSF nämlich noch viele Dinge, die parallel stattfänden, vor allem im Kinder- und Jugendbereich.

Kinder sollten nicht zu früh auf eine Sportart festgelegt werden

Der Leichtathletik-Trainer meint: „Es ist nicht sinnvoll, die Kinder zu früh auf eine Sportart festzulegen.“ Aus seiner Sicht sollte es daher gerade beim Nachwuchs mehr abteilungsübergreifende Trainings geben. Wie so etwas aussehen könnte, hat der Verein bereits bei seinem ersten Ferienprogramm im Herbst gezeigt. Dort wurden Sechs- bis Zwölfjährige eine Woche lang in der Justinus-Kerner-Halle spielerisch an verschiedene Sportarten herangeführt. Acht Abteilungen hatten sich damals daran beteiligt. Als Sportvorstand würde er Konzepte entwickeln, wie sich so etwas als eine Art abteilungsübergreifende sportliche Grundausbildung dauerhaft etablieren ließe. So dass Kinder und Jugendliche zunächst in verschiedene Sportarten reinschnuppern können, statt sich gleich für eine entscheiden zu müssen.

Das sei heute wichtiger denn je, da bei immer mehr Kindern im Verein eine Grundbasis entwickelt werden müsste. Dass diese draußen toben und sich bewegen, wodurch sie ganz natürlich ihre Koordination schulen, das könne heute leider nicht mehr automatisch vorausgesetzt werden.

„Ich will deshalb Strukturen schaffen für einen besseren Austausch zwischen den Abteilungen“, sagt Mirre, „und möglichst nahe dran sein an den Vereinsmitgliedern.“ Genauso wichtig sei es aber auch, die Kooperationen mit den Schulen zu pflegen. „Sonst kommen wir an Kinder, die keinen Sport machen, nur ganz schlecht ran.“

Weitere wichtige Themen werden natürlich die Zukunft der Sportstätten in Welzheim und das geplante Vereinszentrum im künftigen Lindenquartier sein.

Eine TSF-App für Kommunikation der Mitglieder und Spielberichte

Um bereits jetzt für die Zukunft gerüstet zu sein, haben die TSF außerdem eine App entwickeln lassen. Bei der Generalversammlung am Freitagabend soll sie vorgestellt werden. Sie wird einen Mitglieder- und einen Besucherbereich haben. Die TSF-App soll die Kommunikation mit Mitglieder-Chatrooms künftig vereinfachen (und im Gegensatz zu Messenger-Diensten wie Whatsapp sensible Daten schützen), aber auch eine Plattform sein für Live-Spielberichte und Vereinsmitteilungen.

„Der TSF muss als Verein attraktiv bleiben und zukunftsweisend denken“, sagt Steffen Mirre. Und genau daran möchte er künftig als Sportvorstand arbeiten.