Welzheim

Von Ski-Express bis Kombiticket: Was die Schwäbische Waldbahn 2022 zu bieten hat

die waldbahn
In Pandemie-Zeiten ein stabilisierender Faktor für den Tourismus auf dem Welzheimer Wald: Die Schwäbische Waldbahn. © Joachim Mogck

Kein normales, aber im Großen und Ganzen den Umständen entsprechend zufriedenstellendes Jahr, so bewertete Benedikt Schwarz, der in der Welzheimer Stadtverwaltung für das Marketing Verantwortliche, im Rückblick die Saison 2021 der Schwäbischen Waldbahn.

Waldbahn ist wichtiger Faktor für Tourismus im Welzheimer Wald

„Die Schwäbische Waldbahn leidet wie alle öffentlichen Verkehrsmittel unter den Einschränkungen der Pandemie“, bedauerte auch Welzheims Bürgermeister Thomas Bernlöhr. Mit dem Schwäbischen Wald profitiere die Waldbahn andererseits vom Trend der kurzen Entfernungen und Aufenthaltsdauern im Tourismus. Für die Freizeitwirtschaft auf dem Wald und damit für das große Angebot der Gastronomie bleibe die Waldbahn weiterhin ein wichtiger stabilisierender Faktor, weil auch bei schlechter Witterung zusätzliche auswärtige Gäste nach Welzheim kommen.

„Wir hoffen mit der DBK als Betreiber der Züge und dem Förderverein Welzheimer Bahn bei der Streckeninstandhaltung auf ein Jahr 2022 mit vielen Fahrgästen und wenigen Einschränkungen im Betrieb von Strecke und Zügen und danken für den großen Einsatz“, so Bernlöhr.

Eine gute Saison, getrübt durch den pandemiegeprägten Jahresausklang

Obwohl die Saison 2021 coronabedingt wie schon im Jahr davor verspätet erst zum 13. Juni begann, erklärte Benedikt Schwarz, konnten alle Fahrten durchgeführt und somit so gut wie alle verschobenen Veranstaltungen und ausgefallenen Fahrten aus dem Jahr 2020 nachgeholt werden. Dies schlage sich auch in einer ersten Hochrechnung bei den Fahrgastzahlen nieder und habe dafür gesorgt, dass in die kommende Saison nur sehr wenige „Altlasten“ übernommen werden müssten. Getrübt wurde die Bilanz allenfalls zum Jahresausklang hin. Die Adventsfahrten konnten zwar stattfinden, durch die Verschlimmerung der pandemischen Lage und der damit einhergehenden Folgen wie 2G plus und die Absage der Weihnachtsmärkte seien sie allerdings schlecht besucht gewesen.

Zum Glück: Kein Corona-Ausbruch

Stolz sei man darauf, dass es 2021 in der Schwäbischen Waldbahn zu keinem einzigen Corona-Ausbruch gekommen sei. Dies habe man als Bestätigung des Hygienekonzepts und als Bestärkung dafür aufgenommen, den Fahrbetrieb unter Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln aufrechtzuerhalten.

Dieses positive Bild verdanke man nicht zuletzt auch dem Verständnis und der Treue der Fahrgäste, der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und dem riesigen Engagement der ehrenamtlichen Vereine, des Fördervereins Welzheimer Bahn e.V. und der DBK Historische Bahn e.V.

Anreise aus dem gesamten Netz: Künftig gibt es ein Kombiticket mit dem VVS

Zum Kreis der Kooperationspartner, verriet Schwarz stolz, gehöre 2022 auch der VVS. Wenn man die neue Saison hoffentlich pünktlich zu Ostermontag mit einer Sonderfahrt ab Stuttgart eröffne, dann könne die Schwäbische Waldbahn ein neues Kombiticket präsentieren, das am Veranstaltungstag zur Anreise im gesamten VVS-Gebiet und zur Abreise bis 5 Uhr des Folgetags berechtige. Damit habe man zahlreichen Kundenwünschen entsprochen; durch den Start der Waldbahn am Schorndorfer Bahnhof gebe es für die Besucher nun vielfältige Möglichkeiten, bequem mit Bus und Bahn anzureisen und das Auto daheim stehen zu lassen.

24 Euro für Hin- und Rückfahrt

Da sich die gesamte Strecke der Schwäbischen Waldbahn im VVS-Gebiet befinde, könne man mit dem neuen Kombiticket zu jeder ihrer elf Haltestellen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Besucher aus dem Raum Backnang könnten so zum Beispiel mit dem Bus nach Rudersberg anreisen. Vom Endbahnhof Welzheim aus könne man mit dem Bus zum Ebnisee weiterfahren. Ab der neuen Saison gebe es nur noch das neue Kombiticket, es koste in der 2. Klasse für Erwachsene zur Hin- und Rückfahrt 24 Euro im Vorverkauf beziehungsweise 25 Euro im Zug.

Und natürlich, so Schwarz, hoffe man darauf, durchgängigen Fahrbetrieb bis zum dritten Advent bieten zu können, „damit wir auch im kommenden Jahr viele Kinderherzen höherschlagen lassen und den Erwachsenen ein Lächeln auf die Lippen zaubern können. Dies ist bekanntlich seit der Pandemie noch mehr wert“.

Mit historischen Waggons nach Garmisch-Partenkirchen unterwegs

Neu ins Programm aufgenommen habe man den Ski-Express nach Garmisch-Partenkirchen am 26. Februar. Mit ihm werde die E-Lok des Fahrbetreibers DBK e.V. in den historischen Waggons die „Skihasen“ mitsamt ihrer Ausrüstung ins Skigebiet der Zugspitze befördern. Weitergeführt werden die Sonderfahrten des Jahres 2021, wie zum Beispiel die Weinreise der Remstalkellerei, der Schlemmerexpress, der Gin-Express und die Waldbahn Wanderbar. Sie seien zum größten Teil bereits buchbar.

Auch wenn die „Waldbahn Wanderbar“ erst verspätet im Juni 2021 starten konnte und je nach Wetterlage unterschiedlich stark besucht war, handelte es sich um ein „Konzept, das voll und ganz aufging“, so Naturparkführer Walter Hieber. Es sei gelungen, damit den Dieselfahrzeugen eine zusätzliche Attraktion zu verleihen.

2022 starte man am 24. April mit einer Exkursion zum Thema Bärlauch, im Mai erwandere man den Dreischluchtenweg, und im Juni gehe es auf den neu gestalteten geologischen Pfad. „Jeden Monat gibt es ein neues Angebot, nach einer außergewöhnlichen Anreise den Schwäbischen Wald und seine Besonderheiten zu erwandern.“ Und davon, betonte Hieber, gebe es bekanntlich reichlich.

Weiterhin die Diesellok im Einsatz

Auch 2022, versicherte Benedikt Schwarz, erfolge die Anreise in der Schwäbischen Waldbahn in den historischen Waggons der DBK e.V. Als „gewohntes Zugpferd“ werde wieder die Dampflok 64 419 im Einsatz sein. Wenn sie dann 2024 für eine größere Kesselreparatur in die Werkstatt muss, stehe als Ersatz hoffentlich eine neu zugelassene 50 3606 zur Verfügung.

Der Förderverein, so Schwarz, habe sich für 2022 die Sanierung eines Erdbauwerks an der Klingenmühle sowie diverse Gleiswechsel vorgenommen. Er hoffe auf ein Jahr, in dem die anstehenden Arbeiten einigermaßen unbehelligt von Corona erledigt werden könnten.

Neue freiwillige Helfer für Instandhaltung, Verkehrssicherung, Vegetationspflege, Streckenkontrolle und den Bahnerlebnispfad seien jederzeit gern gesehen.

Kein normales, aber im Großen und Ganzen den Umständen entsprechend zufriedenstellendes Jahr, so bewertete Benedikt Schwarz, der in der Welzheimer Stadtverwaltung für das Marketing Verantwortliche, im Rückblick die Saison 2021 der Schwäbischen Waldbahn.

Waldbahn ist wichtiger Faktor für Tourismus im Welzheimer Wald

„Die Schwäbische Waldbahn leidet wie alle öffentlichen Verkehrsmittel unter den Einschränkungen der Pandemie“, bedauerte auch Welzheims Bürgermeister Thomas

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