Welzheim

Warmes Wochenende im Welzheimer Wald: Was ist los an Ebnisee, Aichstrutsee & Co?

Aichstrutsee
Vom „Sommerstress“ noch keine Spur am Aichstrutsee. © Gabriel Habermann

Die aufgestellten Bänke vor dem „Ständle am See“ sind noch leer, am Ufer des Alfdorfer Eisenbachstausees sonnt sich ein Pärchen in der Sonne. „Mit 15 Grad ist es noch zu kalt zum Baden“, hat Uwe Lehar von der Stadtverwaltung Welzheim zuvor gemeint und darauf verwiesen, dass die Badesaison eigentlich erst an Pfingsten richtig losgeht.

Vereinzelt erste Badegäste im Eisenbachsee

Aber immerhin vier „Frühbader“ waten just in diesem Moment ins kühle Nass hinein und machen sich daran, den See in ganzer Länge zu durchschwimmen … kein Wunder, denn außerhalb des Wassers ist es an diesem Samstagnachmittag frühsommerlich warm und am Himmel kaum ein Wölkchen zu sehen.

„Klar ist noch nicht so viel los“, meint der Betreiber des Kiosks. „In Welzheim ist gerade der Limeslauf. Aber das wird schon noch.“ Recht wird er haben; an diesem Wochenende läuft an vielen Orten der Gegend irgendwas - zum Beispiel der Tauziehwettbewerb in Pfahlbronn, inklusive DJ und Cocktailbar. Aber wer auf Rummel keine Lust hat, kann die Gunst der Stunde nutzen und hat den See (fast) für sich allein - so wie die vier Schwimmer, die jetzt fast das andere Ufer erreicht haben.

Fast das gleiche Bild am Leineck-Stausee. Hier sonnen sich zwar auch ein paar Ausflügler, aber baden tut überhaupt niemand. Kein Wunder: Das Baden ist dort auch nicht erlaubt – und das, obwohl die Forderung immer wieder laut wurde, das zu ändern, bereits schon seit 1997. Der Grund: gesundheitliche Bedenken.

„Eigentlich haben wir keine ausgewiesenen Badeseen“, sagt Krötz

Kein Wunder auch, dass der Alfdorfer Bürgermeister Ronald Krötz bei der Aussicht auf den Beginn der Badesaison ausgesprochen gelassen geblieben ist. Spezielle Security hält er nicht für nötig, und Parkplatzsorgen macht er sich auch keine. „Eigentlich haben wir ja keine ausgewiesenen Badeseen“, meint er am Telefon – auch wenn der Eisenbachsee sich während der Corona-Jahre zu einem Geheimtipp unter Badefreunden entwickelte. „Das Baden ist allerdings nicht verboten, und wenn die Leute kommen, freuen wir uns drüber. Parkplätze sind da, und wenn die voll sind, müssen sich die Leute halt was anderes suchen, wo sie ihr Auto abstellen.“

Ebnisee belebt, aber kein Vergleich zu den Sommermonaten

Szenenwechsel zum Ebnisee. Da ist es zwar schon deutlich belebter, aber noch lange kein Vergleich zu den sommerheißen „Stoßzeiten“ in Juni, Juli und August. Security oder Ordner sind ebenfalls nirgendwo zu sehen; sie sind schlichtweg (noch) nicht nötig. „Morgen wird’s bestimmt mehr“, meint der Wirt vom Imbiss. „Die Leute sind jetzt richtig ,hungrig’ nach Abwechslung, deswegen gehen sie überall hin, wo was los ist - nicht nur ans Wasser.“

Reges Treiben am Aichstrutsee, aber weit entfernt von Überfüllung

Am meisten los ist an der „Welzheimer Badewanne“. Auf dem Beachvolleyballplatz am Aichstrutsee direkt vor den Toren der Limesstadt herrscht reges Treiben, vom Holzsteg hüpfen Besucher ins Wasser, auf der Wiese liegen Decken und Handtücher und am Kiosk sind viele Tische besetzt. Die Gäste holen sich Kaffee oder ein Bier, und von einer Grillstelle wehen blaue Rauchschwaden und der appetitliche Geruch von Bratwürstchen herüber.

Aber von „Sommerstress“ kann auch hier keine Rede sein. Bis zu den Stoßzeiten, an denen die Parkplätze auf der grünen Wiese so dicht belegt sind, dass die Ordner die Badelustigen wegen Überfüllung wieder nach Hause schicken müssen, ist es noch eine Weile hin. Und an diesem wunderschönen Mainachmittag blinzelt man in die Sonne und ertappt sich bei dem Gedanken: Eigentlich ist das auch ganz gut so.

Die aufgestellten Bänke vor dem „Ständle am See“ sind noch leer, am Ufer des Alfdorfer Eisenbachstausees sonnt sich ein Pärchen in der Sonne. „Mit 15 Grad ist es noch zu kalt zum Baden“, hat Uwe Lehar von der Stadtverwaltung Welzheim zuvor gemeint und darauf verwiesen, dass die Badesaison eigentlich erst an Pfingsten richtig losgeht.

Vereinzelt erste Badegäste im Eisenbachsee

Aber immerhin vier „Frühbader“ waten just in diesem Moment ins kühle Nass hinein und machen sich

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